26 Oktober 2021

Mikaela Shiffrin kann, trotz Tränen, wieder lachen

Mikaela Shiffrin kann, trotz Tränen, wieder lachen
Mikaela Shiffrin kann, trotz Tränen, wieder lachen

Sölden – Nach 24 harten Monaten freute sich die US-amerikanische Skirennläuferin Mikaela Shiffrin über ihren Sieg in Sölden. Der Triumph im Riesentorlauf ist gleichzeitig der 70. Erfolg bei einem Ski Weltcup Rennen. Die 26-Jährige dominierte das Geschehen und wirkte sichtlich gelöst. Im Zielraum wartete Mutter und Mentorin Eileen, aber auch Freund Aleksander Aamodt Kilde.

Auch ein Lächeln huschte der Skirennläuferin über das Gesicht. Die sechsfache Weltmeisterin und dreifache Gesamtweltcupsiegerin erzählte auch, dass sie wieder bei vollen Kräften sei und alles annähernd wie früher wäre. Aber halt doch noch etwas anders? Tief waren die Wunden, die Shiffrin im letzten Jahr erleben musste. So starb Vater Jeff bei einem Unfall, und dann versuchte man langsam die Lücke, die der Tod des Vaters hinterließ, zu schließen. Doch die 26-Jährige wusste von Beginn an, dass so eine Wunde nicht wie ein Kreuzbandriss verheilen würde.

Im Laufe der Zeit erkannte die Skirennläuferin, dass man zuversichtlich in die Zukunft blicken muss. Sie fand mit dem norwegischen Skirennläufer Aleksander Aamodt Kilde einen Partner, von dem sie lernen kann. Auch hat der Wikinger ihr das Lachen wieder beigebracht. Bei der vergangenen Ski-Weltmeisterschaft war die US-Amerikanerin wieder glücklich. Vier Medaillen bei vier Einsätzen können sich sehen lassen. Nun scheint sie wieder in die Spur des Erfolgs zurückgekehrt zu sein.

Shiffrin will bei den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Peking in allen fünf Disziplinen an den Start gehen. Die Athletin, die im Ötztal am Samstag sowohl die Weltmeisterin Lara Gut-Behrami als auch die slowakische Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhová hinter sich ließ, fühlt sich in der Rolle der Gejagten durchaus wohl. Im letzten Jahr fiel der Riesentorlauf in Killington coronabedingt aus. Jetzt will sie auch vor heimischer Kulisse zeigen, dass sie wieder die Alte ist.

Auch wenn bei der Siegerehrung einige Tränen flossen, zeigt ihre Aussage, dass sie sich auf die Speedrennen in Lake Louise und die Trainingssessions in den USA freue, dass sie sich auf einen sehr guten Weg zurück in die Normalität befindet.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: sueddeutsche.de

Verwandte Artikel:

Josef "Pepi" Ferstl im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich muss meine Leistungen noch konstanter abrufen.“
Josef "Pepi" Ferstl im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich muss meine Leistungen noch konstanter abrufen.“

Taching am See – Der deutsche Speedspezialist Pepi Ferstl schaut auf die vergangene Saison und beendete diese mit einem Sturz bei den Deutschen Meisterschaften. Dabei zog er sich einen Oberarmbruch zu. Er, der sich ab und zu mit seinem, früher im Ski Weltcup fahrenden Vater Sepp übers Skifahren austauscht, blickt zuversichtlich in die nahe Zukunft.… Josef „Pepi“ Ferstl im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich muss meine Leistungen noch konstanter abrufen.“ weiterlesen

Christian Mitter, der frühere ÖSV-Damentrainer, bringt norwegischen Nachwuchs auf Vordermann
Christian Mitter, der frühere ÖSV-Damentrainer, bringt norwegischen Nachwuchs auf Vordermann

Oslo – Den ehemalige ÖSV-Damenchefcoach Christian Mitter zieht es in den Norden Europas. Der 42-Jährige, wird die Europacup-Herren betreuen und Talente auf dem Weg in den Weltcup begleiten. Außerdem will er sie behutsam an die Spitze führen. Vor seinem dreijährigen Intermezzo beim Team Austria war er schon von 2007 bei den Wikingern im Einsatz. Ab… Christian Mitter, der frühere ÖSV-Damentrainer, bringt norwegischen Nachwuchs auf Vordermann weiterlesen

Jessica Hilzinger startet mit Head-Skiern in den WM-Winter 2022/23 (Foto: © Jessica Hilzinger / Instagram)
Jessica Hilzinger startet mit Head-Skiern in den WM-Winter 2022/23 (Foto: © Jessica Hilzinger / Instagram)

Oberstdorf – Die DSV-Skirennläuferin Jessica Hilzinger ist ab der kommenden Ski Weltcup Saison auf Head-Skiern unterwegs. Die 24-Jährige, die in der Schweiz geboren wurde und bis 2015 für Liechtenstein fuhr, ist im Riesentorlauf und Slalom erfolgreich. Im Weltcup fuhr sie einige Male unter die Top-20. Auf kontinentaler Ebene konnte sie bereits sechs Rennen für sich… Jessica Hilzinger startet mit Head-Skiern in den WM-Winter 2022/23 weiterlesen

Die slowenische Speedspezialistin Ilka Stuhec geht mit Kästle-Skiern in die neue Saison
Die slowenische Speedspezialistin Ilka Stuhec geht mit Kästle-Skiern in die neue Saison

Maribor – Die bekannte slowenische Ski Weltcup Rennläuferin Ilka Stuhec, die besonders in den schnellen Disziplinen zu den besten ihrer Zunft gehört, wird mit einem neuen Ausrüster in den WM-Winter 2022/23 gehen. Die Dame aus Maribor, die lange auf Stöckli-Brettern unterwegs war, hat einen Vertrag mit Kästle unterzeichnet. Somit hat der Hersteller aus Vorarlberg ein… Die slowenische Speedspezialistin Ilka Stuhec geht mit Kästle-Skiern in die neue Saison weiterlesen

Mathieu Faivre bestreitet die Heim-WM im nächsten Winter mit Salomon-Skiern (Foto: © Salomon Alpine / Facebook)
Mathieu Faivre bestreitet die Heim-WM im nächsten Winter mit Salomon-Skiern (Foto: © Salomon Alpine / Facebook)

Nizza – Nach einigen Testfahrten hat sich der französische Doppelweltmeister und Olympiamedaillengewinner Mathieu Faivre entschieden. Er wird in der nächsten Saison auf Salomon-Skiern an den Start gehen. Der Franzose, der vor einiger Zeit das Ende der zehnjährigen Kooperation mit Head ankündigte, hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Der 30-Jährige, der besonders im Riesentorlauf erfolgreich ist, will sein… Mathieu Faivre bestreitet die Heim-WM im nächsten Winter mit Salomon-Skiern weiterlesen