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Livio Magoni glaubte bis zum Schluss an eine Fortsetzung der Kooperation mit Petra Vlhová

Livio Magoni glaubte bis zum Schluss an eine Fortsetzung der Kooperation mit Petra Vlhová

Livio Magoni glaubte bis zum Schluss an eine Fortsetzung der Kooperation mit Petra Vlhová

Liptovský Mikuláš /Bergamo – Obwohl die Beziehung zwischen der slowakischen Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhová und ihrem italienischen Erfolgscoach Livio Magoni während der abgelaufenen Saison perfekt zu funktionieren schien, wurde der Allgemeinheit nach dem letzten Ski Weltcup Rennen in der Schweiz klar, dass irgendetwas nicht stimmte. Das Bild einer harmonischen Idylle um die Slowakin und ihrem Trainer begann zu bröckeln nach einem kontroversen Interview welches Magoni mit der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ führte.

Mehr noch: Während des gesamten Interviews hatte man das Gefühl, dass der italienische Trainer, der bereits vorher die Slowenin Tina Maze zur Gesamtweltcupsiegerin formte, nicht mehr mit der Slowakin zusammenarbeiten wolle und manchmal bestach er mit atypisch scharfen Antworten auf klar strukturierte Fragestellungen.

Magoni meinte auch, dass sich die Skirennläuferin nicht mehr verbessern könne. Zudem kritisierte er das ganze Team bzw. die ganze Familie der Athletin. Obwohl sich der Skitrainer aus Bergamo wenige Tage später bei der Slowakei und seinem Schützling öffentlich entschuldigte, blieb ein fahler Nachgeschmack.

Auf den ersten Blick schien das Zerwürfnis gekittet. Umso überraschender flatterte am gestrigen Dienstag die Nachricht in die Redaktionsstuben, wonach Vlhová und Magoni getrennte Wege gehen werden. Die Skirennläuferin, in Cortina d’Ampezzo zweimal Vizeweltmeisterin geworden, schrieb darüber in sozialen Medien, und die Aussagen aller interessierten Parteien erweckten den Anschein, dass hier mehr Formalität als Diplomatie oder Aufrichtigkeit großgeschrieben werde.

In einem Interview mit Šport24 bestätigte der italienische Journalist Fabio Poncemi (neveitalia.it), dass Magoni die Überzeugung vertrat, dass die mittlerweile fünfjährige Zusammenarbeit mit der Slowakin eine Fortsetzung finden würde. Der gültige Vertrag hätte auch die Olympiasaison 2021/22 betroffen.

Was schließlich zur endgültigen Trennung des erfolgreichen Gespanns führte, ist noch unklar. Viele spekulieren über Geld, Corona, Budgets und vieles mehr. Petras Vater Igor sagte auch, dass Magoni der beste Trainer der Welt sei. Nun hat man gemeinsam das große Ziel erreicht, und es ist die Zeit gekommen, dass sich jeder neuen Aufgaben widmet.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: sport.aktuality.sk

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