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LIVE: 1. Abfahrt der Herren in Kitzbühel 2021 am Freitag – Vorbericht, Startliste und Liveticker – Startzeit: 11.30 Uhr

LIVE: 1. Abfahrt der Herren in Kitzbühel 2021 am Freitag - Vorbericht, Startliste und Liveticker - Startzeit: 11.30 Uhr (© Claudia Egger / Skiweltcup.TV)

LIVE: 1. Abfahrt der Herren in Kitzbühel 2021 am Freitag – Vorbericht, Startliste und Liveticker – Startzeit: 11.30 Uhr (© Claudia Egger / Skiweltcup.TV)

Kitzbühel – Ohne den Norweger Aleksander Aamodt Kilde, den verletzungsbedingt nicht fahrenden Führenden in der Disziplinenwertung, geht in Kitzbühel die erste von zwei Abfahrten in der Skiweltcupsaison 2020/21 über die Bühne. Es wird auch ohne ihn und ohne Fans eine spannende Geschichte. Denn die Fahrten in der Gamsstadt sind immer etwas Besonderes. Das ist auch für Matthias Mayer so, der im Vorjahr auf der Streif gewinnen konnte und im ersten Probelauf am Mittwoch aufgezeigt hat. Der Startschuss zur ersten von zwei Abfahrten auf dem Hahnenkamm ertönt um 11.30 Uhr (MEZ). Die offizielle FIS Startliste für den 1. Abfahrtslauf der Herren am Freitag um 11.30 Uhr in Kitzbühel, sowie die Startnummern und den FIS Liveticker finden sie im Menü oben.

Alle Informationen zum zweiten Abfahrtslauf der Herren in Kitzbühel am Samstag – Bitte hier klicken

  

Daten und Fakten (Hahnenkammabfahrt)
4. Ski Weltcup Abfahrt der Herren in Kitzbühel 2020/21

FIS-Startliste: 1. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Liveticker: 1. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Endstand: 1. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Startliste: 2. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Liveticker: 2. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Endstand: 2. Abfahrtstraining in Kitzbühel
FIS-Startliste: Abfahrt der Herren in Kitzbühel
FIS-Liveticker: Abfahrt der Herren in Kitzbühel
FIS-Endstand: Abfahrt der Herren in Kitzbühel

Gesamtweltcupstand der Herren 2020/21
Weltcupstand Abfahrt der Herren 2020/21

Nationencup: Herrenwertung
Nationencup: Gesamtwertung

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Einer der besten Gamsjäger ist ohne Zweifel der Südtiroler Dominik Paris. Rund ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss ist der Ultner mit den Rängen 10, 15 und 4 noch nicht ganz nach Wunsch in den alpinen Skiwinter 2020/21 gestartet. Aber Kitzbühel kommt gerade recht. Dort hat er immer in ungeraden Jahren gewonnen. Und 2021 ist ein solches Jahr. Der 33-jährige Schweizer Beat Feuz fährt seit eineinhalb Jahren im Weltcup. In der Gamsstadt blieb er noch ohne Sieg. Aber wer den routinierten Eidgenossen kennt, weiß, dass er gut fahren möchte und in dieser Saison drei Möglichkeiten dazu hat.

Vincent Kriechmayr, seines Zeichens Bester im zweiten Probelauf, hat mit der „Streif“ noch das eine oder andere Hühnchen zu rupfen. Vor drei Jahren vergab er den möglichen Sieg in der Traverse; und auch im vergangen Jahr wurde er Zweiter. Somit ist auch er überfällig, was einen vollen Erfolg betrifft. Der früher als schlampiges Genie bezeichnete Eidgenosse Urs Kryenbühl will weiterhin auf der Welt des Erfolgs reiten. Zwei Podestplätze hat er in der diesjährigen Abfahrtssaison eingefahren. Wieso sollte dem 26-Jährigen dieses Kunststück nicht auch in Kitzbühel gelingen?

Immer auf der Rechnung muss man den US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle haben. Der Athlet von der anderen Seite des Atlantiks hat in Bormio überzeugt und will den Schwung auch in Kitzbühel mitnehmen, auch wenn rund ein Monat seit der letzten Abfahrt ins Land gezogen ist. Martin Cater aus Slowenien hat in Val d’Isère gewonnen. Danach wurde es etwas ruhiger. Das heißt aber nicht, dass er das Skifahren verlernt hat. Er kann auch in der Gamsstadt ein gutes Resultat erzielen. Davon ist auszugehen.

