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ÖSV-Slalom-Herren sind wieder eine Macht

Marko Schwarz in Adelboden, nach seinem ersten Sieg in einem Ski Weltcup Slalom

Marko Schwarz in Adelboden, nach seinem ersten Sieg in einem Ski Weltcup Slalom

Adelboden – Der Kärntner Marco Schwarz hat mit seinem Sieg am Sonntag in Adelboden seinen ersten Erfolg bei einem Ski Weltcup Slalom gefeiert. Darüber hinaus konnte das Team Austria über den ersten Triumph bei einem Technikrennen nach dem Marcel-Hirscher-Zeitalter jubeln. Zum Drüberstreuen holte sich Schwarz dank des Hunderters auf dem Chuenisbärgli das rote Trikot des Führenden in der Disziplinenwertung, das bis dahin von seinem Mannschaftskollegen Manuel Feller getragen wurde.

Schenkt man dem glücklichen Trainer Marko Pfeifer Glauben, sieht er seine drei Schützlinge Schwarz, Feller und Michael Matt auf einer ähnlichen Leistungsstufe, um bei einem Rennen die Nase vorn zu haben. Für den Kärntner war der Weg lange, um erfolgreich zu sein. Nun hoffen alle, dass es in dieser Tonart weiter geht und dass Marco Schwarz, der bei der Ski-WM im schwedischen Åre drei Medaillen holte, befreiter fahren kann. Zudem sei der Skirennläufer aus dem südlichsten Bundesland Österreichs lernfähiger und reifer geworden. Die mentale Stärke ist auch eine positive Seite, und das macht alles in allem ein mehr als gutes Gesamtpaket aus.

In den bisherigen Slaloms raste Schwarze auf die Ränge drei, neun und eins. Jetzt stehen die Klassiker auf dem Programm. „Blacky“ will auch hier seine Konstanz unter Beweis stellen und seine beste Leistung abrufen. Zudem kann sich der Skirennläufer auf sein Können und das Material verlassen. Das arbeitsaufwendige Programm – vier Einsätze in fünf Tagen – zehrt natürlich auch an den Kräften, aber der Athlet hat alles und viel mehr aus sich herausgeholt: mit Erfolg, wie es die nackten Zahlen eindrucksvoll beweisen.

Am kommenden Wochenende gibt es zwei Torläufe in Flachau. Coronabedingt gibt es kein Rennen in Wengen und Kitzbühel. Die Formkurve von Schwarz zeigt nach oben, und die Gegnerschaft wartet lechzend auf Fehler. Aber man darf nicht abheben, sondern von Rennen zu Rennen schauen und sich im Bedarfsfall steigern. Der Trainer gibt die Marschrichtung vor und die Ski-Asse, die sich über ein gutes Mannschaftsklima freuen, folgen den Anweisungen der Betreuer. Das Miteinander ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor; der Mannschaftsgeist darf natürlich nicht fehlen. Selbst wenn man auf dem Hang alleine für sich und seine Leistung verantwortlich ist, ist der Zusammenhalt einzigartig und ein wesentlicher Punkt des Erfolges.

Blicken wir auf die Disziplinenwertung. Nach vier Slaloms hat Schwarz 249 Zähler gesammelt. Linus Straßer aus Deutschland liegt 16 Punkte zurück. Manuel Feller, der in Adelboden durch seinen blöden Einfädler punktelos blieb, hat 210 Punkte auf seinem Konto. Der Rest liegt schon etwas weiter zurück. Aber der Führende weiß, dass man sich keinesfalls auf den Lorbeeren ausruhen darf. Ein Fehler, ein Ausfall und eine maximale Ausbeute der Gegner könnte die Rangliste ordentlich durcheinanderwirbeln.

Michael Matt, der in Alta Badia und Madonna di Campiglio mit den Plätzen 15 und 16 durchwachsen in den Winter startete, zeigte mit zwei vierten Positionen seine stark ansteigende Formkurve. ÖSV-Trainer Pfeifer weiß, dass das nicht nur gut für das Selbstvertrauen ist, sondern, dass sich auch der Knoten löst. Der Tiroler kommt zur richtigen Zeit in Form und ist ohne Zweifel auch bei den Weltmeisterschaften in den bellunesischen Dolomiten ein Medaillenkandidat.

Um welche Edelmetallfarbe er kämpfen kann, können die bevorstehenden Weltcuprennen zeigen. Er will beim saisonalen Höhepunkt in der ersten Gruppe an den Start gehen. Dann ist alles möglich. Als Vierter vom sehr knappen Slalom von Adelboden lag er nur um winzige 0,03 Sekunden hinter dem zweiten Platz. Dessen ungeachtet ist auch Pfeifer mehr als nur glücklich, was die Leistungen des Arlbergers betrifft.

 

Rennprogramm Flachau

Samstag, 16. Januar 2021
Slalom Herren, 1. Durchgang, Start 09.30 Uhr
Slalom Herren, 2. Durchgang, Start 12.30 Uhr

Sonntag, 17. Januar 2021
Slalom Herren, 1. Durchgang, Start 10.30 Uhr
Slalom Herren, 2. Durchgang, Start 13.45 Uhr

 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: sport.orf.at

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