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Sofia Goggia möchte in der nächsten Saison wieder angreifen

Sofia Goggia möchte in der nächsten Saison wieder angreifen (Foto: © Archivio FISI/Pier Marco Tacca/Pentaphoto)

Sofia Goggia möchte in der nächsten Saison wieder angreifen (Foto: © Archivio FISI/Pier Marco Tacca/Pentaphoto)

Bergamo – Die italienische Skirennläuferin Sofia Goggia musste aufgrund einer Verletzung ihre Ski Weltcup Saison 2019/20 vorzeitig beenden. Beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen kam die azurblaue Athletin zu Sturz. Dabei zog sie sich eine Speichenfraktur im linken Arm zu. Die Angehörige der Elite Gruppe im Rahmen der italienischen Skinationalmannschaft – dieser gehören auch Federica Brignone und Marta Bassino an – beendete in der Zwischenzeit ihre Zusammenarbeit mit ihrem Servicemann Federico Brunelli.

Nun ist Barnaba Greppis an ihrer Seite. Er kommt auch aus Bergamo und ist mit der ehemaligen Südtiroler Skirennläuferin Bibiana Perez verheiratet. In der Vergangenheit präparierte er auch die Skier von Deborah Compagnoni und Isolde Kostner und blickt auf eine über 30-jährige Erfahrung zurück. Auch Lara Gut aus der Schweiz konnte auf ihn zählen. Nun will Goggia, ihres Zeichen Abfahrtsolympiasiegerin von Pyeongchang 2018, mit ihm erfolgreich sein.

Andersrum: Goggia entschied sich, von vorne zu beginnen. Selbst wenn man sich immer weiterentwickelt und sie in den Phasen der Angeschlagenheit erholt, greift sie auf eine weltliche Spiritualität zurück. Ab und zu dachte die Ski-Dame aus Bergamo nach, weil sie ja keine Freude an dem hatte, was sie tat. Sie erkannte, dass sie zwei Möglichkeiten hatte. Sie wollte anhalten oder sich für den Weg entscheiden, erneut zu kämpfen. Sie wählte die zweite Option. Ob es in ihrer Karriere (zu) viele Stürze waren, ist nicht so leicht pauschal zu beantworten. Sie waren keineswegs das Resultat des Frusts, aber Goggia gibt zu, dass sie sowohl auf Skiern als auch im Spiegel ihrer Seele instabil waren.

Ohne Zweifel war der Ski-Winter 2019/20 ein historischer für die azurblaue Damenauswahl. Federica Brignone gewann aufgrund ihrer Beständigkeit und Kontinuität die große Kristallkugel. Goggia zieht vor allen Mannschaftskolleginnen den Hut. Sie weiß, dass ihr eigener absoluter Wert nicht in Frage steht, nachdem sie schon einmal die kleine Abfahrtskugel knapp vor Lindsey Vonn aus den USA und auch die olympische Goldmedaille in der Abfahrt gewonnen hatte. Die Bergamaskin berichtet, dass möglicherweise die anderen Mädels im Team den Blick auf sie richteten.

Die nächste Ski Weltcup Saison inklusive der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo ist eine Gleichung mit 1.000 Unbekannten, wenn man das Coronavirus ins Spiel bringt. Goggia betont, dass der Gesamtweltcupsieg an Mikaela Shiffrin geht, wenn es ein normaler Winter wird. Es scheint ihr so vieles zu gelingen. Die US-Amerikanerin singt, liest griechische Texte und ist gut. Sie ist beim Ski fahren wie eine Geige, während sich die Italienerin eher als Rock’n’Roll sieht. Es wird ein Chaos werden, wenn der Ski Weltcup Zirkus wieder seine Tore öffnet. Und Greppis legte ihr nahe, dass sie sich auf eine Saison mit wenigen Rennen vorbereiten solle.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: neveitalia.it

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