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Vincent Kriechmayr weiß im zweiten Probelauf die „Streif“ zu zähmen

Vincent Kriechmyar und die ungewollte Tagesbestzeit auf der Streif

Vincent Kriechmyar und die ungewollte Tagesbestzeit auf der STreif

Kitzbühel – Der österreichische Skirennläufer Vincent Kriechmayr hat das zweite Abfahrtstraining in Kitzbühel in einer Zeit von 1.55,48 Minuten für sich entschieden. Der entfesselt fahrende Italiener Matteo Marsaglia (+0,44) preschte mit der Startnummer 25 noch auf Platz zwei vor; Kriechmayrs Teamkollege Max Franz (+0,45) schwang als Dritter ab.

 

Vincent Kriechmayr: „Es ist etwas ärgerlich, eigentlich wollte ich keine Trainingsbestzeit haben. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Konkurrenz heute noch blufft. Jetzt muss ich mir die ganze Zeit die Fragen gefallen lassen von den Journalisten. Wenn man weiter hinten ist, ist man nicht der Favorit und hat seine Ruhe. Aber die Fahrt war schon sehr gut, und es war auch mein Ziel, dass ich schon etwas Gas gebe. Das ist mir ganz gut gelungen. Aber es zählt erst morgen. Das was heute gut war, muss ich morgen im Rennen umsetzten.

Max Franz: „Mir war der Zielsprung gestern schon zu weit, und jetzt ist der Speed auch noch etwas höher als gestern. Wenn man dann Luft unter dem Ski bekommt, dann wird es gefährlich. Weit springen können wir, aber so etwas ist halt wirklich gefährlich. Hier runter darf man keinen Blödsinn machen. Gestern war das Training mit Startnummer 2 etwas vorsichtiger von mir. Heute habe ich einiges probiert, und es war schon ganz okay. Im Großen und Ganzen bin ich schon zufrieden.“

 

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4. Ski Weltcup Abfahrt der Herren in Kitzbühel 2020/21

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Der Südtiroler Dominik Paris (+0,84), der in seinem Haus eine ganze Gamsherde sein Eigen nennen darf, klassierte sich auf Position vier. Der Eidgenosse Carlo Janka (+1,10) belegte den fünften Platz. Sechster und gleichzeitig bester Deutscher war Andreas Sander (+1,13), der sich auf Rang sechs wiederfand. Die US-Amerikaner, allen voran Travis Ganong (7. +1,22) waren heute etwas ruhiger unterwegs.

 

Dominik Paris: „Die Geschwindigkeit vor dem Zielsprung ist sehr hoch und da geht es sehr weit, da muss man vor dem Rennen noch was machen. Wenn wir da mit Vollgas kommen, könnte es beim Rennen zu weit gehen. Gegenüber gestern war meine Fahrt schon eine gute Steigerung. Ich hatte ein gutes Gefühl beim Fahren und war voller Freude im Ziel. Die Konkurrenz ist stark, da muss man erst schauen was morgen und am Sonntag möglich ist. Ein kleiner Fehler, dann ist die Zeit weg. Es muss von oben bis unten alles passen.“

 

Bester Franzose war Nicolas Raffort (+1,38) auf Position acht. Dahinter vervollständigten Ganongs Teamkollege Jared Goldberg (+1,44) und Matthieu Bailet (+1,75) die besten Zehn des Abschlusstrainings auf der „Streif“. Das DSV-Trio Josef Ferstl (+1,80), Dominik Schwaiger (+1,87) und Romed Baumann (+2,21) positionierte sich auf den Rängen elf, zwölf und 20. Dazwischen reihten sich der Schweizer Beat Feuz (+2,03) und die beiden Team-Austria-Herren Daniel Danklmaier (+2,12) und Otmar Striedinger (+2,17) auf den Plätzen 16 und 18 ein. Ryan Cochran-Siegle, der gestern die schnellste Zeit beim 1. Abfahrtstraining erzielte, und durchaus als Mitfavorit angesehen werden muss, klassierte sich, nach einem Fehler im oberen Teil der Streif, auf dem 21. Rang.

 

Ryan Cochran-Siegle: „Eigentlich war es ein guter Lauf, bis auf oben. Ich bin da etwas zu tief gewesen, habe einen Kick bekommen, und war doch etwas überrascht. Morgen sollte mir das nicht passieren. Aber am Renntag ist man noch konzentrierter und mental bin ich gut drauf.“

 

Vorjahressieger Matthias Mayer aus Österreich sparte seine Kräfte und landete außerhalb der besten 30. Er wird wohl eindeutig mehr aus sich herausholen. Der Franzose Johan Clarey hob beim Zielsprung ab und landete im Sicherheitsnetz, doch Gott sei Dank hat er sich bis auf ein paar Prellungen nicht schwer verletzt.

 

Matthias Mayer: „Es waren Passagen dabei, wo ich einfach zu viel rausgenommen habe. Ähnlich wie gestern, auch noch nicht mit der Sicherheit, die man braucht um ganz vorne mitzufahren. Es ist heute noch etwas wärmer als gestern, und der Schnee ist schon mehr frühlingshaft. Oben ist es sehr eisig, aber im unteren Teil schon sehr weich. Morgen ist Rennen, da heißt es dann Gas geben. Natürlich werde ich dann mein Bestes probieren.“

Johan Clarey: „Im Moment ist alles soweit okay. Aber ich habe schon Schmerzen am ganzen Körper. Der Aufprall im Netz war wirklich hart. Jetzt spüre ich meine Arme und auch der Kopf schmerzt etwas. Ich habe keine größeren Verletzungen, aber wir müssen morgen abwarten ob ich an den Start gehen kann. Aber das könnte schwierig werden.“

 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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