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Simon Maurberger will nach seinem Kreuzbandriss ganz gesund werden

Simon Maurberger will nach seinem Kreuzbandriss ganz gesund werden (© Archivio FISI/Pentaphoto/Alessandro Trovati)

Simon Maurberger will nach seinem Kreuzbandriss ganz gesund werden (© Archivio FISI/Pentaphoto/Alessandro Trovati)

St. Peter im Ahrntal – Auch im Ahrntal ist es wegen der Coronakrise ruhig geworden. Der 25-jährige Skirennläufer Simon Maurberger erholt sich von seiner Knieverletzung, die er sich während des Ski Weltcup Parallelrennens im französischen Chamonix zugezogen hat. Innerhalb eines Monats verletzten sich mit Manfred Mölgg, Dominik Paris und ihm drei Vorzeigeathleten des kleinen Landes in den Alpen. Und für alle drei lautete die Hiobsbotschaft: Kreuzbandriss und unmittelbares Saisonende.

Während Mölgg ein gutes Jahr erlebte und Paris fast immer aufs Podest raste, ritt Maurberger auch auf der Welle des Erfolgs. Es fehlte nicht viel und er wäre über kurz oder lang auf ein Weltcuppodest geklettert. Der Ahrntaler ist ehrgeizig, talentiert und wenn es draufankommt, weiß er sich zu steigern und mit seiner frechen Fahrweise zu punkten. Trotzdem versteht er es blendend, das Risiko einzuschätzen und im Notfall das Tempo zu dosieren.

In den vergangenen beiden Jahren ist Maurberger sportlich gewachsen. Das war eindeutig ein gutes Indiz für den Sprung in die erweiterte Weltspitze. Bis Anfang 2019 sammelte er nur vereinzelt Punkte. Nur der 15. Rang, erzielt in Garmisch-Partenkirchen im Jahr 2017, stach hervor. Im Europacup ging es wesentlich besser. In den technischen Disziplinen Slalom und Riesentorlauf wusste er zu überzeugen, und auch in der Kombination ließ er sein Talent aufblitzen. Im Riesenslalom von Adelboden unterstrich er seine Eigenschaften, es reichte abermals für Platz 15.

Doch blicken wir noch etwas weiter zurück. Am österreichischen Nationalfeiertag 2014 (26. Oktober, Anm. d. Red.) feierte Maurberger sein Debüt im Ski Weltcup. Und heuer ging es ordentlich zur Sache. Der Südtiroler fuhr mit Position zehn beim Torlauf von Zagreb erstmals in die Top-10. Bei den anderen Klassikern von Madonna di Campiglio, Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming zeigte der 25-Jährige in konstanter Art und Weise, wie es sich anfühlt, immer in die Punkteränge zu fahren. Beim Nachtslalom auf der Planai überzeugte er mit Rang fünf. Das Podest schien in greifbare Nähe zu rücken.

Ein paar Tage später zeigte er beim Riesentorlauf von Garmisch-Partenkirchen eine solide Leistung. Er stellte mit Platz 15 just jene Position wie drei Jahre zuvor ein. Beim Parallel-Riesenslalom von Chamonix wollte Maurberger Großes erreichen. Bei der Qualifikation lief alles gut, und bis zum Viertelfinale schien alles nach Plan zu verlaufen. Beim Duell mit dem Schweizer Thomas Tumler passierte es, ein Sturz markierte das Aus und Knieschmerzen sorgten für ein verkrümmtes Gesicht. Die gnadenlose Diagnose am Folgetag, wonach sich der Ahrntaler das Kreuzband riss, war ein großer Schock.

Nun trainiert Maurberger daheim. Der 25-Jährige ist aber guter Dinge, dass er im WM-Winter 2020/21 wieder aus dem Vollen schöpfen kann und uns wieder mit guten Leistungen erfreuen kann. Doch zuerst muss er ganz gesund werden.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: neveitalia.it

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