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Dominik Paris vermisst im Zeichen der Corona-Krise die Sportwelt

Dominik Paris vermisst im Zeichen der Corona-Krise die Sportwelt

Dominik Paris vermisst im Zeichen der Corona-Krise die Sportwelt

Ulten – Dominik Paris ist ein Vollblutsportler. In einem Interview mit unseren Kollegen von sportnews.bz gibt der Skirennläufer zu, dass eine Welt ohne Sport komisch sei.

Dem Knie geht es soweit gut. Ein Vorteil für den Speedspezialisten, der sich vor dem Abfahrtsklassiker in Kitzbühel das Kreuzband riss, ist es, dass er die ganze Reha zuhause verbringen kann. Die Kilogramm, die er nun etwas mehr auf den Rippen hat, sind für einen Abfahrer im Unterschied zu einem Slalomspezialisten oder Fußballer kein Problem.

Außerdem verbringt er die Corona-Zeit mit Kochen. Das Schöne an der unfreiwilligen Auszeit zuhause ist es, dass man etwas Ruhe hat und sich erholen kann.

Gegenüber den Kollegen von Blick.ch erklärte der Südtiroler, dass er nicht jammern möchte: „Ich leide ja nicht unter einer schweren Kopfverletzung, sondern an einer Knie-Blessur, wie sie schon fast jeder Skirennfahrer mindestens einmal gehabt hat. Zudem konnte ich vor dem Fernseher im Hinblick auf die nächste Saison einiges lernen. Ich habe bei den Ski-Übertragungen im TV von ein paar Rennfahrern sehr interessante Linienwahlen gesehen, die mir mit ziemlicher Sicherheit nicht aufgefallen wären, wenn ich selber am Start gestanden wäre.“

So bereitet sich der 30-Jährige bereits geistig und körperlich auf die nächste Saison vor. Dominik Paris hat in seiner Karriere bisher 18 Siege gefeiert. Gustav Thöni, das azurblaue Ski-Aushängeschild der 1970er-Jahre, triumphierte bei 24 Rennen. Alberto Tomba, just ein Schützling von Thöni, als jener Nationaltrainer war, liegt mit 50 Erfolgen wohl unerreichbar vorne.

Paris hat das Zeug, noch viele Siege zu feiern. In der ewigen Bestenliste hat er 14 Abfahrten gewonnen. Vor ihm liegen nur noch Franz Heinzer, Stephan Eberharter und Hermann Maier mit 18 Erfolgen, Peter Müller hat 19 Abfahrten für sich entschieden. Der österreichische Abfahrts-„Kaiser“ Franz Klammer hält bei 25 Triumphen. Und diese Marke könnte von einem gesunden Südtiroler durchaus zu knacken sein. So gesehen hat der derzeit verletzte und sich auf dem Weg der Besserung befindliche Ultner alle Chancen der Welt, Abfahrtsgeschichte zu schreiben.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.sportnews.bz & Blick.ch

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