29 März 2022

Ski Weltcup News: Gedankenspiele von Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann

Ski Weltcup News: Gedankenspiele von Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann
Ski Weltcup News: Gedankenspiele von Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann

Muri bei Bern – Die schweizerische Skirennläuferin Michelle Gisin betont, dass der Ski Weltcup, wie er sich heute präsentiert, keinesfalls zukunftsfähig ist. Ein Medium konfrontierte den Swiss-Ski-Präsidenten mit knallharten Thesen. Dazu bezog Urs Lehmann Stellung. Für den Sportsfunktionär, der im Vorjahr für das Amt des FIS-Präsidenten kandidierte, gibt es im Weltcup nicht zu viele Rennen. Für ihn stellt die Verteilung das Problem dar. Seiner Meinung nach könnte man den Kalender dehnen, früher im Herbst beginnen oder auch im winterlichen Neuseeland starten. Doppelrennen an einem Ort würden Sinn machen. Folglich gibt es mehr Chancen zur Revanche.

Des Weiteren ist es für Lehmann ein Fehler, die alpine Kombination durch ein Parallelrennen zu ersetzen. Es gibt Pläne, das schon 2026, wenn die olympische Familie in Norditalien gastiert, durchzuführen. Der Eidgenosse würde Parallelrennen nur als Mannschaftsevent bei Großereignissen und beim Saisonkehraus austragen. Auch wäre es für ihn fatal, China nicht mehr zu besuchen. Eine Skikultur  entsteht nicht von heute auf morgen; sie muss über Jahre aufgebaut werden.

Es gibt Bestrebungen, ein Punktesystem wie im Tennis einzuführen. So könnte es bei saisonale Höhepunkte extra Bonuspunkte geben. Aber auch die Nachwuchsathleten könnten bei ihren Rennen Punkte sammeln, und so den Sprung in den Ski Weltcup schaffen. Man muss das Ganze zu Ende denken, ausarbeiten. Für Lehmann macht dies Sinn.

Zudem möchte der frühere Skirennläufer Urs Lehmann, dass die Großanlässe später stattfinden. Danach sollte es nur noch das Weltcupfinale mit der Vergabe der Kristallkugeln geben. Die Athletinnen und Athleten sind mehrfach entkräftet und körperlich erschöpft. Doch das Internationale Olympische Komitee hält an dem Prinzip fest, die Spiele im Zeichen der fünf Ringe Anfang Februar auszurichten. So gesehen wird eine Umsetzung schwierig.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: blick.ch

Verwandte Artikel:

Der „Herminator“ wird 50, wir gratulieren!
Der „Herminator“ wird 50, wir gratulieren!

Flachau – Wenn wir unsere Skichronik, die sehr dick ist, wieder einmal hernehmen, erkennen wir, dass am Mittwoch Hermann Maier 50 Jahre alt wird. Die österreichische Skilegende aus dem Salzburger Land ist bescheiden geworden und feiert seinen runden Geburtstag im Kreise seinen Liebsten, das heißt mit Gattin Carina und seinen drei Töchtern. Passend zur Hauptsendezeit… Der „Herminator“ wird 50, wir gratulieren! weiterlesen

CAS Richterspruch zur Gültigkeit der Wahl von FIS Präsidenten Johan Eliasch fällt erst 2023
CAS Richterspruch zur Gültigkeit der Wahl von FIS Präsidenten Johan Eliasch fällt erst 2023

Lausanne – Das Hearing vor dem Sportsgerichtshof rund um die Wiederwahl von FIS-Boss Johan Eliasch blieb noch ohne Resultat. Einige nationale Skiverbände, so auch der ÖSV, haben die Prozedur in Frage gestellt, dass die Wahl im letzten Mai in Mailand legitim war. Das Meeting dauerte sehr lange. ÖSV-Generalsekretär Scherer ist zufrieden, weil man die eigene… CAS Richterspruch zur Gültigkeit der Wahl von FIS Präsidenten Johan Eliasch fällt erst 2023 weiterlesen

Bandscheibenvorfall: Ralph Weber muss eine Pause einlegen (Foto: © Ralph Weber / Instagram)
Bandscheibenvorfall: Ralph Weber muss eine Pause einlegen (Foto: © Ralph Weber / Instagram)

Seit anfangs November hat Ralph Weber mit Rückenproblemen zu kämpfen. Bei den Weltcup-Rennen in Beaver Creek lies er gar ein Abfahrtstraining aus, um den Rücken für das Rennen zu schonen. Nach dem Renneinsatz hat sich der Zustand aber leider stark verschlechtert. Die Untersuchungen in der Schweiz haben nun einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich ergeben. Ralph Weber… Bandscheibenvorfall: Ralph Weber muss eine Pause einlegen weiterlesen

Petra Vlhova noch ohne Sieg, Slowakin trotzdem mit dem Saisonstart zufrieden
Petra Vlhova noch ohne Sieg, Slowakin trotzdem mit dem Saisonstart zufrieden

Liptovský Mikulas/Sestriere – Nach den Rennen in Killington kehrte die slowakische Skirennläuferin Petra Vlhová für einige Zeit in ihre Heimat zurück, um sich für die nächsten Aufgaben vorzubereiten und gestärkt in diese zu gehen. Die erfolgreichste Skirennläuferin ihres Heimatlandes war Ehrengast bei der Zeremonie in Jasná, wo ihr eine bedeutende Rolle zuteil kam. Sie wurde… Petra Vlhova noch ohne Sieg – Slowakin trotzdem mit dem Saisonstart zufrieden weiterlesen

Das Swiss-Ski-Team um Marco Odermatt zieht dem ÖSV-Kollektiv derzeit den Zahn
Das Swiss-Ski-Team um Marco Odermatt zieht dem ÖSV-Kollektiv derzeit den Zahn

Muri bei Bern – Dank Wendy Holdener, Corinne Suter, Lara Gut-Behrami und Marco Odermatt kann das Swiss-Ski-Team auf einen mehr als gelungenen Beginn des alpinen Skiweltcupwinters 2022/23 blicken. Dadurch sind die Eidgenossinnen und Eidgenossen auf dem besten Weg dazu, gegenüber Österreich die Nummer 1 in der Nationenwertung innezuhaben. Gegenwärtig sind die Schweizerinnen und Schweizer zweieinhalb… Das Swiss-Ski-Team um Marco Odermatt zieht dem ÖSV-Kollektiv derzeit den Zahn weiterlesen