28 Dezember 2019

LIVE: 2. Abfahrt der Herren in Bormio 2019 am Samstag, Vorbericht, Startliste und Liveticker

LIVE: 2. Abfahrt der Herren in Bormio 2019 am Samstag, Vorbericht, Startliste und Liveticker
LIVE: 2. Abfahrt der Herren in Bormio 2019 am Samstag, Vorbericht, Startliste und Liveticker

Bormio – Die Ski Weltcup Speed-Herren haben in dieser Woche ihre Zelte in Bormio aufgeschlagen. Nach der erfolgreichen Gröden-Ersatzabfahrt am Freitag, wird Dominik Paris alles daran setzen, seinen fünften Abfahrtssieg auf der „Stelvio“-Piste zu feiern. (Die offizielle FIS Startliste und Startnummern, sowie den FIS Liveticker finden Sie, gleich nach Eintreffen, in unserem Menü oben!)

Wagt man einen Blick auf die Ergebnisliste vom Freitag, erkennt man, dass Dominik Paris aus Südtirol nichts anbrennen lassen will und der große Favorit ist. Der Schweizer Beat Feuz und der Österreicher Matthias Mayer wollen dem Kraftpaket aus dem Ultental sowohl das Wasser reichen als auch die Siegessuppe versalzen.

 

Daten und Fakten
3. & 4. Skiweltcup-Abfahrt der Herren in Bormio 2019/20

FIS-Startliste – 1. Abfahrtstraining in Bormio
FIS-Liveticker – 1. Abfahrtstraining in Bormio
FIS-Endstand – 1. Abfahrtstraining in Bormio
FIS-Startliste – Abfahrt der Herren (Ersatz Gröden)
FIS-Liveticker – Abfahrt der Herren (Ersatz Gröden)
FIS-Endstand – Abfahrt der Herren (Ersatz Gröden)
FIS-Startliste – Abfahrt der Herren in Bormio (Samstag)
FIS-Liveticker – Abfahrt der Herren in Bormio (Samstag)
FIS-Endstand – Abfahrt der Herren in Bormio (Samstag)

Alle Daten werden sofort nach Eintreffen aktualisiert

 

Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen, der sich in einer sehr guten Form befindet, will auch Podestluft schnuppern. Thomas Dreßen aus Deutschland, in Lake Louise sensationeller Sieger, weiß, dass man bei den Rennen in einer Comeback-Saison nicht immer auf das Podium fahren kann. Trotzdem möchte er auf der anspruchsvollen „Pista Stelvio“, erneut seine fahrerische Klasse, sein Talent und sein Können eindrucksvoll demonstrieren. Im Rückblick hat er in dieser Saison schon mehr erreicht, als er sich erträumen konnte.

Glück im Unglück hatte der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr, der bei Tempo 130 km/h in der Traverse eine Schlag erwischte, den linken Ski verlor und nur mit Glück und Geschick einen schweren Sturz verhinderte. Bei der zweiten Abfahrt auf der Stelvio, will der Super-G Sieger von Gröden, erneut das Podest ins Visier nehmen.

Hannes Reichelt und Max Franz aus Österreich wollen am Samstag zu mindestens in die Top Ten fahren. Ähnliches können wir von den US-Boys Travis Ganong, Steven Nyman und Ryan Cochran-Siegle behaupten.

Etwas zurückhaltend war Kildes Mannschaftskollege Kjetil Jansrud unterwegs. Auch der Wikinger will einen weiten Sprung nach vorne machen.

Die Franzosen zeigten in der Gröden-Ersatzabfahrt eine geschlossene Mannschaftsleistung und brachten gleich sieben Mann unter die Top-19. Ein sehr gutes Resultat kann man am Samstag nicht nur von Adrien Théaux und Johan Clarey erwarten; auch Maxence Muzaton, Matthieu Bailet und Roger Brice, wollen erneut ihren etablierten Mannschaftskollegen den Rang ablaufen.

Während sich der Schweizer Urs Kryenbühl am Freitag über den 13. Platz freuen konnte, war die Enttäuschung bei Carlo Janka (22.) nicht übersehbar.

Die DSV-Delegation will mit Romed Baumann, Andreas Sander und Pepi Ferstl drei weitere Männer unter den besten 15 sehen.

Im letzten Jahr freute sich Südtirol über einen Doppelsieg. Es siegte der Ultner Dominik Paris vor dem Pusterer Christof Innerhofer. Der Schweizer Beat Feuz stieg als Dritter auf die niedrigste Stufe des Podests. Apropos Innerhofer: Der 35-Jährige hat auf einen Einsatz verzichtet und arbeitet nach seiner schweren Knieverletzung noch an seiner Kondition. Daher verschiebt sich sein Comeback noch etwas.

Vorbericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

Die Abfahrtsrennen der Herren in der Saison 2019/20

  1. Abfahrtslauf der Herren in Lake Louise

Bei der 1. Saisonabfahrt in Lake Louise sorgte Thomas Dreßen für einen richtigen Paukenschlag. Thomas Dreßen, der vor einem runden Jahr in Beaver Creek schwer zu Sturz kam und seitdem kein Rennen mehr bestritt, konnte sich über den Sieg freuen. Dominik Paris reihte sich vor den beiden, auf Rang drei klassierten Schweizern Carlo Janka und Beat Feuz auf dem zweiten Rang ein. Matthias wurde als bester Österreicher Fünfter. Drittbester Eidgenosse wurde Mauro Caviezel der mit der Nummer 1 das Rennen eröffnete und als Sechster abschwang. Vincent Kriechmayr aus Österreich musste sich mit dem siebten Rang zufriedengeben. Der Norweger Kjetil Jansrud, der Franzose Adrien Théaux und das zeitgleiche US-amerikanische Duo Steven Nyman und Travis Ganong vervollständigen die besten Zehn.

  1. Abfahrtslauf der Herren in Beaver Creek

Auf der Birds of Prey in Beaver Creek konnte sich der Schweizer Beat Feuz über den Tagessieg freuen. Er verwies den Österreicher Vincent Kriechmayr und den Franzosen Johan Clarey, die zeitgleich waren, auf Position zwei. Kriechmayrs Teamkollege Hannes Reichelt verpasste den Sprung auf das Podest knapp und wurde am Ende Vierter. Der im Training stark fahrende US-Athlet Ryan Cochran-Siegle und der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, sowie Dominik Schwaiger belegten hinter dem auf Rang vier abschwingenden Adrian Smiseth Sejersted, die Positionen sechs und sieben. Da der Franzose Adrien Théaux und der Wikinger Kjetil Jansrud auf die Hundertstelsekunde gleich schnell waren, gab es keinen Neuntplatzierten. Der Südtiroler Dominik Paris und der Franzose Matthieu Bailet schwangen zeitgleich als Elfte ab.

  1. Abfahrtslauf der Herren in Bormio (Ersatzrennen Gröden)

Mit einem Traumlauf hat sich der „König der Stelvio“, Dominik Paris, den vierten Abfahrtssieg in Bormio gesichert. Der Südtiroler verwies Beat Feuz aus der Schweiz und den Kärntner Matthias Mayer auf die Plätze zwei und drei. Eine erneut starke Leistung lieferte der Norweger Aleksander Aamodt Kilde ab, der sich vor den mannschaftlich stark auftrumpfenden Franzosen Maxence Muzaton (5.), Matthieu Bailet (6.) und Brice Roger (7.), auf dem vierten Rang einreihte. Hinter dem US-Amerikaner  Travis Ganong reihte sich Lake Louise Abfahrtssieger Thomas Dreßen als bester DSV Rennläufer auf dem neunten Platz ein. Der französische Mitfavorit Johan Clarey rundeten die Top Ten ab.

 

Die «Pista Stelvio»

Die Abfahrt beginnt gleich mit dem steilsten Stück der gesamten Strecke. Der Startschuss hat eine Neigung von 63 % – das ist der steilste Start aller Weltcup-Abfahrten. In kurzen Abständen folgen eine Rechts- und eine Linkskurve. Letztere geht fließend in den Roccasprung über. Eine weitere Rechtskurve führt in die 300 Meter lange Hochgeschwindigkeitspassage Canalino Sertorelli.

Nach einer langgezogenen Linkskurve in das kurze Flachstück Fontana Lunga folgen die anspruchsvollsten und kurvenreichsten Stellen der Abfahrt, die so genannten Hermelin-Kurven und die Traverse Carcentina. Über den kurzen Abschnitt Ciuk geht es weiter zum San-Pietro-Sprung mit Weiten um die 40 Meter.

Der darauf folgende San-Pietro-Schuss ist die schnellste Passage der Strecke, wo Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h erreicht werden. Auch die letzten Abschnitte der Pista Stelvio, Bosco Alto und Feleit, bestehen vorwiegend aus schnellen Kurven. Den Abschluss bilden der Zielsprung und der Zielschuss.

