7 Oktober 2020

Bei den ÖSV Damen steigt die Vorfreude auf das Ski Weltcup Opening in Sölden täglich

Franziska Gritsch möchte auch heuer optimal in die Skisaison starten (Foto: Franziska Gritsch / privat)
Franziska Gritsch möchte auch heuer optimal in die Skisaison starten (Foto: Franziska Gritsch / privat)

Sölden – Trotz Corona sind die österreichischen Ski-Damen höchst erfreut, dass der Ski Weltcup Winter 2020/21 endlich beginnt. Der sportliche Leiter, Christian Mitter und seine Damen sind zuversichtlich, dass in zehn Tagen alles reibungslos über die Bühne geht, wenngleich keine Zuschauer mit von der Partie sind und das übliche Drumherum auf das Wesentlichste beschränkt wurde. Man möchte zeigen, dass man die Lage in Griff hat.

Trotz einiger Nebelschwaden haben die rot-weiß-roten Damen bis Samstag in Sölden trainiert. Auf die Hygieneregeln angesprochen, stellte Mitter klar, dass sich alle ihrer Verantwortung bewusst sind. Auch wenn Corona den Trainingstag mitbestimmt, will man sich auf das Skifahren konzentrieren.  Außerdem werde man von Rennen zu Rennen schauen und den Blick so schärfen. Alle sind sich einig, dass die neue Saison eine mit vielen unbekannten Faktoren ist, sodass man mit Flexibilität aufwarten muss.

Auch Eva-Maria Brem musste sich zunächst an die neue Situation gewöhne. Jede Athletin muss nun Verantwortung tragen, und einer auf den anderen schauen, um sich nicht gegenseitig vor oder während der Saison anzustecken. Deshalb appelliert die Tirolerin für ein mehr an Solidarität, wenn es gegen eine Verbreitung des Virus geht.

Ramona Siebenhofer sieht in der Saison ein sehr spezielles Jahr. Für sie ist es bedeutend, dass es überhaupt Rennen gibt. Auch Stephanie Brunner nimmt Corona nicht auf die leichte Schulter, will sich aber nicht zu sehr damit belasten. Ähnlich argumentiert Bernadette Schild, die ein rundes Jahr nach ihrem Sturz vielleicht in Sölden ihr Comeback feiert. Franziska Gritsch, die einen Steinwurf von Sölden entfernt wohnt, bezeichnet den Umgang mit der Thematik bereits als Alltag.

Mitter ist dankbar, dass man den Sport ausüben kann, auch wenn es ohne Schlachtenbummler in Sölden komisch sein wird. Siebenhofer meint, dass ihr die Emotionen im Ziel fehlen werden und Schild vertritt die These, dass das Fehlen der Fans schon schwierig sei. Nach der unfreiwilligen und in der gleichen Weise abrupten Beendigung der letzten Saison freut sich Brem auf jedes einzelne Rennen, das im bevorstehenden Winter über die Bühne gehen wird.

Bis zum Samstag bleiben Brem und Co. noch im Ötztal, ehe sie nach bestem Wissen und Gewissen vorbereitet, am 17. Oktober zurückkehren und beim Rennen an den Start gehen. Auch wenn coronabedingt keine Übungseinheiten im Süden Amerikas möglich waren, hat man in Saas-Fee, Zermatt und Sölden intensiv arbeiten können und – als positiven Nebeneffekt sozusagen – die Skitage vermehren können.

Brunner schwärmt vom guten Training. Nach einer sehr langen Verletzungspause will sie bald angreifen. Noch ist es offen, ob ihre Mannschaftskollegin Schild und sie am Rettenbachferner fahren werden. Es steht auch eine interne Qualifikation an. Gritsch wurde im letzten Jahr Siebte. Diese Platzierung hat ihr getaugt, und daher ist es kein Geheimnis mehr, dass sie auch heuer auf heimatlichem Schnee unter die besten Zehn des Klassements fahren möchte.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: kleinezeitung.at

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