19 März 2020

Dramatischer und herzergreifender Aufruf von Sabrina Fanchini: „Bitte bleibt zu Hause!“

Die ehemalige italienische Ski Weltcup Rennläuferin Sabrina Fanchini ruft alle auf: „Bitte bleibt zu Hause!“ (© Archivo FIS / Gio Auletta/Pentaphoto)
Die ehemalige italienische Ski Weltcup Rennläuferin Sabrina Fanchini ruft alle auf: „Bitte bleibt zu Hause!“ (© Archivo FIS / Gio Auletta/Pentaphoto)

Noch vor ein paar Monaten haben wir über das Familienglück der Fanchinis berichtet. Anfang Dezember 2019 erblickte der kleine Nicolò das Licht der Welt. Die ehemalige italienische Ski Weltcup Rennläuferin Sabrina Fanchini hat im Krankenhaus von Brescia einem kleinen Buben das Leben geschenkt. 13 Tage nach ihrer Schwester hat auch Nadia Fanchini einen gesunden Sohn auf die Welt gebracht. Die Vize-Abfahrtsweltmeisterin aus dem Jahr 2013 und ihr Partner Devid Salvadori, seines Zeichens Herrencheftrainer der italienischen Techniker im Europacup, freuten sich über ihren Stammhalter Alessandro.

Der Coronavirus hat nun alles verändert, mit einem ergreifenden Eintrag in den sozialen Netzen hat sich Sabrina Fanchini an alle Menschen in der Welt gewannt.

„Ich möchte ein kleines Zeugnis darüber geben, was ich in diesen Tagen erlebt habe. Ich will keinen psychologischen Terrorismus schaffen, ich will nur versuchen, die Leute etwas zu sensibilisieren!

Der Corona Virus erlaubt es uns nicht, in der Nähe unserer lieben Kranken zu sein, sie sterben allein. Und wenn ich allein sage, meine ich auch ganz allein. Sie sterben in Angst und verlassen in einem Krankenhauszimmer, ohne dass jemand in der Nähe ist. Niemand in der Nähe ist, der den geliebten Menschen umarmt um ihn zu ermutigen, zu kämpfen.

Sie werden von diesem Monster erstickt. Und ich wiederhole, sie sterben allein, ohne Kraft, mit Tränen in den Augen, im Wissen dass sie ihre Liebsten verlassen und sterben. Die Familien haben keine Informationen, bis dieses schreckliche Telefon klingelt und man eine unbekannte Stimme hört, die dir sagt : “ Er hat es nicht geschafft!“

Corona Virus ist tödlich. Es nimmt dir alles weg. Nicht nur die Menschen, die du liebst, sondern auch die Umarmungen der Familie und Freunde. Du bist in einem Haus, allein, unter Quarantäne, ohne raus zu können. Du kannst den geliebten Menschen nicht beistehen die du vermisst, und kannst sie erst wieder auf dem Friedhof sehen, und auch da weiß man nicht, wann man sie besuchen kann.

Corona Virus ist schlimmer als Krieg. Wenigstens hatten wir im Krieg die Schützengräben, um uns zu verstecken und die Waffen zum Kampf. Corona Virus ist unbekannt, greift dich an und du kannst dich nicht verteidigen.

Bitte bleibt zu Hause! Zeigt so euren Respekt dem Menschen die gegen diese Krankheit kämpfen und jenen Menschen, die an dieser Krankheit gestorben sind. Zeigt so auch das Mitgefühl für die Familien, die ihre Liebsten an diese Krankheit verloren haben. Bleibt zu Hause und zeigt so euren Respekt vor den Ärzten und Krankenschwestern, die diese Krankheit bekämpfen! Es braucht diesen Respekt, und wir können diesen zeigen, wenn wir zu Hause bleiben.

Meine Mutter hat mich gestern gefragt, was sie für uns tun kann? Ich habe ihr einfach geantwortet, bleib zu Hause!

Bleibt zu Hause!

Rund um mich sind viele Menschen, die sich in der gleichen Situation befinden wie wir.

