28 Dezember 2021

Der Abfahrts-König der Stelvio heißt auch 2021 Dominik Paris

Teamkapitän Domme Paris führt die Speedgruppe beim Training in Copper Mountain an
Teamkapitän Domme Paris führt die Speedgruppe beim Training in Copper Mountain an

Bormio – Am heutigen Dienstag wurde in Bormio die Weltcupabfahrt der Herren ausgetragen. Dabei gewann der Südtiroler Dominik Paris in einer Zeit von 1.54,63 Minuten. Mit seinem sechsten Erfolg stellte der Ultner die Bestmarke der Herren für die meisten Abfahrtssiege in einem Skigebiet auf, die bislang bei fünf Triumphen von Didier Cuche in Kitzbühel liegt. Hinter Paris schwangen die beiden Schweizer Marco Odermatt (+0,24) und Niels Hintermann (+0,80) auf den Rängen zwei und drei ab.

 

Dominik Paris: „Ich hab am Start die Zeit von Marco nicht mitbekommen. Ich habe aber Vinc zugeschaut. Da habe ich mir gedacht: Heute braucht es auf der ganzen Strecke Vollgas. Das ist mir gut gelungen. Warum es hier so gut läuft, weiß ich nicht. Ich fühle mich hier einfach wohl. Die Überwindung, hier Vollgas zu geben, ist einfach ein Erlebnis. Man hat es nicht richtig unter Kontrolle, weiß nicht, was kommt. Das macht es hier so spannend. Die Erfahrung zeigt, dass eine zu frühe Nummer hier nicht so ideal ist. Außer es ist kalt und eisig, dann kann eine niedrige Nummer ein Vorteil sein. Sonst wird es schon mit dem Licht etwas besser. Anfang der Saison hatte ich Schwierigkeiten. Das Skifahren war nicht so gut, und in der Zwischenzeit haben wir am Setup gearbeitet.“

 

Daten und Fakten – Herren Ski Weltcup
Abfahrt der Herren in Bormio

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FIS-Endstand – Abfahrt Herren in Bormio

FIS-Endstand: 2. Abfahrtstraining in Bormio
FIS-Endstand: 1. Abfahrtstraining in Bormio

Gesamtweltcupstand der Herren 2020/21
Weltcupstand Abfahrt der Herren 2020/21

Nationencup: Herrenwertung
Nationencup: Gesamtwertung

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Bester Österreicher wurde Daniel Hemetsberger, der als Vierter den Sprung aufs Podest um gerade einmal fast Zehntelsekunden verpasste. Der Deutsche Dominik Schwaiger (+1,10) freute sich über den fünften Platz. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+1,12) war wohl im Gedanken an seine an Corona erkrankte Freundin Mikaela Shiffrin und positionierte sich im Klassement auf Rang sechs. Vincent Kriechmayr (+1,15) vom Team Austria musste mit Platz sieben zufrieden sein. Ob der amtierende Weltmeister es war, ist eine offene Frage.

Daniel Hemetsberger: „Es freut mich gewaltig. Das habe ich mir immer erträumt, dass ich in unserer starken Mannschaft mal der Schnellste bist. Schade, dass es sich für den Podestplatz nicht ausgegangen ist. Aber es ist wunderschön, dass mir das hier auf dieser Piste gelingt, wo ich mich vor zwei Jahren schwer verletzt habe.“

Vincent Kriechmayr: „Auf der Stelvio findet man immer ein paar Sachen, die man besser machen kann. Es ist ein harter Kampf. Aber dass es so viel nicht reicht, hätte ich mir nicht gedacht. Im unteren Abschnitt wäre es vielleicht noch besser gegangen, da muss man sich richtig reinknien. Aber wenn ich das mache, fehlt dennoch noch viel Zeit. Das muss ich morgen besser machen.“

Die besten Zehn des Tages wurden vom US-Amerikaner Travis Ganong (8.; +1,19), dem ÖSV-Athleten Daniel Danklmaier (9.; +1,26) und dem azurblauen Vertreter Matteo Marsaglia (10.; +1,33) komplettiert. Die beiden Kärntner Matthias Mayer (+1,57) und Otmar Striedinger (+1,60) waren fast gleich schnell unterwegs und klassierten sich auf den Plätzen zwölf und 13. Nicht nach Wunsch verlief es für die in den Probeläufen stark auftrumpfenden DSV-Herren Josef Ferstl (17.; +1,88), Romed Baumann (22.; +2,21) und Andreas Sander (28.; +2,83).  Ebenfalls nicht unter die besten 15 kam die auf den Plätzen 19 und 23 abschwingenden Swiss-Ski-Männer Gilles Roulin (+2,03) und Stefan Rogentin (+2,27).

Matthias Mayer: „Man weiß es im Vorhinein nie ganz genau. Jetzt würde ich mich auch für eine höhere Nummer entscheiden. Ich weiß nicht genau, was sich verändert hat. Ich hab mir beim Abschwingen eigentlich gedacht, dass es eine Super-Fahrt war. Aber ich bin dann extrem durchgereicht worden. Es ist dann schnell gegangen, und wir haben die Sekunden aufgebrannt gekriegt. Im Nachhinein würde ich es anders machen.“

Neben dem Österreicher Max Franz, dem Deutschen Simon Jocher kamen auch die beiden Eidgenossen Urs Kryenbühl und Beat Feuz nicht ins Ziel. Das zuletzt angeführte Duo möchte es Mitte Januar 2022 besser machen, zumal in Wengen zwei Heimrennen auf dem Programm stehen. In der Disziplinenwertung liegt nun Dominik Paris mit 227 gesammelten Punkten zehn Zähler vor Matthias Mayer. Niels Hintermann liegt auf Platz drei und weist 49 Längen Rückstand auf den heutigen Tagessieger, der gerne morgen im Super-G nachdoppeln möchte, auf.

Der Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Der Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22  

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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