26 Februar 2020

Swiss-Ski News: Nach dem Skifest in Crans-Montana, mit viel Rückenwind ins Ski Weltcup Saisonfinale

Nach der erfolgreichen Crans-Montana Abfahrt am Freitag in Crans-Montana: Corinne Suter, Lara Gut-Behrami und Stephanie Venier aus Österreich
Nach der erfolgreichen Crans-Montana Abfahrt am Freitag in Crans-Montana: Corinne Suter, Lara Gut-Behrami und Stephanie Venier aus Österreich

Die beiden Weltcup-Abfahrten in Crans-Montana wurden zu Schweizer Skifesten. Man fühlte sich gar an die legendäre Heim-WM von 1987 zurückerinnert. Zweimal siegte Lara Gut-Behrami vor Corinne Suter, die vorzeitig die kleine Kristallkugel für den Disziplinensieg gewinnen konnte. Bereits jetzt hat Swiss-Ski 98 Prozent der letztjährigen Weltcup-Gesamtpunkte eingefahren.

Lara Gut-Behrami und Corinne Suter strahlten in Crans-Montana mit der Sonne um die Wette. Letztere krönte sich zur ersten Schweizerin seit Chantal Bournissen 1991, die den Abfahrts-Weltcup für sich entscheiden konnte. Auf der Piste auf dem Walliser Hochplateau fühlte sich Suter pudelwohl: «Die Strecke beinhaltet alles, was eine Abfahrt ausmacht, und ist natürlich einer WM würdig», sagte die 25-jährige Schwyzerin.

Mit ihren Weltcupsiegen Nummern 25 und 26 zog Lara Gut-Behrami derweil mit Michela Figini gleich. Einzig Vreni Schneider (55 Weltcupsiege) und Erika Hess (31) waren auf Schweizer Seite im Weltcup noch erfolgreicher als die Tessinerin.

Der Triumph in der ersten der beiden Abfahrten war der erste Schweizer Doppelsieg in Crans-Montana seit 1981. Damals hatte Marie-Theres Nadig die Abfahrt vor Doris De Agostini für sich entschieden.

39 Jahre später – und etwas mehr als drei Wochen vor Ende der Saison 2019/20 – präsentiert sich die Ausgangslage aus Schweizer Sicht im Alpin-Weltcup wie folgt:

  • Zwei vorzeitig gewonnene kleine Kristallkugeln durch Corinne Suter (Abfahrt) und Loïc Meillard (Parallel)
  • Rang 1 im Nationencup – mit 918 Punkten Vorsprung
  • Mit aktuell 7918 Punkten hat Swiss-Ski schon knapp 98 % der letztjährigen Gesamtpunkte eingefahren (2018/19: 8102 Punkte)
  • Mit 43 Weltcup-Podestplätzen haben die Schweizer Alpinen schon sechs Top-3-Klassierungen mehr erreicht als im Winter 2018/19
  • In Sachen Weltcupsiege ist die Schweiz bereits doppelt so gut wie in der letzten Saison (11:5 Siege)
  • Die bislang elf Siege haben folgende Athletinnen und Athleten erreicht: Daniel Yule (3), Beat Feuz (2), Lara Gut-Behrami (2), Corinne Suter (2), Loïc Meillard (1) und Marco Odermatt (1)
  • Die bislang 43 Weltcup-Podestplätze haben 14 verschiedene Athletinnen und Athleten herausgefahren, wobei Joana Hählen und Urs Kryenbühl erstmals eine Top-3-Klassierung auf höchster Stufe erreichten

Nicht erst seit dem überaus erfolgreichen Wochenende in Crans-Montana befindet sich die Schweiz auf Kurs zur Skination Nummer 1 (erstmals seit 1989). Der eigene Punkterekord liegt bei 10’240 Zählern – aufgestellt 1991/92, in der ersten Saison seit der Umstellung auf das aktuelle Punktesystem. In jenem Winter war es auch, als die Schweiz letztmals vor dieser Saison mehr als 40 Weltcup-Podestplätze bejubeln durfte. Vreni Schneider, Paul Accola, Franz Heinzer und Co. schafften damals deren 50.

