16 Dezember 2019

HEAD-Premiere: Erster Slalom-Doppelsieg bei den Herren

Andre Myhrer, Alexis Pinturault und Stefano Gross
Andre Myhrer, Alexis Pinturault und Stefano Gross

Mit einer Premiere ging das Weltcup-Wochenende in Val d’Isere zu Ende: Erstmals feierten die HEAD World Cup Rebels mit Alexis Pinturault und Andre Myhrer einen Doppelsieg in einem Herren-Slalom. Und auch bei den Damen landeten beim Parallelslalom in St. Moritz mit Anna Swenn Larsson und Franziska Gritsch zwei HEAD-Athletinnen auf dem Podium.

Eine bemerkenswerte Vorstellung lieferte Alexis Pinturault beim Slalom in Val d’Isere ab. Der Franzose ging mit Startnummer eins ins Rennen und holte sich im ersten Lauf Bestzeit. Trotz schwieriger Streckenbedingungen im zweiten Durchgang blieb der 28-Jährige souverän und siegte bei seinem Heimrennen letztendlich mit einem Vorsprung von 1,44 Sekunden vor seinem HEAD-Teamkollegen Andre Myhrer aus Schweden.

„Ich hatte kein so gutes Gefühl, war sehr überrascht. Ich bin sehr zufrieden, speziell weil es hier in Frankreich war. Ich hatte auch sehr gutes Material“, betonte Alexis Pinturault, der auch die Führung im Gesamt-Weltcup übernahm, im Ziel. Auf Platz zwölf klassierte sich im Slalom der 22-jährige Bulgare Albert Popov. Der Riesenslalom am Samstag wurde aufgrund schlechter Wetterbedingungen abgesagt.

Salzgeber: „Das ist ein echter Hammer“

„Für uns ist das eine Weltpremiere. Wir hatten noch nie einen Doppelsieg in einem Herren-Slalom. Das ist ein echter Hammer“, freute sich HEAD-Rennsportleiter Rainer Salzgeber. „Alexis hat es sehr souverän angelegt. Und das mit wenig Training. Seit Levi hat er nicht viel mehr als sieben Slalomfahrten gemacht. Andre hat bereits vor der Saison entschieden, dass es seine letzte sein wird. Er arbeitet deshalb jetzt sehr fokussiert. Körperlich ist er auf einem super Niveau. Beim Material haben wir Details geändert, die ihn sehr taugen. Das hat sich für mich im Training schon abgezeichnet.“

Erstes Weltcup-Podium für Franziska Gritsch

Auch bei den Damen gab es für das HEAD-Team Grund zur Freude. Beim Parallelslalom in St. Moritz verpasste Anna Swenn Larsson ihren ersten Weltcup-Sieg nur um zwei Hundertstelsekunden. Hinter der Schwedin fuhr die Österreicherin Franziska Gritsch als Dritte ihren ersten Podestplatz in einem Weltcup-Rennen ein. 15. wurde Lena Dürr aus Deutschland.

Projekt mit eigenem Servicemann macht sich bezahlt

„Bei Anna ist es natürlich schade, dass sie um nur zwei Hundertstelsekunden ihren ersten Weltcup-Sieg verpasst hat“, sagte Rainer Salzgeber. „Der dritte Platz von Franziska ist für uns ein Traum. Wir hatten vor dieser Saison das Projekt mit dem eigenen Servicemann Rudi Berger für Bernadette Schild und Franziska Gritsch gestartet. Schild hat sich leider verletzt. Wir schauen auf die jungen Athletinnen, sie haben das Vertrauen in uns. Rudi Berger leistet eine sehr gute Arbeit. Dieses Resultat zeigt uns, dass es eine richtige Entscheidung war, hier zu investieren. Es hat sich bezahlt gemacht.“

Starke Teamleistung im Damen-Super-G

Mannschaftlich stark präsentierten sich die HEAD World Cup Rebels auch beim Super-G am Samstag. Mit der Schweizerin Lara Gut-Behrami als Fünfte und zeitgleich mit der Österreicherin Nina Ortlieb, der Schweizerin Corinne Suter und der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie als Sechste klassierten sich vier Athletinnen aus dem HEAD-Team unter den Top 8. Unter die Top 15 fuhren auch die Schweizerin Wendy Holdener als Zwölfte und die Italienerin Elena Curtoni als 15.

