31 März 2022

Um die Zukunft des Schweizer Skirennsports müssen wir uns keine Sorgen machen

Ski Weltcup Saison 2022/23: Neues aus dem Regelwerk
Ski Weltcup Saison 2022/23: Neues aus dem Regelwerk

Muri bei Bern – Mit neun (davon fünf Gold)Medaillen schlugen die alpinen Skirennläuferinnen und -läufer aus der Schweiz bei den Olympischen Winterspielen in China ordentlich zu. Außerdem holte Marco Odermatt nach zwölf Jahren wieder die große Kristallkugel für sein Land. Auch wenn Österreich im Nationencup wieder die westlichen Nachbarn überholte, gibt es ein paar Fragen, die es zu beantworten gibt. Im Nachwuchsbereich stehen motivierte Talente am Start, da muss man sich keine Sorgen machen. Vor sieben Jahren lag das Swiss-Ski-Kontingent nur auf dem vierten Rang und das ÖSV-Team hatte mehr als doppelt so viele Zähler gesammelt.

Früher wurden die ewigen oder schlampigen Talente aussortiert. Man kann sich von der Maßnahme verabschiedet. Jede Athletin und jeder Athleten wird nach Stärken und Schwächen evaluiert. Junge bekommen die Möglichkeit, bei den Großen mitzufahren. Niemand darf verheizt werden. Umso schöner ist, wenn beispielsweise eine Priska Nufer mit 30 Lenzen ihr erstes Weltcuprennen, noch dazu auf heimischen Schnee in Crans-Montana, gewinnt. Zudem dürfen die jungen Skirennläuferinnen und -läufer keine Angst einmal einen Fehler zu machen. Auch de zuständigen Trainer wird die Zeit gelassen, ein Team zu formen. Die Formel ist einfach, im Spitzensport sollte jede und jeder mit Freude dabei sein, auch wenn einmal etwas nicht nach Wunsch verläuft.

Das Swiss-Ski-Aufgebot besteht aus 101 Athletinnen und Athleten. Alle pushen sich gegenseitig, lieben den Vergleich und lernen von den eigenen Idolen. Es ist klar, dass diese Dynamik sehr wertvoll ist. Auch muss man Spätzündern etwas Zeit geben. Parallel dazu heißt das nicht, dass man sich ausruhen soll.

Viele junge Skifahrerinnen und -fahrer geben, nachdem sie als Kind erfolgreich waren, oft schnell auf. Wichtig ist, dass man sie nicht fallen lässt. Der Sport, auch wenn es nicht für die ganz große Karriere reicht, kann auch eine Schule fürs Leben sein, und auch in gesellschaftlicher Hinsicht ist er wertvoll.

Klarerweise wissen die Swiss-Ski-Verantwortlichen, dass der Etat wächst und wächst. In den regionalen Verbänden wird viel in die Jugendarbeit investiert. So können die Ski-Stars von morgen in den drei Leistungszentren früher oder später ihr Talent unter Beweis stellen. In der warmen Jahreszeit dürfen sie auch einmal auf einer Weltcuppiste in Zermatt arbeiten. Selbst wenn der Weg zu den ganz Großen noch weit ist, kann so etwas extrem motivieren. Eine gut durchdachte Struktur in der Nachwuchsförderung, auch wenn sie manchmal nicht ideal ist, kann auch ein richtungsweisender Schritt in die Zukunft darstellen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: blick.ch

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