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Kleine Ski-Nationen können bei der FIS-Präsidentenwahl das Zünglein an der Waage sein

Für viele ist der 52-jährige Eidgenosse Urs Lehmann der große Favorit

Für viele ist der 52-jährige Eidgenosse Urs Lehmann der große Favorit

Oberhofen am Thunersee – In wenigen Tagen wissen wir mehr, wer die Nachfolge des scheidenden FIS-Präsidenten Gian Franco Kasper antreten wird. Mit Sarah Lewis, Urs Lehmann, Mats Arjes und Johan Eliasch buhlen eine Frau und drei Männer um die Gunst der Delegierten.

Für viele ist der 52-jährige Eidgenosse Lehmann der große Favorit. FIS-Renndirektor Markus Waldner betont, dass der Schweizer, 1993 Abfahrtsweltmeister in Morioka das beste Gesamtpaket mitbringt. Als ehemaliger Skirennläufer kennt er die sportliche und die marketingtechnische Seite. Seine innovativen Ideen können für die FIS positiv sein. Große Ski-Nationen könnten für Lehmann stimmen, bei kleineren ist die Wahl auf keinen Fall so sicher.

Eliasch hofft vielleicht auf die kleineren Skiländer. Der Brite mit schwedischen Wurzeln ist finanzkräftig und steht dem Head-Ausrüsterkonzern als Chef vor. Er hat etwas andere Ideen und möchte zum Beispiel im Iran ein Weltcuprennen austragen. Zudem will er auf sein Jahresgehalt verzichten. Dieser Schritt, auf 600.000 sFr. Zu verzichten, kann natürlich als diplomatisch gewiefter Schachzug angesehen werden. Wir werden sehen, ob ihm das hilft.

Sarah Lewis kommt die Rolle der gefährlichen Außenseiterin zuteil. Es kursiert das Gerücht, wonach es höchst an der Zeit wäre, einer Frau diesen interessanten und wichtigsten Posten im Skisport zu geben. Als langjährige Generalsekretärin kennt die Engländerin die FIS ganz genau. Auch sie würde auf den Lohn verzichten. Positiv sind ihre gute Vernetzung in der internationalen Sportwelt und die strategisch kluge Denkweise. Sie will sich dem Klimawandel und der Digitalisierung, zwei Kernthemen der Gegenwart, annehmen.

Bleibt noch Mats Arjes. Der Schwede, seit 2018 die rechte Hand von Gian Franco Kasper, weiß auch, wie der FIS-Hase läuft. Der 54-Jährige ist in den Medien nicht so präsent. Daher sagen einige, dass seine Chancen gering sind. Trotzdem hat er keine Anpassungsschwierigkeiten. Seine Wahl würde in den Augen mancher eine Überraschung darstellen.

Auf alle Fälle erwartet man von allen vier Kandidaten eine schnellere Umsetzung von Ideen und Entscheidungen. Dynamik und Innovation sollen ganz oben stehen. Egal, ob es Lehmann, Eliasch, Lewis oder Arjes wird: wie gesagt, in einer Woche wissen wir mehr.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: welovesnow.news.raiffeisen.ch

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