1 April 2020

Emanuele Buzzi kann auf eine erfolgreiche Comeback-Saison zurückblicken

Emanuele Buzzi kann auf eine erfolgreiche Comeback-Saison zurückblicken (© Emanuele Buzzi / instagram)
Emanuele Buzzi kann auf eine erfolgreiche Comeback-Saison zurückblicken (© Emanuele Buzzi / instagram)

Hinter Emanuele Buzzi liegt eine anstrengende und erfolgreiche Comeback-Saison, die durch die Corona-Krise vorzeitig beendet werden musste. Mit zwei Top-Ten Platzierungen, bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen (10.) und beim Super-G von Hinterstoder (9.) konnte der 25-Jährige durchaus eine positive Saisonbilanz ziehen.

Doch blicken wir zurück in die Saison 2018/19. Bei der Lauberhornabfahrt in Wengen, erzielte Buzzi mit dem sechsten Platz sein bestes Ski Weltcup Resultat. Doch die Freude währte nur sehr kurz. Der Speedspezialist kam im Zielraum zu Sturz und verletzte sich so schwer, dass an eine Fortsetzung der Saison nicht mehr zu denken war. Er war unter einer Bande einklemmt. Bei der Untersuchung im Krankenhaus wurde ein Schienbeinkopfbruch festgestellt.

Rückblick: Die Saison-Bilanz von Emanuele Buzzi

„Wenn ich knapp einem Monat nach dem letzen Rennen der Saison 2019/20 eine Bilanz ziehe, kommen mir zunächst folgende Worte in den Sinn. Es war eine seltsame Saison, weil sie nicht richtig ins Laufen kam. Zunächst sorgte das schlechte Wetter immer wieder für Programmänderungen, und der Notstand durch Covid-19 hat sie vorzeitig beendet. Gerade wir als italienisches Team hätten uns besonders auf Cortina gefreut.

Auf mich bezogen, war es eine Saison mit Höhen und Tiefen, was ich aber nach meiner langen Verletzungspause nicht anders erwartet habe. Am Ende war es aber eine positive Saison, die beste meiner Laufbahn. Ich schaffte zwei Top 10 und fünf Top 15 Platzierungen, wobei ich oft auf dem Niveau der Weltbesten unterwegs war.

Das Rennen, das mir die größte Genugtuung bereitete, war zweifellos das in Garmisch. Die Leistung auf deutschem Boden hat mir klar gemacht, dass ich mit den stärksten Abfahrer der Welt mithalten kann. Ich bin so Ski gefahren, wie ich es mir schon lange vorgestellte habe und es bis dahin noch nicht umsetzen konnte.

Mein Auftritt in Wengen war für mich enttäuschend. Ich wollte auf dem Lauberhorn wirklich gut abschneiden, und mich für das Pech des letzten Jahres rächen. Stattdessen endete mein Rennen praktisch nach nur zwei Toren. Ich war auf die Kante gekommen und nur durch ein Wunder kam ich nicht zu Sturz. Im Ziel habe ich im Vergleich zum Rennen der letzten Saison genau 50 Positionen verloren. Auf jeden Fall ein Tag zum Vergessen. Leider gab es auch so noch einige negative Ausschläge, und so beendet ich die Saison in der Abfahrt außerhalb der Top 30. Auch wäre ein Top 15 Platz am Ende der Saison in der Super-G Rangliste möglich gewesen. Das verpasste ich knapp.

Abgesehen von den Ergebnissen habe ich mich technisch verbessert. So sehe ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin und das ist gut für mein Selbstvertrauen. Bei schlechtem Wetter und schlechten Sichtverhältnissen habe ich noch meine Probleme. An diesem Faktor muss ich noch abreiten, damit ich auch an solchen Tagen meine Leistungen kontinuierlich abrufen kann.

Natürlich halte ich mich an die häusliche Quarantäne. Ich habe mich etwas erholt und halte mich soweit wie möglich mit Gymnastik, Konditionsarbeit und Gewichten fit. Wie alle hoffe auch ich, dass wir bald wieder zur Normalität zurückkehren können. Ein besonderer Dank gilt allen die sich in dieser Zeit für die erkrankten Menschen einsetzten. Dabei denke ich vor allem auch an das medizinische Personal, dass an der Eindämmung der Corona-Pandemie arbeiten.

Auch wenn wir noch gegen den Coronavirus kämpfen, denke ich bereits an die nächste Saison. Im kommenden Winter möchte ich wettbewerbsfähiger sein, und noch näher an die Spitze heranrücken. Vielleicht gelingt mir ja, zumindest einmal, das perfekte Rennen.“

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