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Corona-Krise: Urs Lehmann will in der Not erfinderisch werden

Corona-Krise: Urs Lehmann will in der Not erfinderisch werden

Corona-Krise: Urs Lehmann will in der Not erfinderisch werden

Bern – In Zeiten der Corona-Pandemie hat sich nun Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann zu Wort gemeldet. Er will um das Image des Sports in der Schweiz kämpfen. Im Hinblick auf den bevorstehenden Winter berichtet der hohe Sportfunktionär, der 1993 als einstiger Ski Weltcup Athlet sensationell in Morioka Abfahrtsweltmeister wurde, dass es schwer zu beurteilen ist, ob es in Adelboden Geisterrennen gibt. Jedes Rennen ist wichtig, aber man muss schauen, wie sich die unterschiedlichen Szenarien entwickeln.

Sollten keinen WM-Rennen gefahren werden, wäre es für die FIS ein Desaster. Mehr noch: Der Ski Weltcup ist für die verschiedenen Verbände lebenswichtig. Man muss alles beobachten, überprüfen und nach dem Motto „Not macht erfinderisch“ leben. So ist es denkbar, den Winter später starten zu lassen und länger im Frühling zu fahren. Dessen ungeachtet muss man auch den Athleten Hoffnungen machen, damit sie ihre Ziele erreichen oder umsetzen können.

Geht es nach Lehmann, sollten die verschiedenen Verbände untereinander zusammenhalten und mit einer Stimme sprechen. Erst dann können sie die soziale und ökonomische Wichtigkeit der Politik präsentieren. Neben unzähligen Bitten sollte man auch einmal eine Forderung stellen können. Der Swiss-Ski-Boss wünscht sich, dass Jürg Stahl (Swiss-Olympic-Präsident, Anm.) auf den Putz haut. Ferner wird erkannt, dass der Sport privatwirtschaftlich aufgestellt ist. Daher gibt es auch Grenzen.

In anderen Staaten ist der Staat großzügiger, was die Unterstützung für den Sport betrifft. Denken wir beispielsweise an die Biathlon-Infrastruktur im Südtiroler Antholz. Diese wird von Italien unterstützt. Die Lenzerheide als beliebter Weltcup Standort wird von einer Privatperson getragen. Da sieht man schnell die Gegensätze, die mehr als nur offenkundig sind. Des Weiteren steht Lehmann vor einer großen Wahl. Es kann sein, dass er das Erbe von FIS-Präsident Gian Franco Kasper antritt. Der Schweizer gibt das Zepter weiter.

Lehmann hofft, dass Anfang Oktober in Zürich der Kongress inklusive Wahl über die Bühne gehen kann. Es ist durchaus im Bereich des Möglichen, dass alles digital vonstattengehen wird. Im Hinblick auf das Coronavirus attestiert der hohe Sportfunktionär die gute Arbeit der Schweizer Landesregierung. Die Gesundheit ist wichtig, und nun will man schauen, die angeschlagene Wirtschaft auf Vordermann zu bringen. Und vielleicht steht auch der Sport auf der Bundesrat-Agenda. Die Hoffnung, dass das eines Tages geschieht, sollte man nicht aufgeben.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.blick.ch

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