13 September 2020

Swiss-Ski wird alles geben, dass die Ski Weltcup Heimrennen ausgetragen werden können.

Swiss-Ski wird alles geben, dass die Ski Weltcup Heimrennen ausgetragen werden können.
Swiss-Ski wird alles geben, dass die Ski Weltcup Heimrennen ausgetragen werden können.

In diesen Tagen werden die entscheidenden Weichen für den Weltcup-Winter 2020/21 gestellt. Aufgrund der aktuellen Situation rund um COVID-19 ist auch der Schneesport mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Walter Reusser, Direktor Alpin und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss-Ski, äussert sich zu den aktuellen Fragen rund um die geplanten Schweizer Weltcup-Veranstaltungen und zur engen Zusammenarbeit mit den Veranstaltern.

Finden die Wettkämpfe der Heimweltcups 2020/21 mit, ohne oder teilweise mit Zuschauer statt?

Walter Reusser: Wir haben zusammen mit den Weltcup-Veranstaltern die verschiedenen Szenarien erarbeitet, insbesondere auch um eine Risikoanalyse zu machen. Es gilt jeweils für unsere Weltcups, eine mobile Infrastruktur zu errichten – und nicht eine bestehende zu finanzieren. Das ist der grösste Unterschied zu anderen Sportevents in der Schweiz. Daneben sind wir mit unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten konfrontiert. Es gibt Destinationen, die nicht so leicht abgesperrt werden können, an anderen Orten wiederum geht es einfacher. Dies wird mitentscheidend sein, wie wir die Strukturen aufbauen werden. Gesichert sagen kann ich, dass der Fokus darauf liegt, die Athleten unter den gegebenen Umständen bestmöglich in den Mittelpunkt zu stellen.

Bis wann müssen Swiss-Ski und die Veranstalter Klarheit haben, ob ein Wettkampf mit oder ohne Zuschauer ausgetragen werden kann?

Ich will dies am Beispiel Ski Alpin ausführen. Wir haben in den vergangenen zwei Monaten gemeinsam mit dem Ski-Weltverband FIS und den Veranstaltern an einem neuen Weltcup-Kalender gearbeitet – und nicht an einem bestehenden Kalender Anpassungen angebracht. Das heisst konkret, dass die bereits abgesagten Rennen in Nordamerika nicht per se nachgeholt werden. Im Laufe dieses Monats wird dieser Kalender nun finalisiert. Die Verbände erhalten in den kommenden Tagen eine neue Version zugestellt, der FIS-Council wiederum verabschiedet dann Anfang Oktober den definitiven Weltcup-Kalender. Parallel haben wir vom Bund die Bestimmungen betreffend Grossveranstaltungen erhalten. Auf der einen Seite schauen wir, welche Möglichkeiten wir als Schweizer Veranstalter haben und wie die Gegebenheiten der Kantone integriert werden. Auf der anderen Seite müssen wir abwarten, wie der Weltcup-Kalender letztlich überhaupt aussieht. Auf dieser Basis werden dann die Schutzkonzepte finalisiert.

Einige Schweizer Weltcup-Veranstaltungen stehen schon im Dezember auf dem Programm, andere wiederum erst zwei, drei Monate später.

Unser Ziel ist es, dass wir Ende Oktober für alle unsere Heimweltcups Schutzkonzepte vorliegen haben, die wir durch die jeweiligen Kantone prüfen lassen können. Wir werden die kantonalen Behörden früh ins Boot holen, damit gemeinsam die beste Lösung gefunden werden kann. Je nachdem, wann dann der Wettkampf effektiv stattfindet, werden wir uns dorthin tasten. Das Weltcup-Finale in Lenzerheide findet beispielsweise erst im März statt. Wir wissen nicht, wie die COVID-19-Situation dann sein wird. Andere Events im Dezember wie die alpinen Weltcup-Rennen in St. Moritz, der Langlauf-Weltcup in Davos oder das Weltcup-Springen in Engelberg müssen sehr früh wissen, wie das Schutzkonzept ausgestaltet sein muss. Für diese Veranstalter ist aber auch eher antizipierbar, wie die Vorgaben aussehen werden. Was ich sehr schön finde, ist die Tatsache, dass wir – die Veranstalter und Swiss-Ski – einander gegenseitig helfen. Niemand hat jemals Weltcup-Veranstaltungen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen organisiert und entsprechende Erfahrungen gemacht. Wir müssen miteinander von null auf hundert fahren. Gemeinsam mit den Veranstaltern wird Swiss-Ski bis Ende November drei Workshops zur COVID-19-Thematik abhalten, den ersten am 21. September. Wir wollen das extrem hohe Fachwissen der Veranstalter nutzen, um gemeinsam an den jeweiligen Konzepten zu arbeiten.

Was würde es für Swiss-Ski und den jeweiligen Veranstalter bedeuten, wenn ein Weltcup-Wochenende komplett gestrichen werden müsste?

