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SKI WM 2019: Mikaela Shiffrin ist Super-G Weltmeisterin 2019

SKI WM 2019: Mikaela Shiffrin ist Super-G Weltmeisterin 2019

SKI WM 2019: Mikaela Shiffrin ist Super-G Weltmeisterin 2019

Die erste Medaillenentscheidung bei der Ski-Weltmeisterschaft 2019 ist gefallen. In einem wahren Hundertstelkrimi sicherte sich die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin in einer Zeit von 1:04.89 Minuten die Goldmedaille und den Weltmeistertitel. Die italienische Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia (2. – + 0.02) verpasste den Sieg um zwei Hundertstelsekunden, konnte sich aber auch über die Silbermedaille von Herzen freuen. Für eine kleine Überraschung sorgte die Schweizerin Corinne Suter (3. – + 0.05), die sich nach einer beherzten Fahrt mit der Bronzemedaille belohnte.

Während der Servicemann von Mikaela Shiffrin andeutete, dass die US-Amerikanerin bei der WM-Kombination am Freitag nicht an den Start gehen wird, und sich ab heute auf ihre Paradedisziplinen Riesenslalom und Slalom konzentriert, lies sich die Super-G Weltmeisterin im Interview mit dem ORF einen Start noch offen.

Mikaela Shiffrin: „Es ist einfach unglaublich! Ich habe das wirklich nicht erwartet. Ich sage das bei jedem Rennen, ich weiß. Aber meine Trainer sind in München hängengeblieben, sind erst in der Nacht hier in Are angekommen. Ich hatte nur die Hälfte meiner Ausrüstung. Aber ich habe gesagt: Versuchen wir’s, und es hat geklappt. Es war so eng heute. Ich wollte wirklich aggressiv fahren. Ich weiß nicht, ob das jetzt an meinen WM-Plänen etwas ändert. Ich werde das mit den Trainern besprechen und dann heute Abend oder morgen entscheiden. Aber jetzt werde ich erst einmal diesen Tag genießen.“

Sofia Goggia: „Diese Medaille bedeutet mir unheimlich viel. Überhaupt die Chance zu haben, hier zu sein und meine Karten ausspielen zu können, ist ein Traum nach den letzten Monaten. Ich habe mich richtig darauf gefreut. Ich hatte viele Leute, die mir geholfen haben. Aber letztlich musst du selbst den Schritt aus dem Starthaus machen. Ich habe meine Karten ausgespielt, oben war ich vielleicht noch etwas zu zurückhaltend. Ich war mir nicht sicher, ob das für eine Medaille reichen wird.“

Corinne Suter: „Ich glaube, ich bin mir in den letzten Jahren etwas selbst im Weg gestanden, die Lockerheit hat gefehlt. Als dann heute der Start nach unten verlegt wurde, war alles sehr hektisch und ich hatte keine Zeit zum Nachdenken. Ich glaube, das war das Beste für mich. Das Warten im Ziel war schon sehr schwer. Ich war zuletzt ein paar Mal Vierte, da war das Glück nicht auf meiner Seite. Aber heute bei der WM auf dem Podest zu stehen, das ist schon sensationell.“

Daten und Fakten
WM-Super-G der Damen 2019 in Are

Offizielle FIS-Startliste – Super-G der Damen in Are
Offizieller FIS-Liveticker – Super-G der Damen in Are
Offizieller FIS-Endstand – Super-G der Damen in Are

Besonders bitter endete der 1. Weltmeisterschaftstag für Vikoria Rebensburg (4. – + 0.07). Auf die Goldmedaille fehlten der Oberbayerin gerade einmal sieben, auf eine Medaille gar nur zwei Hundertstelsekunden.

Das Italienische Team konnte sich neben der Silbermedaille von Sofia Goggia, auch über eine sehr starke Mannschaftsleistung freuen. So klassierte sich Nadia Fanchini (5. – + 0.14) auf Platz fünf, Francesca Marsaglia (7. – + 0.24) auf Rang sieben und Federica Brignone (10. – + 0.54) auf dem zehnten Platz.

Dazwischen schoben sich die Norwegerin Ragnhild Mowinckel (6. – + 0.16), die slowenische Abfahrts-Weltmeisterin Ilka Stuhec (8. – + 0.26) und Lara Gut-Behrami (9. – + 0.48) aus der Schweiz.

Enttäuschen verlief der WM-Auftakt für das ÖSV-Team. Titelverteidigerin Nicole Schmidhofer (11. – + 0.69) musste sich als beste Österreicherin mit Rang elf begnügen, Ramona Siebenhofer (15. – + 1.19) beendete das Rennen auf Platz 15, Stephanie Venier schied aus und Christina Ager kam zu Sturz.

Nicole Schmidhofer: „Ich bin zwei Tore zu gerade angefahren, was für mich eher untypisch ist. Hier kann man sich keinen Fehler erlauben, bei meiner Fahrt waren leider zwei dabei. Ich habe alles riskiert, aber nix gewonnen. Aber besser so, als ich hätte es ‚verbremst‘. Mit den Fehlern fehlt dir das Tempo, sonst hätte es eh gepasst. So wie ich gefahren bin war grundsätzlich gut, aber bei zwei Toren habe ich nicht meine schlaue Schmidi-Linie ausgepackt, leider.“

Mit der Liechtensteinerin Tina Weirather und Stephanie Venier sind zwei Top-Favoriten nach einem Fahrfehler ausgeschieden.

Für eine Schrecksekunde sorgte Lindsey Vonn. Bei der Anfahrt zum Sprung ist sie US-Amerikanerin direkt in ein Tor gesprungen, kam zu Sturz und landete im Sicherheitsnetz. Laut ersten Informationen ist die 34-Jährige nicht schwerer verletzt und konnte auch selbstständig ins Ziel abfahren. Neben Vonn stürzte auch ihre Teamkollegin Laurenne Ross. Auch sie konnte ihre Skier wieder anschnallen und ins Tal abfahren.

Der Start beim WM-Super-G der Damen musste um vier Tore nach unten verlegt werde. Grund dafür ist der etwas böig auffrischende Wind. Der Jurybeschluss sollte für ein faires Rennen sorgen, welches bei Sonnenschein und auf einer gut präparierten Piste ausgetragen wurde. Am Start, auf 898 Höhenmeter lagen die Temperaturen bei minus neun Grad. Im Ziel auf 396 m ist das Thermometer gar auf minus 21 Grad gefallen. Die Strecke war nach der Startverlegung statt 1903 Meter „nur“ noch 1670 Meter lang.

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