Die Deutschen Romed Baumann, Pepi Ferstl, Andreas Sander und Dominik Schwaiger haben in den Trainings gute Leistungen abrufen können. Es gilt nun, diese auch im Rennen zu zeigen. Dann ist die eine oder andere einstellige Endplatzierung im Bereich des Möglichen. Max Franz aus Österreich hat im zweiten Probelauf auch überzeugt. Er möchte das auch im Rennen zeigen. Sollte ihm das gelingen, ist für den Kärntner ein Sprung auf das Podest keineswegs utopisch. Aufpassen muss man auf den Wikinger Kjetil Jansrud, aber auch auf die US-Boys Jared Goldberg, Travis Ganong und Bryce Bennett. Der Italiener Matteo Marsaglia – aufgrund seines guten Trainingsresultats – und der erfahrene Eidgenosse Carlo Janka sind imstande, auf der „Streif“ etwas Brauchbares zuwege zu bringen.

Das gilt auch für die Franzosen Johan Clarey, Nils Allegre und Matthieu Bailet, aber auch für den sympathischen Südtiroler Christof Innerhofer.

 

Das Rennen auf der legendären Streif in Kitzbühel

Sie gilt als eine der schwierigsten Abfahrten der Welt, die Streif. Ausgetragen wird die Königsdisziplin am Hahnenkamm nach dem, ebenfalls zu den Klassikern zählenden, Lauberhornrennen im schweizerischen Wengen. 1937 wurde erstmals auf der heutigen Streif gefahren. Das erste Rennen entschied der Österreicher Thaddäus Schwabl mit einer Zeit von 3:53,1 Minuten für sich. Den bis heute gültigen Streckenrekord hält Fritz Strobl, er überquerte im Jahr 1997 nach 1:51,58 Minuten die Ziellinie.

Der Start

Von Beginn an galt die Streif als besonders. Aus dem 1.665 Meter hoch gelegenen Starthaus geht es in den Startschuss. „Es gibt kein Startraum wo so eine Stille herrscht wie auf der Streif. Da ist eine ganz besondere Atmosphäre“, erzählt OK-Chef Michael Huber.

Die Mausefalle & der Steilhang

Auf dem 160 Meter langen und 51 Prozent steilen Starthang erreichen die Rennläufer nach nur 8,5 Sekunden die Mausefalle. Es folgt der erste Sprung, der zugleich auch der Weiteste ist. Bis zu 80 Meter fliegen die Athleten auf dem mit 85 Prozent Gefälle steilstem Stück der Streif. Die Geschwindigkeit steigt auf 110 bis 120 Kilometer pro Stunde (km/h) an. Das „Karussell“ vor dem Steilhangeinfahrt entscheidet in großem Maße über Sieg oder Niederlage. Kurzzeitig müssen die Läufer Fliehkräfte von 3,1 g aushalten.

Der nachfolgende “Steilhang” zählt zu den technischen Gustostücken im Weltcup. Nur mit perfekt geschliffenen Kanten und einem exakten Timing kann die eisigste Stelle dieses technisch anspruchsvollen Abschnitts optimal gefahren werden.

Der Brückenschuss, das Geschöss & die alte Schneise

Mit möglichst viel Geschwindigkeit geht es anschließend in den Brückenschuss und das Gschöss. „Dort muss man gleiten können“, berichten Insider, ein schneller Ski und gute Kondition sind gefragt. Mit einem kleinen Sprung geht es in die schräg hängende „Alte Schneise“ rein und zur Anfahrt auf den Seidlalmsprung.

Der Seidlalmsprung

Seit 1994 gibt es den Seidlalmsprung, es ist genau die Mitte der Rennstrecke. In tiefer Hocke fahren die Athleten auf den Sprung zu, ohne zu sehen was danach kommt. Nur keinen Fehler machen! Hier muss im Sprung nach rechts gedreht werden, um die Einfahrt zur langgezogenen Seidlalmkurve gut zu erwischen.

Der Lärchenschuss & Hausberg

Nach einem beinahe 90° Turn kommt man in den Lärchenschuss, Anfahrt Oberhausberg. Nach einem energieraubenden „S“, bei dem man nicht zögern darf, springt man über die Hausbergkante in eine Kompression, gefolgt von einem fordernden Linksschwung, in die Hauberg Traverse bzw. Querfahrt.

Die Piste wird unruhiger, die Muskeln brennen, die Athleten werden durchgeschüttelt und vor allem muss die Ideallinie gehalten werden. Höchste Anforderungen an Mensch und Material werden bei 100 bis 110 km/h verlangt auf der Querfahrt.

Der Zielsprung

Dann kommt der Zielsprung, Hocke und runter geht es zum Zielsprung, höchste Geschwindigkeiten werden hier gefahren, bis zu 150 km/h. Die Kompression vor dem Zielsprung drückt die Rennläufer regelreich auf die Piste und anschließend heben sie in den finalen Zielhang ab. Die Zuschauer feiern die Rennläufer nochmals richtig an. Endlich das Ziel, abschwingen und ein schneller Blick auf die Zeituhr. Enttäuschung und Freude liegen hier eng beieinander. Sieger sind sie alle, die die Streif bewältigen.