Für uns ist wichtig – auch im Sinne der Kontinuität und Visibilität –, dass wir die Rennen im Kalender halten können. Wir werden deshalb alles dafür geben, dass wir die Wettkämpfe durchführen können, sofern uns nicht die höhere Gewalt einbremst.

Gibt es Signale von Veranstaltern, die aufgrund von COVID-19 gerne komplett auf die Austragung von Weltcup-Rennen in der Saison 2020/21 verzichten wollen?

Aktuell sind wir daran, die Herausforderungen der verschiedenen Veranstalter zu prüfen. Diese sind nicht überall dieselben. In Adelboden beispielsweise ist die Weltcup-Strecke am Chuenisbärgli ein wenig abgegrenzt vom restlichen, touristischen Skigebiet. In St. Moritz ist die Ausgangslage diesbezüglich wiederum ganz anders.

Wird in Erwägung gezogen, dass Swiss-Ski bestimmte ausländische Weltcup-Destinationen komplett auslässt? Unter welchen Umständen würde dies geschehen?

Wenn wir wegen Quarantäne-Bestimmungen andere Wettkämpfe verpassen würden, dann ist es eine Möglichkeit, dass wir am einen oder anderen Rennen nicht starten werden. Von Seiten der FIS wird es eine Regel geben, wie viele der besten Nationen am Wettkampf teilnehmen müssen, damit dieser als Weltcup gewertet werden kann.

Quelle:  Swiss-Ski.ch

Verwandte Artikel:

LIVE: 2. Ski Weltcup Abfahrt in Beaver Creek am Sonntag - Vorbericht, Startliste und Liveticker - Startzeit: 20.00 Uhr
LIVE: 2. Ski Weltcup Abfahrt in Beaver Creek am Sonntag - Vorbericht, Startliste und Liveticker - Startzeit: 20.00 Uhr

Beaver Creek – Am zweiten Adventssonntag geht die zweite Abfahrt der Herren auf der Raubvogelpiste von Beaver Creek über die Bühne. Die Speedspezialisten bestreiten folglich das vierte Rennen in vier Tagen. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde fuhr im ersten Abfahrtslauf wie vom anderen Stern und verwies unter anderem Lake Louise-Sieger Matthias Mayer aus Österreich in… LIVE: 2. Ski Weltcup Abfahrt in Beaver Creek am Sonntag – Vorbericht, Startliste und Liveticker – Startzeit: 20.00 Uhr weiterlesen

Lara Gut-Behrami will im Super-G positive Wende einläuten
Lara Gut-Behrami will im Super-G positive Wende einläuten

Lake Louise – Während sich die Swiss-Ski-Athletin Corinne Suter über den Podestplatz in der gestrigen Abfahrt von Lake Louise freut, will ihre Mannschaftskollegin Lara Gut-Behrami, wieder gesund werden. Die erkältete Skirennläuferin riss jede Menge Rückstand auf die siegreiche Italienerin Sofia Goggia auf. Die 30-Jährige, beim Saison Opening in Sölden sehr gute Zweite, kann natürlich nicht… Lara Gut-Behrami will im Super-G positive Wende einläuten weiterlesen

Niels Hintermann freut sich über sein Olympiaticket
Niels Hintermann freut sich über sein Olympiaticket

Beaver Creek – Der eidgenössische Skirennläufer Niels Hintermann zeigte in der gestrigen Abfahrt von Beaver Creek eine sehr gute Leistung. Mit dem siebten Platz buchte er sogar frühzeitig das Olympiaticket. Der 26-Jährige, der vor vier Jahren völlig überraschend die Lauberhorn-Kombination gewann, kann bald seine Sachen für die Reise nach Peking packen. Er gibt zu, dass… Niels Hintermann freut sich über sein Olympiaticket weiterlesen

Kira Weidle will auch im Super-G in der Olympiasaison überzeugen
Kira Weidle will auch im Super-G in der Olympiasaison überzeugen

Lake Louise – Schon die Startnummernwahl zeigte klar, wer die Nummer 1 im DSV-Speedteam der Damen ist. Kira Weidle eröffnete mit der Nummer 1 die zweite Abfahrt von Lake Louise. Nach dem zehnten Platz am Freitag belegte sie gestern den siebten Platz. Somit qualifizierte sich die 25-Jährige vorzeitig für die Olympischen Spiele in Peking. Nadine… Kira Weidle will auch im Super-G in der Olympiasaison überzeugen weiterlesen

Johan Clarey musste sich auf der Birds of Prey überwinden
Johan Clarey musste sich auf der Birds of Prey überwinden

Beaver Creek – Der französische Skirennläufer Mathieu Bailet hatte gestern wirklich sehr viel Glück. Der Athlet aus Nizza wusste, dass er etwas mehr Richtung geben musste als im Training. In der Luft geriet er dann aus der Balance. Dabei wäre er fast gestürzt. Der 29. Platz, einhergehend mit zwei kleinen Weltcupzählern, ist nicht das, was… Mathieu Bailet entging einem Sturz nur knapp – Johan Clarey musste sich überwinden. weiterlesen

Banner TV-Sport.de