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Der dicht gedrängte Skikalender um Weihnachten sorgt für Unmut

Einen Tag vor Weihnachten kämpfen die Ski Weltcup Athleten beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia um Weltcuppunkt.

Einen Tag vor Weihnachten kämpfen die Ski Weltcup Athleten beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia um Weltcuppunkt.

Alta Badia/Hochabtei – Morgen müsste, wenn das Wetter es zulässt, der Riesentorlauf der Herren auf der Gran Risa stattfinden. Am Montagabend folgt der Parallel-Riesenslalom. Bereits drei Tage später bestreiten die Speedspezialisten ihr erstes Abfahrtstraining in Bormio.

Dieser dichte Kalender sorgt bei einigen Athleten nicht gerade für Jubelstimmung. FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis versteht die Klage keineswegs, zumal dieser Kalender seit drei Jahren bekannt ist. Und ferner wurde kein Rennen kurzfristig eingefügt.

Überdies versucht der Weltskiverband immer, einen guten Mittelweg im Einklang mit den Skinationalmannschaften und den Sportlern zu finden und den Skikalender demnach zu gestalten.

Lewis meint aber auch, dass die Weihnachtszeit zur Arbeitszeit den Wintersportler gehöre. In der warmen Jahreszeit hätten sie mehr Zeit; und der Winter ist ihrer Meinung nach jene Zeit, in der der Sport stattfindet.

Auch FIS-Renndirektor Markus Waldner kennt das Problem mit dem Terminplan, weiß aber auch, dass man gerade kurz vor Weihnachten, den Skisport im TV gut präsentieren kann. „Der Weltcupkalender ist in dieser Saison sehr voll. Wir haben vorher bereits viel diskutiert, und wir müssen auch weiter diskutieren, weil ich glaube, weniger ist manchmal mehr. In dieser Saison ist es schwierig, weil sich der Kalender etwas bewegt. Darum haben wir auch am 23. Dezember, kurz vor Weihnachten noch ein Rennen in Alta Badia. Diesen Parallel-Riesenslalom wollten wir im Kalender halten, da vom Veranstalter auch viel investiert wurde. Das sollte auch für die Athleten passen. Nach dem Rennen fahren alle heim, und sind in zwei Stunden bei ihren Familien. Die Rennläufer aus Übersee oder Skandinavien haben ihr Basislager in den Alpen. Jansrud bleibt hier in Südtirol, und seine Freundin ist auch da. Die Kärntner haben es auch nicht weit nach Hause. Die Amerikaner bleiben eh hier in Europa, und haben immer in Bormio Weihnachten gefeiert. So schlimm ist es nicht. Wir sind Sportler, Profis und jetzt ist Winter. Eine kurze, kompakte Saison. Wir müssen fahren wenn Winter ist.“

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: ORF / laola1.at

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