1 Juni 2020

Irene Curtoni führt italienisches Slalomteam in die Ski Weltcup Saison 2020/21

Irene Curtoni führt italienisches Slalomteam in die Ski Weltcup Saison 2020/21 (Foto: © Archivi FISI/Marco Trovati/Pentaphoto)
Irene Curtoni führt italienisches Slalomteam in die Ski Weltcup Saison 2020/21 (Foto: © Archivi FISI/Marco Trovati/Pentaphoto)

Stilfser Joch – Die italienische Ski Weltcup Rennläuferin Irene Curtoni hat beschlossen, ihre sportliche Karriere fortzusetzen. Seit heute ist auch sie auf dem Stilfser Joch, und kann sich beim ersten Training mit den jungen Athletinnen Martina Peterlini, Lara Della Mea und Marta Rossetti messen. Nachdem Elena Fanchini und Hanna Schnarf ihre Skier in den Keller gestellt haben, ist Curtoni mit fast 35 Jahren die Kapitänin im azurblauen Damenteam. Sie will zeigen, was sie kann und will auch nicht zum „alten Eisen“ gezählt werden.

Curtoni ist im Slalom unter den besten 15 der Welt zu finden. Die Technikerin hat in der Coronazeit ein intensives Konditionstraining abgespult und ist bestens Vorbereitet zum Trainingsstart angereist. Nachdem sie bereits im letzten Jahr ein Karriere-Ende nicht ausschloss, will sie noch einmal angreifen und gleichzeitig den jungen Mannschaftskolleginnen auf dem Weg nach oben eine wertvolle Stütze sein. Eine extra Motivation war auch der Abfahrtssieg ihrer jüngeren Schwester Elena, die sich in Bansko erstmals auf dem obersten Podestplatz feiern lassen konnte.

Das erste Trainingslager dauert bis zum 12. Juni. Die teils auftretenden Rückenschmerzen sollen bald der Vergangenheit angehören, damit sie noch einen Schritt nach vorne machen kann. Selbst wenn sie nahezu regelmäßig unter die besten 15 fuhr, will sie auch einstellige Ergebnisse anpeilen. In Killington wurde die 16-fache Siegerin eines FIS-Rennens und dreifache Gewinnerin eines Europacup-Rennens Zehnte. Zweimal fuhr sie bisher im Ski Weltcup aufs Podest; bei der Ski-WM in Åre konnte sie sich, gemeinsam mit Lara Della Mea, Simon Maurberger, Alex Vinatzer, Riccardo Tonetti und Marta Bassino über die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb freuen.

Im vergangenen Winter konnte sie coronabedingt nur bei sechs von neun Rennen an den Start gehen. Eine mögliche Verschiebung der Ski-Weltmeisterschaften auf das Jahr 2022 kann das Ende ihrer Laufbahn nach der olympischen Saison bedeuten. Inzwischen will die azurblaue Kapitänin, die im Veltlin zuhause ist und vor drei Jahren Militärweltmeisterin im Riesentorlauf wurde, weiterhin fleißig trainieren und sich jede Tür offen halten, die sich ihr anbietet.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: neveitalia.it, eigene Recherchen

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