 

Hahnenkamm Programm 2021

Freitag, 22. Jänner
11.30 Uhr: 1. Hahnenkamm Abfahrt / Ersatz Wengen

Samstag, 23 Jänner
11.30 Uhr: Traditionelle Hahnenkamm Abfahrt 2021

Sonntag, 24. Jänner
10.20 Uhr: Hahnenkamm Super-G 2021

 

Herren Abfahrtsrennen der Saison 2020/21

  1. Abfahrtslauf der Herren in Val d’Iser

Am dritten Adventsonntag wurde im französischen Val d’Isère die erste Herren-Abfahrt in der Ski-Weltcup Saison 2020/21 ausgetragen. Dabei triumphierte der Slowene Martin Cater vor dem Österreicher Otmar Striedinger und dem Schweizer Urs Kryenbühl. Mit dieser Reihenfolge hatte wohl niemand gerechnet. Auf Rang vier schwang der Norweger Aleksander Aamodt Kilde ab. Der Franzose Johan Clarey belegte bei seinem Heimrennen den fünften Platz. Beat Feuz aus der Schweiz, der immer konstante Ergebnisse erzielt und die vierte kleine Kristallkugel en suite gewinnen möchte, landete heute auf Position sechs. Der Deutsche Andreas Sander zeigte eine sehr gute Vorstellung und beendete seinen Arbeitstag auf Rang sieben. Matthias Mayer aus Österreich, er ist wie Striedinger im südlichsten Bundesland der Alpenrepublik daheim, schwang als Achter ab. Romed Baumann aus Deutschland, eigentlich ein Tiroler, konnte sich über Platz neun freuen. Die besten Zehn wurden vom wieder genesenen Südtiroler Dominik Paris komplettiert.

  1. Abfahrtslauf der Herren in Gröden

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde gewann die Skiweltcup-Abfahrt der Herren in Gröden. Auf Position zwei schwang der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle ab. Der Schweizer Beat Feuz kletterte als Dritter auf die niedrigste Stufe des Podests. Sehr gut präsentierten sich die US-Amerikaner Bryce Bennett und Jared Goldberg auf den Positionen vier und sechs. Lediglich Kildes Mannschaftskollege Kjetil Jansrud schob sich dazwischen; er war auf die Hundertstelsekunde gleich schnell wie Bennett unterwegs. Ein erfreuliches und kräftiges Lebenszeichen gab es von Carlo Janka zu vermelden, der als Siebter abschwang. Bester Deutscher war Romed Baumann; er belegte den achten Platz. Die besten Zehn wurden von den beiden Österreicherin Max Franz und Matthias Mayer vervollständigt.

  1. Abfahrtslauf der Herren in Bormio

Mit dem Abfahrtsklassiker auf der ‚Stelvio‘ wurde in Bormio das letzte Skirennen des Kalenderjahres 2020 ausgetragen. Dabei beendete Matthias Mayer die lange, sieglose Serie des ÖSV. Knapp dahinter reihte sich sein Teamkollege Vincent Kriechmayr auf Platz zwei ein. Auch der Rückstand des auf Rang drei abschwingenden Schweizers Urs Kryenbühl war alles andere als riesengroß. Dominik Paris, der fünffache Bormio-Abfahrtssieger verpasste hauchdünn den Sprung aufs Podest. Hinter dem Vierten aus dem Ultental klassierte sich Kryenbühls Landsmann Mauro Caviezel auf Position fünf. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde war etwas zu brav unterwegs und landete auf den für ihn wohl enttäuschenden sechsten Platz. Der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der sowohl die Abfahrtstrainings auf der Stelvio als auch den Super-G dominierte, positionierte sich auf Rang sieben. Die Franzosen Matthieu Bailet und Johan Clarey reihten sich auf den Plätzen acht und neun ein. Beat Feuz vom Swiss-Ski-Team und seines Zeichens der beste Abfahrer der jüngeren Geschichte, musste sich mit der zehnten Position begnügen.

 

Blick zurück: Saison 2019/20
Abfahrtslauf der Herren in Kitzbühel

Die Nummer 13 hat dem Kärntner Matthias Mayer Glück gebracht. Der ÖSV-Athlet gewann die legendäre Abfahrt in Kitzbühel und verwies der das zeitgleiche Duo Vincent Kriechmayr aus Österreich und Beat Feuz aus der Schweiz auf den zweiten Rang. Die Franzosen zeigten auch, was in ihnen steckt. So klassierten sich Johan Clarey und Maxence Muzaton auf den Plätzen vier und fünf. Der Norweger Kjetil Jansrud, der am Vortag den Super-G für sich entschieden hatte, schwang als Sechster ab. Romed Baumann aus Deutschland belegte den siebten Platz. Die besten Zehn wurden von Bryce Bennett aus den USA, Jansruds Mannschaftskollegen Aleksander Aamodt Kilde und vom Eidgenossen Carlo Janka vervollständigt.

 

Vorbericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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