8 März 2022

Junioren-Ski-WM 2022 in Panorama: Bei der Heim-WM freute sich das Team Canada über die Goldmedaille

Junioren-Ski-WM 2022 in Panorama: Bei der Heim-WM freute sich das Team Canada über die Goldmedaille (Foto: © Panorama Mountain Resort)
Junioren-Ski-WM 2022 in Panorama: Bei der Heim-WM freute sich das Team Canada über die Goldmedaille (Foto: © Panorama Mountain Resort)

Panorama – Am heutigen Montag wurde im kanadischen Panorama im Rahmen der diesjährigen Junioren-Ski-WM der Mannschaftsbewerb ausgetragen. Dabei holte sich die Mannschaft aus Kanada, bestehend aus Cassidy Gray, Etienne Mazeiller, Justine Lamontagne und Raphael Lessard die Goldmedaille. Der zweite Platz, gleichbedeutend mit dem Gewinn der Silbermedaille, ging an Österreich, die mit Victoria Olivier, Joshua Sturm, Magdalena Egger und Lukas Passrugger an den Start gingen. Im kleinen Finale sicherte sich die Schweiz im Zweikampf gegen die USA die Bronzemedaille. Die glücklichen Vier waren Delphine Darbellay, Reto Mächler, Delia Durrer und Eric Wyler; sie behielten gegen die  Oberhand. Somit blieben Allie Resnick, Cooper Puckett, Zoe Zimmermann und Isaiah Nelson ohne weltmeisterliches Edelmetall.

 

Großes Finale: Österreich – Kanada 1:3

Das Team Austria empfing im Finale das Gastgeber-Kontingent. Victoria Olivier hatte gegen die Hausherrin Cassidy Gray das Nachsehen. Joshua Sturm hielt Etienne Mazellier klar auf Distanz. Magdalena Egger war im Ringen mit Justine Lamontagne um eineinhalb Zehntelsekunden langsamer. Da Lukas Passrugger sein Duell gegen Raphael Lessard klar den Kürzeren zog, gewann das Team Kanada auf heimischem Schnee die Goldmedaille, zu der wir herzlich gratulieren.

 

Kleines Finale: Schweiz  – USA 2:2 (Schweiz aufgrund der Zeitregel besser)

Im Finale um Platz drei traf das Swiss-Ski-Team auf das US-amerikanische Quartett. Delphine Darbellay war um ein Vielfaches schneller als ihre Kontrahentin Allie Resnick. Reto Mächler schied Cooper Puckett aus. Delia Durrer konnte sich gegen Zoe Zimmermann behaupten. Im allesentscheidenden vierten Duell war Eric Wyler gegen Isaiah Nelson langsamer, doch die wieder in Anspruch genommene Zeitregel sorgte dafür, dass die eidgenössische Auswahl die Bronzemedaille gewann und die US-Delegation mit leeren Händen ausging.

 

Das erste Halbfinale war eine sehr klare Angelegenheit zugunsten Österreichs. Magdalena Egger und Co. ließen dem eidgenössischen Quartett beim 4:0 keine Chance. Kanada profitierte im Duell gegen die USA von der Zeitregel und zog ebenfalls ins Finale ein.

  1. Halbfinale: Österreich – Schweiz 4:0

Im Duell der beiden alpinen Ski-Großmächte trafen Österreich und die Schweiz aufeinander. Victoria Olivier war in ihrem Zweikampf gegen schneller. Delphine Darbellay. Auch Joshua Sturm konnte sich im Duell gegen Reto Mächler behaupten. Magdalena Egger triumphierte knapp gegen Delia Durrer und sorgte dank des dritten Punkt dafür, dass ihr Ensemble ins Finale einzog. Lukas Passruggers Gegner Eric Wyler schied aus, sodass die vier Angehörigen des Teams Austria locker und schier mühelos weiterkam.

  1. Halbfinale: USA – Kanada 2:2 (Kanada aufgrund der Zeitregel besser)

Weitaus dramatischer verlief das zweite Halbfinale. Cassidy Gray brachte Kanada im Bruderduell gegen die USA, vertreten durch Allie Resnick, mit 1:0 in Front. Doch der US-Amerikaner Cooper Puckett, der gegen Etienne Mazellier triumphierte, sorgte für den 1:1-Ausgleich. Mehr noch: Zoe Zimmermann konnte ihre Equipe nach dem Ausfall ihrer Gegnerin Justine Lamontagne mit 2:1 in Führung bringen. Da der Super-G-Weltmeister Isaiah Nelson gegen Raphael Lessard verlor und wieder einmal die Zeitregel herhalten musste, zogen die Gastgeber freudestrahlend ins große Finale ein.

