1 März 2022

Corinne Suter will den Kampf um die kleine Abfahrtskugel noch nicht aufgeben

Corinne Suter will den Kampf um die kleine Abfahrtskugel noch nicht aufgeben
Corinne Suter will den Kampf um die kleine Abfahrtskugel noch nicht aufgeben

Zürich – Am Sonntag war die schweizerische Skirennläuferin Corinne Suter zu Gast in der SRF-Sendung „Sportpanorama“. Sie berichtete, dass sie den 15. Februar 2022 nie mehr vergessen wird. An jenem Tag gewann sie die Olympia-Goldmedaille in der Abfahrt von Peking/Yanqing. Sie erfüllte sich einen Kindheitstraum. Im letzten Jahr holte sie sich zudem in beiden Speeddisziplinen die kleine Kristallkugel und den Triumph bei der Abfahrt im Rahmen der alpinen Skiwelttitelkämpfe im norditalienischen Cortina d’Ampezzo. Man kann sagen, dass die Swiss-Ski-Athletin eine der erfolgreichsten und siegeshungrigsten Speedspezialistinnen der Gegenwart ist.

Im September des letzten Jahres kam die Eidgenossin beim Training in Zermatt zu Sturz. Dabei zog sie sich an beiden Schienbeinen Prellungen zu. Sieben Wochen konnte sie nicht arbeiten; im Alltag humpelte sie auf Krücken. So gesehen verlief der Einstieg in die Olympiasaisonvorbereitung alles andere als optimal. Doch die 27-Jährige glaubte an sich, obwohl sie auch Zweifel rund um eine Olympiateilnahme hatte. Diese Gedankenspiele waren schwierig; sie gab aber nicht auf und versuchte tagein tagaus das Beste aus der nicht leichten Lage zu machen.

Im Super-G auf chinesischem Schnee landete die Schwyzerin auf Platz 13. Mit diesem Ergebnis war sie alles andere als zufrieden. Ihr Trainer Beat Tschour konnte erkennen, wie sich die Athletin fühlte. Und es ist kein Geheimnis, wenn man sagt, dass die Vorbereitung in Bezug auf die zwei Renntage rein von der Stimmung her sehr verschieden war. In der Abfahrt lief es für sie wie am Schnürchen und sie gewann vor der Italienerin Sofia Goggia und der Südtirolerin Nadia Delago die Goldmedaille.

Zuhause angekommen, gab es einen herzlichen Empfang am Flughafen Zürich-Kloten. Nun stehen die letzten Saisonrennen auf dem Programm. Suter möchte mental stark an die letzten Aufgaben des alpinen Winters 2021/22 herangehen. Dann kann eine Feier gestartet werden. Auch wenn die Chancen klein sind, will sie alles in die Wege leiten, um ihrer azurblauen Gegnerin Goggia die Suppe zu versalzen und im letzten Moment die kleine Kristallkugel in der Abfahrtswertung zu entreißen. Beim Heim-Super-G in der Lenzerheide, der am bevorstehenden Samstag auf dem Kalenderblatt steht, will sie alles geben. so kann sie die Enttäuschung von China leichter verdauen. Davon ist trotz aller Bescheidenheit, die die Athletin auszeichnet, auszugehen.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22   

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: srf.ch

Verwandte Artikel:

Kann Lara Gut-Behrami in den Kampf um die große Kristallkugel eingreifen?
Kann Lara Gut-Behrami in den Kampf um die große Kristallkugel eingreifen?

Sorengo – Letzthin hat man über die schweizerische Skirennläuferin Lara Gut-Behrami nicht viel gehört. Sie trainiert fleißig und feilt am Material. Die Tessinerin, die als letzte Eidgenossin die große Kristallkugel gewonnen hat, will ihre körperlichen Wehwehchen hinter sich lassen und trotz einem eigenen, gezielten Trainingsprogramm im nächsten Winter aus dem Vollen schöpfen. So hat sich… Kann Lara Gut-Behrami in den Kampf um die große Kristallkugel eingreifen? weiterlesen

Manuel Feller freut sich auf einen arbeitsreichen „goldenen Oktober“
Manuel Feller freut sich auf einen arbeitsreichen „goldenen Oktober“

Fieberbrunn – Der österreichische Ski Weltcup Rennläufer Manuel Feller kann sich freuen. In wenigen Wochen wird er 30 Jahre alt. Der Slalom- und Riesentorlaufspezialist blickt auf eine sehr gute Vorbereitung zurück und ist schmerzfrei. In Chile konnte man die ausgezeichneten Bedingungen nutzen. Im Vergleich zum letzten Jahr hat der Tiroler gut sechs, sieben Skitage mehr… Manuel Feller freut sich auf einen arbeitsreichen „goldenen Oktober“ weiterlesen

Entwickelt sich Wendy Holdener immer mehr zur Allrounderin
Entwickelt sich Wendy Holdener immer mehr zur Allrounderin

Einsiedeln/Zermatt – Die Swiss-Ski-Athletin Wendy Holdener will hoch hinaus. Diesen Eindruck musste man gewinnen, als sich die Slalomspezialistin auf ungewohntes Terrain begab und mit zwei normalen Skiern die 70-m-Schanze von Einsiedeln bezwang. Die Skirennläuferin gibt zu, dass sie die nach Olympiasieger Simon Ammann benannte Schanze kennt und irgendwann keimte in ihr der Wunsch auf, da… Entwickelt sich Wendy Holdener immer mehr zur Allrounderin weiterlesen

In Sölden fiebert man dem Saison Opening entgegen
In Sölden fiebert man dem Saison Opening entgegen

Sölden – In fast genau vier Wochen steht in Sölden der Auftakt zur neuen Weltcupsaison auf dem Programm. Sowohl die Damen als auch die Herren bestreiten im Ötztal einen Riesenslalom. Pistenchef Isidor Grüner und sein Team arbeiten auf Hochtouren. Frau Holle hat ihre Betten ausgeschüttet, und die Arbeiter wollen den Hang in einem optimalen Zustand… In Sölden fiebert man dem Saison Opening entgegen weiterlesen

Sara Hector verlässt ihr Heimatland und zieht ins Ländle
Sara Hector verlässt ihr Heimatland und zieht ins Ländle

Åre/Au – Die schwedische Skirennläuferin Sara Hector entschied sich, Åre zu verlassen und nach Österreich zu ziehen. Die Riesentorlauf-Olympiasiegerin nennt für diesen Schritt strategische Gründe. Dazu zählen die Nähe zu den Trainings- und Wettkampfstätten. Zudem träumt die 30-Jährige von einem Leben in den Alpen. Sie sprach davon, dass jetzt der Zeitpunkt dazu gekommen sei. Auch… Sara Hector verlässt ihr Heimatland und zieht ins Ländle weiterlesen