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Manuel Feller im Kampf gegen zehn Tonnen Schlamm

Das Vierer-Gespann, das nicht nur schneller als Team Feller war, sondern sich auch über die 5000 Euro Preisgeld freuen durfte mit Manuel Feller, v.l.Erwin Stranger, Anna Seebacher, Tom Pichler, Toni Steinmetz und Leopold Hainy (Fisherman's Friend Österreich) Foto: Wildbild

Das Vierer-Gespann, das nicht nur schneller als Team Feller war, sondern sich auch über die 5000 Euro Preisgeld freuen durfte mit Manuel Feller, v.l.Erwin Stranger, Anna Seebacher, Tom Pichler, Toni Steinmetz und Leopold Hainy (Fisherman’s Friend Österreich) Foto: Wildbild

Schmutzig, schmutziger, Fisherman´s Friend StrongmanRun. 2000 Teilnehmer warfen sich am Samstag in Flachau im wahrsten Sinne des Wortes in den wohl spektakulärsten und außergewöhnlichsten Hindernislauf des Landes. Sauber oder gar trocken blieb niemand, auch nicht Ski-Star Manuel Feller, der bereits zum zweiten Mal beim Ausnahme-Format an den Start ging. Schnellster „Strongman“ über die 20 Kilometer wurde Lucas Kempe aus Berlin, die stärkste Frau kommt aus Julbach in Oberösterreich und heißt Christina Macher.

Normalerweise bestehen die „Hindernisse“ auf der weltberühmten Hermann-Maier-Weltcupstrecke aus Slalomstangen, nämlich dann, wenn beim Alpinen Ski-Weltcup der Damen in Flachau die „Snow Space Princess“ gekürt wird. Aber beim Fisherman`s Friend StrongmanRun, der am Samstag zum vierten Mal in der österreichischen Sport- und Fun-Hochburg ausgetragen wurde, trugen die Hürden klingende Namen wie „Drehwurm“ oder „Teufelsrutsche“. 40 an der Zahl waren es, aufgeteilt auf 20 Kilometer und 740 herausfordernde Höhenmeter. Die hochsommerlichen Temperaturen taten heuer ihr übriges, um es den 2000 Teilnehmern aus 15 Nationen nicht leichter zu machen. Und auch, wenn es beim Fisherman`s Friend StrongmanRun in erster Linie nicht ums Gewinnen, sondern ums Dabeisein ging, und vor allem Spaß, Verrücktheit und die gemeinsamen Gänsehaut-Momente aufgrund der großartigen Stimmung im Vordergrund der Veranstaltung standen, lief die Stoppuhr natürlich mit. Den Sieg über die 20 Kilometer sicherte sich der Deutsche Lucas Kempe. Bereits vor drei Jahren triumphierte er in Flachau über die gleiche Distanz: „Ich hab mich von Anfang an gut gefühlt. Als Berliner bin ich es jedoch nicht gewohnt in den Bergen zu laufen, also war das schon hart. Aber das Publikum an der Strecke war einfach mega, das motiviert dann extrem. Ich laufe viele solcher Rennen, aber dass bei diesem der Spaß-Faktor so im Vordergrund steht, finde ich toll.“ Bei den Damen hieß die stärkste Läuferin des Tages Christina Macher. Beim zweiten Flachau-Start gab es für die Oberösterreicherin den zweiten Sieg: „Es war extrem anspruchsvoll, aber dennoch für jeden etwas dabei. Es ist toll, dass es sich dieses Jahr wieder ausgegangen ist, aber in erster Linie ging es mir um den Spaßfaktor.“

Schlag den Vizeweltmeister

Wenn von verrückt die Rede ist, ist Manuel Feller nicht weit. Der Slalom-Vizeweltmeister stellte sich in diesem Jahr einer außergewöhnlichen Challenge: Unter dem Motto „Schneller als Team Feller“ galt es, Feller und seine Mannschaft zu schlagen. 73 Teams nahmen diese Herausforderung an. Und auch, wenn sich Feller in Topform präsentierte, reichte es für das Ski-Ass und das von ihm „gecastete“ Team knapp nicht für den Sieg. „Es war heute einfach brutal. Im Grunde sind die Hindernisse nicht schwer zu überwinden, aber dennoch schießt der Puls jedesmal in die Höhe. 100 Meter vor dem Ziel hätte sich beinahe sogar mein Mittagessen wieder verabschiedet“, lachte der sympathische Fieberbrunner.