 

Das Skiweltcup-Programm für Bormio 2019

Samstag, 28.12.201 9
11.30 Uhr:
 Abfahrtslauf der Herren in Bormio (Original)
15.30 Uhr: Vitalini Speed Contest – Ski-Stadion

Sonntag, 29.12.2019
Alpine Kombination der Herren in Bormio

11.00 Uhr: Kombi Super-G der Herren
14.00 Uhr: Kombi Slalom der Herren

 

Verwandte Artikel:

Marcel Hirscher: „Henrik Kristoffersen muss für sich gewinnen.“ (Foto: © Red Bull Contentpool / Lucas Pripfl / Red Bull Ring)
Marcel Hirscher: „Henrik Kristoffersen muss für sich gewinnen.“ (Foto: © Red Bull Contentpool / Lucas Pripfl / Red Bull Ring)

Spielberg – Der frühere Skirennläufer Marcel Hirscher aus Österreich hat im Vorfeld des DTM-Rennens in Spielberg mit einem Motorsportfan, in seinem Audi R8 LMS, eine Runde um den Red Bull Ring gedreht. Kurz vor seinem Auftritt erzählte der achtmalige Gesamtweltcupsieger, dass er seinem Mitfahrer gerne eine Freude bereitet. Hirscher selbst durfte einmal Beifahrer von Markus… Marcel Hirscher: „Henrik Kristoffersen muss für sich gewinnen.“ weiterlesen

Aksel Lund Svindal erzählt von seiner Hodenkrebs-Erkrankung und rät zur Vorsorge (Foto: © Joerg Mitter / Red Bull Content Pool)
Aksel Lund Svindal erzählt von seiner Hodenkrebs-Erkrankung und rät zur Vorsorge (Foto: © Joerg Mitter / Red Bull Content Pool)

Der norwegische zweifach Olympiasieger Aksel Lund Svindal musste vor einiger Zeit eine schockierende ärztliche Diagnose verarbeiten. Bei einer Untersuchung wurde ihm mitgeteilt, dass er an Hodenkrebs erkrankt ist. In der Zwischenzeit wurde der 39-Jährige bereits operiert und kann wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken. In einem Internetpost bedankt sich der Norweger bei dem Klinikpersonal und… Aksel Lund Svindal erzählt von seiner Hodenkrebs-Erkrankung und rät zur Vorsorge weiterlesen

Dominik Paris und Aksel Lund Svindal beim „Festivals dello Sport“ (Foto © Georg Pircher)
Dominik Paris und Aksel Lund Svindal beim „Festivals dello Sport“ (Foto © Georg Pircher)

Trient – Der Südtiroler Skirennläufer Dominik Paris war gemeinsam mit seinem langjährigen Widersacher und Freund Aksel Lund Svindal bei der diesjährigen Auflage des „Festivals dello Sport“ zu Gast. Es war ein besonderes Treffen. Der Ultner bereitete sich bis vor kurzer Zeit in Ushuaia vor und zeigte sich zuversichtlich für die bevorstehende WM-Saison. So will er… Dominik Paris will im WM-Winter 2022/23 um Kristall und Medaillen kämpfen weiterlesen

Vorbereitung von Katharina Liensberger läuft auf Hochtouren
Vorbereitung von Katharina Liensberger läuft auf Hochtouren

Sölden/Pitztal – Die österreichische Skirennläuferin Katharina Liensberger bereitet sich nach ihrer Arbeit in der Skihalle im litauischen Druskininkai auf dem Söldener Rettenbachferner auf die kommende Ski Weltcup Saison vor. Dort wird am 22. Oktober der Startschuss für den WM-Winter 2022/23 ertönen. Die Vorarlbergerin hat sehr gute Bedingungen vorgefunden, nachdem die Temperaturen seit dem vergangenen Wochenende… Vorbereitung von Katharina Liensberger läuft auf Hochtouren weiterlesen

Energiekrise: Schladminger Nightrace wird auch 2023 ein Nachtrennen bleiben
Energiekrise: Schladminger Nightrace wird auch 2023 ein Nachtrennen bleiben

Schladming – Am 24. Januar 2023 steigt auf der Schladminger Planai die 26. Auflage des Nachtslaloms. Ferner freuen sich die Steirer über zwei Rennen der Skibergsteiger, die ebenfalls zum Teil unter Flutlicht über die Bühne gehen. Georg Bliem, seines Zeichens Geschäftsführer der Planai-Bergbahnen, rechnet vor, dass ein Abend mit voller Beleuchtung 4.300 Euro kosten wird.… Energiekrise: Schladminger Nightrace wird auch 2023 ein Nachtrennen bleiben weiterlesen