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Merci, Julien! Ein großer Skistar verlässt die Bühne

Merci, Julien! Ein großer Skistar verlässt die Bühne. (Foto: © Kraft Foods)

Merci, Julien! Ein großer Skistar verlässt die Bühne. (Foto: © Kraft Foods)

Schladming – Wenn wir uns die morgige Startliste des Nachtslaloms in Schladming anschauen, erkennen wir, dass der ewig junge Franzose Julien Lizeroux dabei ist. Aber Vorsicht: Das 173. Rennen ist das letzte in der Karriere des 41-Jährigen. Er feierte sein Weltcupdebüt am 23. Januar 2000 auf dem Ganslerhang und beendet seine sportliche Laufbahn fast auf den Tag genau 21 Jahre später.

Die Ankündigung des Karriere-Endes erfolgte am heutigen Nachmittag mit einem spektakulären Video in den sozialen Medien, wo wir auch seine um zehn Jahre jüngere Freundin Tessa Worley sehen. Just vor einem Jahr fuhr er mit einem beachtlichen zwölften Platz in Schladming vor gut 40.000 Fans das letzte Mal in die Punkteränge.

Jetzt wird es dunkel, denn wenn das Flutlicht in Schladming erlischt, wird er abgetreten sein. Er hätte ja auch auf das Saisonfinale oder die Einsätze in Chamonix verweisen können, aber es stimmt etwas traurig, dass keine Fans stehend applaudieren können. In seiner Karriere kletterte der erfahrene Athlet der Grand Nation neunmal aufs Podest; dreimal konnte er ein Rennen gewinnen. Zwischen 2009 und 2010 stand er in Kitzbühel, Kranjska Gora und Adelboden ganz oben.

In Erinnerung ist uns auch der Gewinn zweier Silbermedaillen im Rahmen der Heim-WM in Val d’Isère vor zwölf Jahren. Lizeroux, der sich einmal mit einem Purzelbaum vom Starthaus katapultierte, gelang sowohl in der Super-Kombination als auch im Torlauf die zweitbeste Zeit. Nun, auch wenn die Schlachtenbummler nicht dabei sind, wollen wir uns vor dem Franzosen verneigen. Mit ihm tritt ein großer Charakter von der Internationalen Ski-Bühne ab. Merci, Julien! Chapeau! Au revoir! Es ist davon auszugehen, dass der Neo-Skipensionist seiner Tessa Worley auf dem Weg zur möglichen dritten WM-Riesentorlauf-Goldmedaille viel Unterstützung geben wird, selbst wenn auch beim saisonalen Höhepunkt in Italien keinerlei Anhänger zugelassen sind.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: neveitalia.it

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