Drei Teams musste die Mannschaft des WM- und Olympiamedaillengewinners letztlich ziehen lassen. Unter ihnen wurde der Hauptpreis von 5000 Euro verlost. Ein mehr als nur ordentliches Taschengeld, über das sich letztlich vier Pongauer, darunter mit Anna Seebacher, eines der größten österreichischen Langlauftalente, freuen durften: „Wir sind absolut überwältigt. Dass wir tatsächlich schneller als Team Feller sind, haben wir nicht erwartet. Wir haben zwar die Jahre zuvor schon mitgemacht, aber immer nur einzeln. Dieses Jahr zum ersten Mal als Team – und da ist uns gleich alles aufgegangen“, freut sich Erwin Stranger aus Flachau über den Sieg. Was mit den 5000 Euro passiert? „Wir wollen das Geld auf die drei Gruppen, die schneller als Team Feller waren, aufteilen“, erklärt Anna Seebacher und beweist damit einmal mehr, dass beim Fisherman’s Friend StrongmanRun der Teamgeist und nicht der Wettkampf im Vordergrund steht.

Skistar Manuel Feller zeigt sich begeistert vom Event – auch wenn er die Challenge nicht für sich entscheiden konnte: „Es macht jedes Jahr wieder so viel Spaß, deshalb bin ich immer gerne dabei. Alle, die heute mitgemacht haben, dürfen wirklich stolz auf sich sein.“

Im Kampf gegen zehn Tonnen Schlamm

Der Fisherman`s Friend StrongmanRun in Flachau ist einziger Österreich-Stopp der internationalen Serie, die in acht Nationen ausgetragen wird. Die spezielle Mischung aus Kostümwettbewerb, Hindernislauf, Party, Startshow, einer großen Portion Humor und allen voran natürlich sportlichem Ehrgeiz, begeistert seit zehn Jahren tausende StrongmanRunner weltweit. Dass der Lauf aber kein Zuckerschlecken ist, dafür sprechen auch die harten Fakten: 1000 Autoreifen wurden „verbaut“, 100 Strohballen und zehn Tonnen Schlamm verteilt. Mit dem „Human Hindernis“, dem Frauen Football-Team der Salzburg Ducks, wartete wieder eine besonders spektakuläre Einlage auf die Teilnehmer. Auch den Zuschauern wurde neuerlich ein starkes Rahmenprogramm geboten: Neben actionreichen Einblicken auf die Strecke wartete ein Food-Truck-Festival sowie ein buntes Unterhaltungsprogramm für Kinder.

HARD FACTS zum FISHERMAN’S FRIEND STRONGMANRUN

Gewinner über 20km Herren 2018: Lucas Kempe
Gewinner über 20km Damen 2018: Christina Macher
70 % Männer, 30 % Frauen
15 Nationen
20 Hindernisse pro Runde mit insgesamt:
ca. 1.000 Stück Autoreifen
100 Strohballen
20km Flatterband
5 Container
10 Tonnen Schlamm
120m² Netze
50 m lange und 5 m breite Waterslide
Foodtruck Festival, Kids – Fun Area im Start- Zielbereich, Human Hindernis mit Frauen Football – Team, After Run Party im Musistadl

Ski-Ass Manuel Feller fühlt sich nicht nur im Schnee, sondern auch im Flachauer Schlamm pudelwohl. Foto: Wildbild

Ski-Ass Manuel Feller fühlt sich nicht nur im Schnee, sondern auch im Flachauer Schlamm pudelwohl. Foto: Wildbild

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