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Adam Zampa blickt optimistisch in die Zukunft und freut sich auf die Ski-WM in Cortina

Adam Zampa blickt optimistisch in die Zukunft und freut sich auf die Ski-WM in Cortina (Foto: © Gerwig Löffelholz)

Adam Zampa blickt optimistisch in die Zukunft und freut sich auf die Ski-WM in Cortina (Foto: © Gerwig Löffelholz)

Starý Smokovec – Auch der slowakische Skirennläufer Adam Zampa musste tatenlos zusehen, wie der vergangene Ski Weltcup Winter aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig zu Ende ging. Der Stopp traf ihn unvorbereitet, denn der Athlet befand sich auf dem Weg nach Kranjska Gora, um sich auf die technischen Rennen vorzubereiten. Doch dazu kam es bekanntlich nicht mehr.

Dafür hatte es der 29-Jährige nicht mehr weit nach Hause. Er arbeitet daheim und bereitet sich gewissenhaft auf die nächste Saison vor. Gemeinsam mit seinem Bruder Andreas, der auch im Ski Weltcup tätig ist, befindet er sich in der Regeneration. Dazu machen die Brüder einige einfache Rehabilitations- und Stabilisierungsübungen an den Knien und stärken den Rumpf. Auch wenn die Knie nicht schmerzen, muss man wissen, dass Adam Zampa vor den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang am rechten Knie operiert wurde. Seitdem hat er keine Menisken mehr und um das Ganze zu stabilisieren, muss man einige Stabilisierungsübungen machen.

Das Corona-Virus schränkt die beiden nicht ein. Man kann die Zeit nutzen und mit der Familie zusammen sein, und auch liegengebliebene Arbeiten konnten erledigt werden. Adam Zampa berichtete, dass er sich noch nicht auf den neuen Winter vorbereitet. Das soll Mitte Mai der Fall sein; man möchte den funktionierenden Plan des letzten Jahres abermals anwenden.

Das plötzliche Saisonende kam für den Slowaken sportlich gesehen zur Unzeit. Beim Riesentorlauf in Japan erzielte er im Finaldurchgang die drittbeste Zeit. Das hat ihm Auftrieb gegeben und so war er zuversichtlich, auch beim Finale in Cortina d’Ampezzo dabei zu sein. Die Formkurve stimmte, und leider hat eben die Corona-Geschichte alles zunichte gemacht.

In Bezug auf den vergangenen Winter berichtet der 29-Jährige, dass die letzte Saison sehr gut lief. Im Riesentorlauf liegt er in der Disziplinenwertung auf Platz 34. Auch im Slalom kann er von Fortschritten berichten, auch wenn er noch lange nicht sein ganzes Potential abrufen konnte. Durch die hohen Startnummern war er meist auf einer schlechten Piste unterwegs. In Chamonix zeigte er ansatzweise, dass er zu den besten 30 gehört. Jedoch konnte er sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren.

Er will in beiden technischen Disziplinen weiterkämpfen. Vielleicht bestreitet er den einen oder anderen Super-G, um ein besseres Gefühl für die Geschwindigkeit zu finden, bis der nächste Riesenslalom auf dem Terminkalender steht. So will der Slowake in erster Linie gesund sein, wenn die nächste Saison ansteht. Er glaubt fest daran, dass die Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo stattfinden werden. Hier möchte er sich von seiner besten Seite zeigen. Im Ski Weltcup selbst wird er Rennen für Rennen um eine gute Ausgangs- und Startposition kämpfen. Beim Saisonhöhepunkt in den bellunesischen Dolomiten würde eine gute Startnummer viele Möglichkeiten eröffnen.

Hinsichtlich der aktuellen Lage in Europa ist Adam Zampa zuversichtlich, dass der neue Winter mit dem traditionellen Opening in Sölden beginnt. Die Maßnahmen werden allmählich gelockert und bis zum Rennen im Ötztal bleibt noch viel Zeit. Sollten keine Fans vor Ort sein, müssten sie halt im schlimmsten Fall die Entscheidung im Riesentorlauf zumindest im Fernsehen sehen können.

Außerdem steht der Landsmann von Petra Vlhová in Kontakt mit den Trainern und Konkurrenten, wenn es darum geht, auch im August in Neuseeland zu starten. In vielen Sachen überwiegt der Optimismus und da sich allmählich wohl die Grenzen lockern werden, glaubt der Skirennläufer, dass alles seinen gewohnten Gang gehen wird. Er hofft, dass er nach Neuseeland reisen kann. Ansonsten bleiben noch viele Möglichkeiten, so etwa ein Training in der Hohen Tatra. Je nach Situation wird man alles überprüfen. Es ist in der Tat gut, wenn man sich mehrere Optionen und Pläne offen lässt.

Des Weiteren wird Zampa das Budget mit den Sponsoren festlegen. Es wird nicht einfach. Aber er will das Beste daraus machen. Im „normalen“ Leben abseits der Skipiste vermisst der Skirennläufer momentan das Abendessen mit Freunden, das gesellige Beisammensein mit gutem Essen und Bier. Es tut ihm auch ein bisschen leid, dass er seinen Cousin in der tschechischen Hauptstadt Prag derzeit nicht besuchen kann. Doch eine Vorfreude bleibt, die Vorfreude auf ein gutes Steak. Das hat sich der ältere der Zampa-Brüder nach dem Corona-Ende wohl mehr als nur verdient.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: sport.aktuality.sk

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