Quelle:  www.Swiss-Ski.ch 

Verwandte Artikel:

Alexis Pinturault im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich habe nicht gemerkt, dass mein Kopf nicht mehr bereit war.“
Alexis Pinturault im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich habe nicht gemerkt, dass mein Kopf nicht mehr bereit war.“

Moûtiers – Im Jahr 2021 wurde der französische Skirennläufer Alexis Pinturault 30 Jahre alt. Mit dem Gewinn der großen Kristallkugel erfüllte er sich einen großen Traum. In der vergangenen Saison, die mit den Olympischen Winterspielen in Peking einen Höhepunkt aufwiesen, lief es für den Athleten nicht so gut. So konnte er sich lediglich über drei… Alexis Pinturault im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich habe nicht gemerkt, dass mein Kopf nicht mehr bereit war.“ weiterlesen

Johannes Strolz zum Aufsteiger des Jahres gewählt
Johannes Strolz zum Aufsteiger des Jahres gewählt

Wien – Seit dem Jahre 1949 findet in Österreich die Wahl der Sportler des Jahres statt, so auch heuer. Bei den Frauen triumphierte die Snowboarderin Anna Gasser. Für die Kärntnerin war es der bereits dritte Erfolg. Die Skispringerin Sara Marita Kramer und die Tischtennisspielerin Sofia Polcanova, die ebenfalls unter die besten Drei kamen, dürfen zufrieden… Österreichs Sportler des Jahres heißt David Alaba – Johannes Strolz zum Aufsteiger des Jahres gewählt weiterlesen

Roland Leitinger wird seinen zweiten Platz in Sölden heuer nicht verteidigen können
Roland Leitinger wird seinen zweiten Platz in Sölden heuer nicht verteidigen können

Salzburg – Der österreichische Riesentorlaufspezialist Roland Leitinger war mit dem zweiten Platz, den er im Vorjahr beim Saison Opening am Rettenbachferner gestartet war, mehr als nur zufrieden. Doch die Freude währte nur kurz. Einige Zeit später zog er sich einen Kreuzbandriss zu. Der 31-Jährige hat mit der Ironie des Schicksals zu kämpfen. Immer, wenn er… Roland Leitinger wird seinen zweiten Platz in Sölden heuer nicht verteidigen können weiterlesen

Nach Schlüsselbeinbruch - Tschechischer Skiverband wartet noch auf Unterschrift von Ester Ledecká
Nach Schlüsselbeinbruch - Tschechischer Skiverband wartet noch auf Unterschrift von Ester Ledecká

Prag – Die dreifache Olympiasiegerin Ester Ledecká erholt sich offenbar noch von einer Verletzung, die sie sich im August zuzog. Neuesten Informationen zufolge brach sie sich das Schlüsselbein. Die erfolgreiche Ski Weltcup Rennläuferin und Snowboarderin begab sich sogar unters Messer. Verbandspräsident David Trávníček berichtete am Dienstag auf einer Pressekonferenz, dass er davon ausgehe und vielmehr… Nach Schlüsselbeinbruch – Tschechischer Skiverband wartet noch auf Unterschrift von Ester Ledecká weiterlesen

Die asiatischen Winterspiele 2029 in Saudi-Arabien auszutragen, sorgt bei Johan Clarey für Kopfschütteln und Unverständnis
Die asiatischen Winterspiele 2029 in Saudi-Arabien auszutragen, sorgt bei Johan Clarey für Kopfschütteln und Unverständnis

Tignes – Nach der Bekanntgabe von Saudi-Arabien als Ausrichter der asiatischen Winterspiele 2029, meldete sich der routinierte französische Skirennläufer Johan Clarey zu Wort. Der Olympiaabfahrtszweite von Peking ist fassungslos, auch wenn diese Winterspiele in den Medien kaum Erwähnung finden werden, ist es an der Zeit, dass man in Zukunft alles Mögliche in die Wege leiten… Die asiatischen Winterspiele 2029 in Saudi-Arabien auszutragen, sorgt bei Johan Clarey für Kopfschütteln und Unverständnis weiterlesen