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Nicol Delago will ihren Erfolgslauf des vergangenen Winters fortsetzen

Nicol Delago will ihren Erfolgslauf des vergangenen Winters fortsetzen (Foto: Skiweltcup.TV / Walter Schmid)

Nicol Delago will ihren Erfolgslauf des vergangenen Winters fortsetzen (Foto: Skiweltcup.TV / Walter Schmid)

Wolkenstein – Die Grödnerin Nicol Delago, die im letzten Winter oft über sich hinausgewachsen ist, sieht im Skirennsport die schönste Sache ihres Lebens. Sie ist 23 Jahre jung und möchte auch in der nächsten Saison von sich hören lassen. Als Kind war sie immer im Zielraum der Saslong zu sehen und sammelte Autogramme. Im Dezember, als die Speed-Damen auf der bekannten Strecke eine Abfahrt bestritten, fuhr sie gleich zu Platz zwei. Die Hausherrin strahlte vor Glück. Ein Traum ging in Erfüllung. Und welche Träume hat die Südtirolerin noch? Was kommt als nächstes.

Nicol Delago, deren Schwester Nadia auch nun im Weltcup Fuß fassen möchte, träumt von einer Teilnahme bei den Weltmeisterschaften 2021 in Cortina d’Ampezzo und bei den Olympischen Winterspielen, die ein Jahr später in der chinesischen Hauptstadt Peking ausgetragen werden.

Noch zwei Jahre sind bis dahin, aber die Skirennläufern bereitet sich optimal vor. Sie trainiert auch mit Kristian Ghedina. Der Abfahrtsstar früherer Tage ist ein Botschafter der Welttitelkämpfe in Cortina d’Ampezzo. Man muss den Plan finden und schnell sein. Das Geheimnis des Beschleunigens ist es, den Ski zu beladen, das heißt mit dem Schienbein auf die Lasche des Schuhs zu drücken.

Die ältere Delago-Schwester weiß, wie man es macht. Sie muss mit ihrem Becken höher bleiben und nach vorne gehen, um den geschwungenen Eingang optimal zu nutzen. Sie muss auch lernen, mit sich selbst umzugehen, damit sie von Anfang bis zum Ende ihr Bestes geben kann. In Gröden nutzte sie die großartige Gelegenheit und hörte den Jubel, der ihr einen großen Schub gab. Der zweite Platz und der minimale Rückstand von 0,14 Sekunden auf Ilka Stuhec waren grandios. Ein weiterer fünfter und siebter Rang und zwei gute Resultate bei der Weltmeisterschaft in Åre machen Hunger auf mehr.

Nicol Delago hat ihr Ziel, die Top-10 zu erreichen, erreicht. Es war für sie ein sehr positiver Winter. Sie hatte immer die Münze als Glücksbringer in der Tasche, die Elena Fanchini ihr für Copper Mountain gab. Die Grödnerin pflegt eine besondere Beziehung zu ihrer Teamkollegin, die den Krebs besiegt hat. Und Nicols Schwester Nadia gab in Cortina d’Ampezzo ihr Weltcupdebüt. Beide Schwestern tanken Kraft in der Familie.

Nicol mag ihren Hund Mika, die Musik, die Spaziergänge und ihren Freund. Wenn sie mal die Skier in die Ecke stellt, weiß sie, wie man abhebt und delegiert. Es ist kein Zufall, dass ihr zweiter Glücksbringer eine Ente ist. Diese wurde ihr von einem Skimann geschenkt. Für die Südtirolerin ist es wichtig, Menschen um sich zu haben, die dich leiben und auf die man sich verlassen kann, wenn man müde ist. Es ist bedeutend, auch ein Vertrauen zu den Trainern der Nationalmannschaft, der Osteopathin und der Physiotherapeutin zu haben. Delago ist froh, das richtige Mannschaft aufgebaut zu haben. Jetzt geht es weiter mit den Arbeiten.

Nicol Delago vertraut auch ihrem Trainer Much Mair. Der Pusterer, der auch im Weltcup als Abfahrer unterwegs war und jetzt als Betreuer arbeitet, weiß, dass man Geduld haben muss. Man muss die Fehler einschätzen. Man muss viel investieren, um die Geschwindigkeit zu erkennen. Auf den Bodenwellen gewinnt man keine Rennen, aber man kann verlieren. Auf der Olimpia delle Tofane gibt es viele davon, und im Jahr 2021 eist es verboten, Fehler zu machen. Denn dann werden die weltmeisterlichen Medaillen vergeben.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.lastampa.it

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