Pressemitteilung: HEAD Sport GmbH

Verwandte Artikel:

Der „Herminator“ wird 50, wir gratulieren!
Der „Herminator“ wird 50, wir gratulieren!

Flachau – Wenn wir unsere Skichronik, die sehr dick ist, wieder einmal hernehmen, erkennen wir, dass am Mittwoch Hermann Maier 50 Jahre alt wird. Die österreichische Skilegende aus dem Salzburger Land ist bescheiden geworden und feiert seinen runden Geburtstag im Kreise seinen Liebsten, das heißt mit Gattin Carina und seinen drei Töchtern. Passend zur Hauptsendezeit… Der „Herminator“ wird 50, wir gratulieren! weiterlesen

CAS Richterspruch zur Gültigkeit der Wahl von FIS Präsidenten Johan Eliasch fällt erst 2023
CAS Richterspruch zur Gültigkeit der Wahl von FIS Präsidenten Johan Eliasch fällt erst 2023

Lausanne – Das Hearing vor dem Sportsgerichtshof rund um die Wiederwahl von FIS-Boss Johan Eliasch blieb noch ohne Resultat. Einige nationale Skiverbände, so auch der ÖSV, haben die Prozedur in Frage gestellt, dass die Wahl im letzten Mai in Mailand legitim war. Das Meeting dauerte sehr lange. ÖSV-Generalsekretär Scherer ist zufrieden, weil man die eigene… CAS Richterspruch zur Gültigkeit der Wahl von FIS Präsidenten Johan Eliasch fällt erst 2023 weiterlesen

Bandscheibenvorfall: Ralph Weber muss eine Pause einlegen (Foto: © Ralph Weber / Instagram)
Bandscheibenvorfall: Ralph Weber muss eine Pause einlegen (Foto: © Ralph Weber / Instagram)

Seit anfangs November hat Ralph Weber mit Rückenproblemen zu kämpfen. Bei den Weltcup-Rennen in Beaver Creek lies er gar ein Abfahrtstraining aus, um den Rücken für das Rennen zu schonen. Nach dem Renneinsatz hat sich der Zustand aber leider stark verschlechtert. Die Untersuchungen in der Schweiz haben nun einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich ergeben. Ralph Weber… Bandscheibenvorfall: Ralph Weber muss eine Pause einlegen weiterlesen

Petra Vlhova noch ohne Sieg, Slowakin trotzdem mit dem Saisonstart zufrieden
Petra Vlhova noch ohne Sieg, Slowakin trotzdem mit dem Saisonstart zufrieden

Liptovský Mikulas/Sestriere – Nach den Rennen in Killington kehrte die slowakische Skirennläuferin Petra Vlhová für einige Zeit in ihre Heimat zurück, um sich für die nächsten Aufgaben vorzubereiten und gestärkt in diese zu gehen. Die erfolgreichste Skirennläuferin ihres Heimatlandes war Ehrengast bei der Zeremonie in Jasná, wo ihr eine bedeutende Rolle zuteil kam. Sie wurde… Petra Vlhova noch ohne Sieg – Slowakin trotzdem mit dem Saisonstart zufrieden weiterlesen

Das Swiss-Ski-Team um Marco Odermatt zieht dem ÖSV-Kollektiv derzeit den Zahn
Das Swiss-Ski-Team um Marco Odermatt zieht dem ÖSV-Kollektiv derzeit den Zahn

Muri bei Bern – Dank Wendy Holdener, Corinne Suter, Lara Gut-Behrami und Marco Odermatt kann das Swiss-Ski-Team auf einen mehr als gelungenen Beginn des alpinen Skiweltcupwinters 2022/23 blicken. Dadurch sind die Eidgenossinnen und Eidgenossen auf dem besten Weg dazu, gegenüber Österreich die Nummer 1 in der Nationenwertung innezuhaben. Gegenwärtig sind die Schweizerinnen und Schweizer zweieinhalb… Das Swiss-Ski-Team um Marco Odermatt zieht dem ÖSV-Kollektiv derzeit den Zahn weiterlesen