25 November 2019

Über Henrik Kristoffersen und seine wiedergefundenen „Rechtsschwung“

Über Henrik Kristoffersen und seine wiedergefundenen "Rechtsschwung"
Über Henrik Kristoffersen und seine wiedergefundenen „Rechtsschwung“

Levi – Um einer der weltbesten Slalomfahrer zu werden, musste Henrik Kristoffersen sich eingestehen, dass seine eigentlich größte Stärke eine Schwäche war. „Wenn man in einer Ski Weltcup Saison fünf, sechs Rennen gewinnt und dann in der darauffolgenden Saison kein einziges Mal auf die höchste Stufe des Podests klettert, ist das schon enttäuschend. Ich bin zwei Jahre lang keine saubere Rechtskurve gefahren“, berichtet der Wikinger etwas entnervt.

Bereits im Laufe der letzten Saison wusste der Norweger, dass er etwas ändern muss. Aber das geht bekanntlich nicht von heute auf morgen. Ferner dauert es immer lange, eine Routine, bzw. diese Gewohnheit abzulegen. Nimmt man Umstellungen vor, kann sich das gesamte System ändern und wenn man an der falschen Schraube dreht wird plötzlich alles noch viel langsamer.

Henrik Kristoffersen hatte im Slalom alles daran gesetzt um schneller als sein Konkurrent Marcel Hirscher zu werden. Er arbeitete die gesamte letzte Saison an seinem Setup und seiner Technik. Doch je aggressiver er seinen Stil änderte, je enger er seinen Rechtsschwung setzte, umso weiter wurde der Abstand zum Österreicher.

Seine angedachte Stärke, der eng gesetzte Rechtsschwung wurde zu seinem Problem. Wenn er einen kleinen Fehler machte, dauerte es zu lange, bis er wieder seinen Rhythmus fand. Bei seinen Trainingsläufen bemerkte der Norweger, wenn er sich vor dem Tor etwas mehr Platz gibt, kann man eines Tages extrem schnell werden.

Aber Gewohnheiten und gelernte Routinen abzulegen ist nicht immer einfach. Kristoffersen konnte nicht garantieren, dass die Änderungen sofort wirksam würden. Aber beim Slalom in Levi hat es geklappt. Jetzt sieht es besser aus. Das Ergebnis in Finnland ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.nrk.no

Verwandte Artikel:

Katharina Liensberger freut sich als amtierende Weltmeisterin besonders auf ihr Heim(parallel)rennen in Lech/Zürs
Katharina Liensberger freut sich als amtierende Weltmeisterin besonders auf ihr Heim(parallel)rennen in Lech/Zürs

Lech/Zürs – In gut drei Wochen macht die Skiweltcupsaison 2021/22 wieder in Österreich, dieses Mal am Arlberg Station. In Lech/Zürs findet das einzige Parallelrennen statt. Wenn wir den Bewerb im Rahmen der Olympischen Winterspiele in China ausklammern, ist das Rennen im Ländle das einzige seiner Zunft, welches über die Bühne geht. In der Flexenarena bei… Katharina Liensberger freut sich als amtierende Weltmeisterin besonders auf ihr Heim(parallel)rennen in Lech/Zürs weiterlesen

Nicole Schmidhofer und Co. blicken auf die Olympischen Winterspiele in Peking (Foto: © ÖSV)
Nicole Schmidhofer und Co. blicken auf die Olympischen Winterspiele in Peking (Foto: © ÖSV)

Lachtal – Die österreichische Skirennläuferin Nicole Schmidhofer, ihres Zeichens Super-G-Weltmeisterin im Jahre 2017, kämpft sich nach einer sehr schweren Verletzung zurück. Ihr großes Ziel ist es, in China dabei zu sein und die rot-weiß-roten Farben bei den Olympischen Winterspielen vertreten zu dürfen. Sie arbeitet eisern und hart und will sich diesen Traum erfüllen. Ihre Teamkollegin… Nicole Schmidhofer und Co. blicken auf die Olympischen Winterspiele in Peking weiterlesen

Ester Ledecká nutze Saison Opening in Sölden zum Testen (Foto: © Ondřej Pýcha / Red Bull Content Pool)
Ester Ledecká nutze Saison Opening in Sölden zum Testen (Foto: © Ondřej Pýcha / Red Bull Content Pool)

Sölden – Zum Start der alpinen Skiweltcupsaison 2021/22 ging die tschechische Speedspezialistin Ester Ledecká auch beim Riesentorlauf in Sölden an den Start. Sie nutzte den Umstand, dass ihre Paradedisziplinen und die Snowboardsaison noch nicht begonnen haben. Mit dem 47. Rang konnte sie sich nicht für den Finallauf qualifizieren. Auf den einen Durchgang angesprochen, meinte die… Ester Ledecká nutze Saison Opening in Sölden zum Testen weiterlesen

Comeback beim Weltcup Opening: Simon Maurberger ist wieder zurück (Foto: ueberall.eu)
Comeback beim Weltcup Opening: Simon Maurberger ist wieder zurück (Foto: ueberall.eu)

Sölden – Welche Bedeutung kann ein 20. Platz bei einem Weltcuprennen für einen Skirennläufer haben? Eine sehr positive, wenn wir den Fall des Südtirolers Simon Maurberger unter die Lupe nehmen. Der 1995 geborene Ski Weltcup Rennläufer aus dem Ahrntal war eineinhalb Jahre außer Gefecht. Eine Knieverletzung und Komplikationen ohne Ende hätten vielleicht bei dem einen… Comeback beim Weltcup Opening: Simon Maurberger ist wieder zurück weiterlesen

Felix Neureuther kritisiert Aussagen von FIS-Präsidenten Johan Eliasch
Felix Neureuther kritisiert Aussagen von FIS-Präsidenten Johan Eliasch

Sölden – Kaum sind die ersten Skirennen in der Saison 2021/22 Geschichte, gehen schon die Wogen hoch. Die Ideen des neuen FIS-Präsidenten Johan Eliasch stoßen nicht überall auf Gegenliebe. ARD-Experte und Ex-DSV-Skirennläufer Felix Neureuther gab seine Meinung dazu ab und übte Kritik. Aufgrund schmelzender Gletscher und wärmeren und kürzeren Wintern ist die Situation alles andere… Felix Neureuther kritisiert Aussagen von FIS-Präsidenten Johan Eliasch weiterlesen

Banner TV-Sport.de