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Über die Pläne von Viktoria Rebensburg, Leni Schmotz und Toni Tremmel

Viktoria Rebensburg will im bevorstehenden Winter mehr als nur einen Sieg einfahren.

Viktoria Rebensburg will im bevorstehenden Winter mehr als nur einen Sieg einfahren.

Kreuth – Wenn man sich die bevorstehende Ski Weltcup Saison 2019/20 näher betrachtet, können die Pläne dreier DSV-Athleten unterschiedlicher nicht sein. So will die Deutsche Viktoria Rebensburg im Riesentorlauf weiterhin Rennen gewinnen und in den Speeddisziplinen Abfahrt und Super-G vorne mitmischen. Leni Schmotz will sich im Slalom und Riesentorlauf unter den Top-15 etablieren. Und Toni Tremmel? Der Skirennläufer vom SC Rottach-Egern will im Europacup oft aufs Podest fahren und Erfahrung im Weltcup sammeln. Drei Athleten, drei Ziele. Doch der Reihe nach.

Rebensburg kletterte im letzten Jahr nur einmal auf die oberste Stufe des Podiums. In der Riesentorlauf-, der Super-G und in der Gesamtwertung reichte es für den sehr guten vierten Endrang. Die routinierte Athletin vom SC Kreuth gewann die WM-Silbermedaille im Riesenslalom von Åre und will im bevorstehenden Winter mehr als nur einen Sieg einfahren. Sie hat in der warmen Jahreszeit am Terminplan gearbeitet und möchte das Ganze noch geschickter planen, so ist es für Rebensburg auch wichtig clevere Pausen zu setzten. Regensburg, die bei drei Disziplinen an den Start geht, will nicht von Rennen zu Rennen hetzen und dann übermüdet an den Start gehen. Viel lieber hat sie es, wenn sie konstant gut fährt und um die kleinen Kugeln mitfahren kann. Auch wenn noch einige Ski- und Materialtests anstehen, freut sich die 30-Jährige auf die neue Saison, die in gut drei Wochen in Sölden beginnt.

Wenn wir uns die letzten Saisonergebnisse der Fischbachauerin Leni Schmotz ansehen, so erkennen wir im Riesenslalom vier Top-30-Platzierungen. In Spindlermühle zeigte die DSV-Athletin eine ansprechende Leistung und wurde im Riesentorlauf 18. und im Slalom 20. Doch sie weiß, dass sie noch mehr kann. Ihr Ziel ist es, in beiden technischen Disziplinen möglichst bald eine Startnummer unter den besten 30 zu erhalten. Und dann möchte sie sich jeweils unter den Top-15 etablieren. Auf dem Rettenbachferner im Ötztal können wir bereits sehen, ob sie reif dazu ist, ihre angekündigten Absichten in Taten umzusetzen. Zu wünschen wäre es ihr auf jede Fälle. Im letzten Winter bestritt Schmotz 43 Rennen, und auch die Sommervorbereitung war erfolgreich. Insgesamt gesehen war der letzte Winter eine erfolgreiche Comeback-Saison nach einer langen Verletzungspause.

Und Toni Tremmel? Der 24-Jährige sammelte vor gut einem Jahr beim Slalom auf der Black Levi in Lappland als 27. zum ersten Mal Weltcupzähler. Auch wenn die Taufe eines Rentiers meilenweit entfernt war, will er im Jahr eins nach Felix Neureuther konstant punkten und von Rennen zu Rennen schauen. Im Europacup will er vorne mitmischen, um sich dann für höhere Aufgaben zu empfehlen. Beim WM-Rennen in Schweden reichte es für Platz 25; mit dem Team schrammte er als Vierter nur knapp an Edelmetall vorbei. Im September bestritt er in Südamerika einige FIS-Rennen. Das Ziel, sich oft für den zweiten Durchgang zu qualifizieren, ist mehr als nur verständlich. Die hohe Startnummer soll ihn nicht hindern, ordentlich aufs Gaspedal zu drücken. Auf kontinentaler Ebene sollten kontinuierliche Top-10-Ränge keine Seltenheit sein.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: merkur.de

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