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Auch Hanna Schnarf stellt die Skier in den Keller

Auch Hanna Schnarf stellt die Skier in den Keller (Foto: Hanna Schnarf / Facebook)

Auch Hanna Schnarf stellt die Skier in den Keller (Foto: Hanna Schnarf / Facebook)

Olang/Pfalzen – Die Südtiroler Skirennläuferin Hanna Schnarf hat ihre Karriere beendet. Die 35-Jährige aus dem Pustertal gab als Hauptgrund den Schien- und Wadenbeinbruch an, den sie sie im November 2018 erlitt. Seitdem bestritt die Speedspezialistin kein Rennen mehr.

Bereits vorher wurde sie mehrere Mal durch schwere Verletzungen zurückgeworfen. Doch die 189-fache Starterin eines Ski Weltcup Rennens gab nie auf. Auch wenn sie im Konzert der Großen zweimal als Zweite nur knapp einen Sieg verpasste, war sie als Frohnatur ein bei allen sehr beliebte Athletin.

Schnarf zeigte bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver bzw. vier Jahre später in Pyeongchang jeweils im Super-G eine sehr gute Fahrt. Während sie in Kanada um elf Hundertstelsekunden den Sprung unter die besten Drei verpasste, lag sie in Südkorea nur um eine halbe Zehntelsekunden hinter einem Platz, der ihr ein Edelmetall in Zeichen der fünf Ringe gebracht hätte.

Der zweite Rang in Cortina vor zwei Jahren bleibt ihr ewig in Erinnerung, da sie immer gerne auf der Olimpia delle Tofane gefahren ist und sie die Strecke im WM-Ort von 2021 als Lieblingspiste sah. Traurig und wehmütig blickt sie auf die Olympischen Spiele 2006 in Turin zurück, wo sie als blutjunge Athletin qualifiziert war, doch ein Kreuzbandriss sämtliche Hoffnungen wie eine Seifenblase zerplatzen ließ.

In der Zukunft will sie der Finanzsportgruppe erhalten bleiben und sich ihrer Familie widmen. Wir von skiweltcup.tv wünschen der sympathischen Neo-Skipensionistin alles Gute und Liebe für die Zukunft.

 

Hanna Schnarf verabschiedet sich bei ihren Fans über Facebook

Hallo Freunde,
es ist für mich die Zeit gekommen, dem Skirennsport LEBEWOHL zu sagen und dieses Kapitel meines Lebens zu schließen. Eigentlich wollte ich meinen Rücktritt beim WC-Finale in Cortina bekanntgeben…

Mit meiner Entscheidung bin ich im Reinen, denn ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich gespürt habe, dass mein Körper nicht mehr mitspielt. Trotzdem werde ich dieses Leben vermissen, das Adrenalin, Kribbeln am Start, meine Mannschaft, die Gegnerinnen… Es waren intensive Jahre voller Emotionen, mit Höhen und Tiefen… Was bleibt, sind viele Erinnerungen und ich bin dankbar für all die Erfahrungen, die ich machen durfte.

Ein großes Dankeschön an alle, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben, allen voran meine Familie, meine Trainer, Sponsoren und Ausrüster, insbesondere die der letzten Jahre @fischerski @leki.ski.outdoor @briko.official @grapossoftdrinks die Sportgruppe der FIAMMEGIALLE, meine Physios, Ärzte, Freunde und nicht zu vergessen meine Mannschaftskolleginnen.

Ihr werdet mir fehlen! 

 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.sportnews.bz

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