 

Im Viertelfinale hatten das ÖSV-Team und das Swiss-Ski-Kollektiv mehr Glück als Verstand. Die Auswahlen aus Finnland und Norwegen erwiesen sich mehr als nur ebenbürtig und hatten nur aufgrund der Zeitregel das Nachsehen. Die Kanadier konnten sich in der gleichen Weise über Italien behaupten. Nur die USA sorgten beim 3:1-Erfolg über Schweden für klarere Verhältnisse.

  1. Viertelfinale: Österreich – Finnland 2:2 (Österreich aufgrund der Zeitregel besser)

Victoria Olivier brachte das Team Austria im Duell gegen Erika Pykalainen mit 1:0 in Führung. Joshua Sturm war schneller als Jaakko Tapanainen und erhöhte somit aus der Sicht des ÖSV-Kollektivs auf 2:0. Magdalena Egger, die im Rahmen dieser Junioren-Weltmeisterschaften schon so viele Medaillen gewann, verlor knapp gegen Rosa Pohjolainen. Da auch Lukas Passrugger gegen Jesper Pohjolainen unterlag, musste gerechnet werden. Aufgrund der besseren Zeit zogen die Österreicher noch einmal den Kopf aus der Schlinge.

  1. Viertelfinale: Norwegen – Schweiz 2:2 (Schweiz aufgrund der Zeitregel besser)

Spannend verlief auch das zweite Duell der letzten Acht. Delphine Darbellay ließ nichts anbrennen und brachte die Schweiz gegen Norwegen mit 1:0 in Front. Reto Mächler hatte in seinem Zweikampf gegen Alexander Steen Olsen nur knapp das Nachsehen. Delia Durrer triumphierte über Carmen Sofie Nielssen und brachte das Swiss-Ski-Team mit 2:1 in Front. Eirik Hystad Solbergs Erfolg über Eric Wyler, wenngleich nur um zwei Hundertstelsekunden, war am Ende für die Wikinger zu wenig, auch wenn das hartumkämpfte Duell mit 2:2 endete. Das eidgenössische Quartett zog über die Zeitregel ins Semifinale ein.

  1. Viertelfinale: Schweden – USA 1:3

Wie in der Runde zuvor musste sich Moa Mussener Boström aus Schweden in ihrem Auftaktduell – dieses Mal gegen das US-Girl Allie Resnick –geschlagen geben. Fabian Ax Swartz konnte für die Nordeuropäer ausgleichen, zumal sein Widersacher Cooper Puckett ausschied. Zoe Zimmermann brachte die Delegation von der anderen Seite des Atlantiks mit 2:1 in Front, nachdem sie vom vorzeitigen Aus ihrer skandinavischen Konkurrentin Liv Ceder profitierte. Da Isaiah Nelson die Nerven behielt und Lucas Ermeskog in die Schranken wies, mussten die Schweden mit einer 1:3-Niederlage die Koffer packen.

  1. Viertelfinale: Kanada – Italien 2:2 (Kanada aufgrund der Zeitregel besser)

In der letzten Herausforderung der letzten Acht traf die ungeschlagene italienische Auswahl auf die Gastgebernation Kanada. Beatrice Sola schied im Zweikampf gegen Cassidy Gray aus und sorgte, dass die Hausherren mit 1:0 in Führung gingen. Etienne Mazeiller war einen Hauch langsamer als Filippo Della Vite, der für die azurblaue Truppe den 0:1-Rückstand egalisierte. Justine Lamontagne drehte den Spieß gegen Annette Belfrond um und ließ die Ahronblätter ein zweites Mal jubeln. Raphael Lessard schied bei seiner Fahrt gegen Giovanni di Paolo aus. Doch die Zeitregel sorgte dafür, dass die Kanadier in die Vorschlussrunde einzogen.

 

Im Achtelfinale gab es viele 3:1-Erfolge. So gewannen Österreich, Finnland, Norwegen, die Schweiz, die USA und Kanada mit diesem Ergebnis. Schweden wehrte dank der besseren Gesamtzeit eine Blamage gegen Spanien ab. Italien sorgte beim 4:0 über die Slowakei für klare Verhältnisse.

  1. Achtelfinale: Österreich – Niederlande 3:1

Im Achtelfinale gab sich Österreich im Duell gegen die Niederlande keine Blöße. Victoria Olivier, Joshua Sturm und Magdalena Egger gewannen ihre Duelle gegen Noa Rabou, Christopher Dijksman und Kiara Derks. Lediglich Lukas Passrugger, der ausschied, sorgte dafür, dass Jurre Jeurissen zum 1:3-Endstand aus der Sicht der Oranje-Mannschaft verkürzen konnte.

