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Swiss-Ski-Cheftrainer Tom Stauffer fühlt sich in der Rolle des Gejagten pudelwohl

Swiss-Ski-Cheftrainer Tom Stauffer fühlt sich in der Rolle des Gejagten pudelwohl

Swiss-Ski-Cheftrainer Tom Stauffer fühlt sich in der Rolle des Gejagten pudelwohl

Muri bei Bern – Nach mehr als drei Jahrzehnten hat die Schweiz wieder einmal die Nationenwertung im Ski Weltcup gewonnen. Natürlich will Cheftrainer Tom Stauffer auch weiterhin erfolgreich arbeiten, auch wenn die Corona-Pandemie für etwas Unruhe hinsichtlich der Saisonvorbereitung gesorgt hat. Die Eidgenossen richteten sich an die FIS-Entscheide. Man will keine Athletin und keinen Athleten gefährden. Die Ski-Asse machen etwas Pause, ehe sie dann mit den Skitrainings beginnen werden.

Der Mann mit dem charakteristischen Schnurrbart freut sich über den Stand seiner Athleten, die im vergangenen Winter hart an sich arbeiteten und sich individuell verbessern konnten. Durch das Abrufen von Bestleistungen ist der erste Platz in der Nationenwertung kein Zufall, sondern ein Produkt aus verschiedenen Komponenten. In allen Rennen kann man aufs Podest fahren. Das sah vor einigen Jahren noch ganz anders aus.

Wenn das Kollektiv erfolgreich sein will, muss man auch in den Slaloms punkten. Ferner trägt ein stabiles Umfeld dafür Sorge, dass alles mit der Zeit klappen wird. Umwälzungen waren aus der Sicht von Stauffer nicht notwendig. Man hat vieles richtig gemacht und sich nicht auf den Lorbeeren des Erfolgs ausruhen. Es ist kein Geheimnis, dass sich der Trainer in der Rolle des Gejagten mehr als nur wohl fühlt. Die Schweizer werden kontinuierlich weiter an sich arbeiten und höhere Ziele anstreben. Beat Feuz ist ein Meister der Konstanz, und Daniel Yule kann auch einmal eine kleine Kristallkugel gewinnen. Die Errungenschaft des derzeit verletzten Mauro Caviezel ist auch keine Eintagsfliege. Man will weiterhin konzentriert arbeiten und auch schauen, was der Nachwuchs macht.

Apropos Nachwuchs: Es gibt einige Skirennläufer, die den Sprung nach vorne schaffen können. Doch bevor sie dazu ansetzen, ist es keineswegs falsch, sich in der kontinentalen Rennserie, dem Europacup, zu bewähren. Hinsichtlich des etwas anderen Sommers muss man eine flexible Planung errichten und zudem auch etwas improvisieren. Auf alle Fälle wird man auf den heimischen Gletschern arbeiten und schauen, wann man wieder reisen darf. Denn nicht jedes Land hat das Glück, so gute Trainingsbedingungen innerhalb der eigenen Staatsgrenzen zu haben. Gegenwärtig macht es für Staufer keinen Sinn, über ein Trainingscamp in Südamerika nachzudenken.

Alle Ski-Nationen sitzen im gleichen Boot. Die momentane Lage ist nicht einfach. Mit Nervosität kommt man nicht ans Ziel. Es ist wohl im Sinne des Erfinders, das Bestmögliche aus der gegenwärtigen Konstellation zu holen. Was jedoch gut ist, liegt im Auge des Betrachters und kann nicht jetzt an einem alleine festgemacht werden. Das weiß auch Tom Stauffer ganz genau.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: bluewin.ch

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