 

Hallo Giangi, du warst ein wunderbarer Mensch, ein außergewöhnlicher Opa, noch zu jung, um uns zu verlassen Du warst jeden Tag ohne Symptome gegangen. Deine Emma und dein Nicolò haben dich zu wenig genossen, aber du wirst immer in ihrem Leben sein, denn jeden Tag werden wir mit ihnen darüber reden, was für ein guter Mensch du warst.

Ciao Opa Giangi

Verwandte Artikel:

Lucas Braathen kann mit seinem Comeback zufrieden sein
Lucas Braathen kann mit seinem Comeback zufrieden sein

Sölden – Vor einem Jahr stand der norwegische Jungspund Lucas Braathen ganz oben auf dem Söldener Podest. Gestern feierte er ein gelungenes Comeback. Der Wikinger verletzte sich bekanntlich am Chuenisbärgli in Adelboden im Januar 2021 so schwer, dass er kein Rennen mehr bestreiten konnte. Der 21-Jährige nutzte die perfekten Bedingungen im zweiten Lauf aus und… Lucas Braathen kann mit seinem Comeback zufrieden sein weiterlesen

Marco Odermatt überholte Alexis Pinturault in der WCSL
Marco Odermatt überholte Alexis Pinturault in der WCSL

Sölden – Der Eidgenosse Marco Odermatt hat den gestrigen Riesenslalom in Sölden für sich entschieden. Der Franzose Alexis Pinturault, sein großer Widersacher im Kampf um die Disziplinen- und Gesamtwertung, wurde nur Fünfter. Natürlich kann man nicht ein Rennen heranziehen, um große Urteile zu fällen. Auch ist es eindeutig zu früh, um Schlussfolgerungen zu ziehen. Trotzdem… Marco Odermatt überholte Alexis Pinturault in der WCSL weiterlesen

Alexander Schmids erster Durchgang in Sölden macht Appetit auf mehr
Alexander Schmids erster Durchgang in Sölden macht Appetit auf mehr

Sölden – Die deutschen Skirennläufer Alexander Schmid, Stefan Luitz und Julian Rauchfuß bestritten heute mit dem Riesenslalom in Sölden ihr erstes Rennen im Ski Weltcup Winter 2021/22. Schmid zeigte im ersten Lauf seine fahrerische Klasse und belegte den siebten Platz. Im Finale ließ er notwendige Attacke vermissen und rutschte nach einem Innenskifehler im Steilhang bis… Alexander Schmids erster Durchgang in Sölden macht Appetit auf mehr weiterlesen

Petra Vlhová kann mit dem dritten Riesentorlauf-Platz in Sölden mehr als nur zufrieden sein
Petra Vlhová kann mit dem dritten Riesentorlauf-Platz in Sölden mehr als nur zufrieden sein

Sölden – Auch Petra Vlhová, die slowakische Gesamtweltcupsiegerin des Vorjahres, startete mit dem gestrigen Riesenslalom in Sölden in den Olympiawinter 2021/22. Neue Saison – neue Position – neuer Trainer. So kann man das auch sagen. Sie ist mit einem dritten Platz erfolgreich gestartet; somit ist Trainer Mauro Pini mit seinem Debüt mehr als nur zufrieden.… Petra Vlhová kann mit dem dritten Riesentorlauf-Platz in Sölden mehr als nur zufrieden sein weiterlesen

ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober blickt in die Zukunft
ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober blickt in die Zukunft

Sölden – Roswitha Stadlober ist erst seit kurzem im Amt. Die frühere Skirennläuferin ist als ÖSV-Präsidentin im Einsatz. Sie beförderte Petra Kronberger von der Frauenbeauftragten zur Leiterin von „Optimal Sports“. Auch will Stadlober die Strukturreform weiterentwickeln und Visionen in die Tat umsetzen. Auch weiß sie, dass man in punkto Ausbildung viel nachholen muss. Zudem möchte… ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober: Teilnahme bei den Olympische Winterspiele ohne Impfung nicht möglich. weiterlesen

Banner TV-Sport.de