  1. Achtelfinale: Frankreich – Finnland 1:3

Frankreich unterlag gegen Finnland mit 1:3. Dabei begann es so gut für die Equipe Tricolore. Clarisse Breche brachte ihr Team nach einem Sieg über Erika Pykalainen mit 1:0 in Führung. Dann riss der Faden und Alban Elezi Cannaferina, Alizee Dahon und Thomas Lardon verloren ihre Zweikämpfe gegen Jaakko Tapanainen, Rosa Pohjolainen und Jesper Pohjolainen. Besonders bitter: Zwei Duelle gingen aus der Sicht der Grand Nation nur um wenige Hundertselsekunden verloren.

  1. Achtelfinale: Norwegen – Polen 3:1

Im dritten Achtelfinale traf Norwegen auf Polen. Die Wikingerin Pernille Dyrstad hatte im ersten Duell gegen Patrycja Florek knapp die Nase vorn. Alexander Steen Olsen profitierte vom Ausfall seines Gegners Nicholas Czarnik. Magdalena Luczak verkürzte auf 1:2, zumal Carmen Sofie nicht ins Ziel kam. Eirik Hystad Solberg machte gegen Bartłomiej Sanetra den Sack zu und sicherte der nordeuropäischen Delegation den entscheidenden dritten Punkt, um ins Viertelfinale einzuziehen.

  1. Achtelfinale: Schweiz – Großbritannien 3:1

Die Schweiz empfing im vierten Achtelfinale Großbritannien. Delphine Darbellay siegte im Duell gegen Alexa Elliff und stellte auf 1:0. Ed Guigonnet kam nicht ins Ziel und bescherte den Eidgenossen – inzwischen war Reto Mächler an den Start gegangen- den zweiten Zähler. Delia Durrer war in ihrem Rennen zu stark für Lois Jackson. Dass Eric Wyler im unbedeutenden vierten Lauf Owen Vinter in Form eines Ausfalls unterlag, hinderte das Swiss-Ski-Team nicht daran, mit einem souveränen 3:1-Endstand in die nächste Runde aufzusteigen.

  1. Achtelfinale: Schweden – Spanien 2:2 (Schweden aufgrund der Zeitregel besser)

Das Drei-Kronen-Team bekam es mit dem spanischen Kollektiv zu tun. Lisa Vallcorba brachte die Außenseiter im Duell gegen Moa Boström Mussener mit 1:0 in Führung. Fabian Ax Swartz konnte dank des Ausfalls von Tomas Barata den Ausgleich erzielen. Liv Ceder triumphierte über Jana Suau. Als Lucas Ermeskog – auch er kam nicht ins Ziel – gegen Ander Mintegui den Kürzeren zog, mussten die Stoppuhren für den Viertelfinaleinzug als Hilfsmittel herangezogen werden. Der Blick auf die Zeitmesser zeigte, dass die Schweden um 23 Hundertselsekunden schneller waren.

  1. Achtelfinale: USA – Tschechische Republik 3:1

Als Allie Resnick ihr Auftaktduell gegen Alena Labastová verlor, stand es 1:0 für die tschechische Delegation. Doch dann gaben die US-Nachwuchsathleten Gas. Cooper Puckett, der gegen Vojtec Kucera siegte und Zoe Zimmermann, die gegen Barbora Novakova gewann, wandelten den 0:1-Rückstand in einen 2:1-Vosprung um. Nachdem David Kubes ausschied, sorgte Isaiah Nelson für den dritten und allesentscheidenden Punkt und den Einzug in die Runde der letzten Acht.

  1. Achtelfinale: Deutschland – Kanada 1:3

Eine Enttäuschung erlebte das DSV-Quartett gegen Kanada. Cassidy Gray brachte die Gastgeber nach einem Sieg über Emma Aicher mit 1:0 in Front. Marinus Sennhofer glich nach seinem Erfolg von Etienne Mazellier aus. Doch dann verschossen die Deutschen ihr Pulver. Sowohl Ronja Wiesler als auch Simon Luca Wolf hatten gegen Justine Lamontagne bzw. Raphael Lessard das Nachsehen.

  1. Achtelfinale: Italien – Slowakei 4:0

Auch wenn viele Achtelfinalduelle mit 3:1 endeten, blieb die Squadra Azzurra gegen die Slowakei unbesiegt. Beatrice Sola war in ihrem Lauf, der nicht einmal 20 Sekunden dauerte, sage und schreibe gut acht Zehntelsekunden, eine gefühlte Ewigkeit schneller als Lenka Ninajova. Filippo Della Vite profitierte vom Ausfall seines Gegners Teo Zampa. Annette Belfrond gewann knapp gegen Rebeka Jancova. Der Triumph Gianlorenzo Di Paolo über Jan Sanitrar war nur noch das Sahnehäubchen oder für die Freunde der Statistik der vierte Punkt beim klaren 4:0-Sieg über das Kollektiv aus Mittelosteuropa.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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