14 Mai 2021

Gibt es schon 2023 das erste Ski Weltcup Rennen am Fuße des Matterhorns

Gibt es schon 2023 das erste Ski Weltcup Rennen am Fuße des Matterhorns
Gibt es schon 2023 das erste Ski Weltcup Rennen am Fuße des Matterhorns

Künftig sollen die Speed-Athletinnen und -Athleten am Fusse des Matterhorns in eine alpine Weltcup-Saison starten. Ein entsprechendes länderübergreifendes Projekt des Italienischen Wintersportverbandes FISI und von Swiss-Ski sowie der Tourismus-Destinationen Zermatt und Cervinia konkretisiert sich. Bereits im Herbst 2023 könnte das erste Weltcup-Speed-Opening in Zermatt/Cervinia durchgeführt werden.

Die Überlegungen, am Fusse des weltberühmten Matterhorns Ski Weltcup Rennen auszutragen, sind nicht neu. Die neue, sich gegenwärtig im Bau befindende 3S Bahn von Testa Grigia auf das Klein Matterhorn machen diese ab 2022 erst möglich. Nun nimmt das Projekt konkret Fahrt auf; bereits wurden diverse Meetings zwischen Vertretern der FISI und von Swiss-Ski sowie den Bergbahnen und Tourismus-Organisationen abgehalten. Unter der Leitung des Pistenbauers und Abfahrts-Olympiasiegers von 2010 Didier Défago, der die Strecken designt hat, fanden in diesem Frühjahr in der Matterhorn-Region Begehungen durch Bernhard Russi und die beiden FIS-Renndirektoren statt.

Innovativ und einzigartig

Die Rennen am Matterhorn wären die ersten grenzüberschreitenden in der Geschichte des Weltcups – mit Start und Ziel in unterschiedlichen Ländern. Der Start der Männer-Abfahrt befindet sich auf Gobba di Rollin (3’899 m ü. M.) in der Schweiz, das Ziel auf Laghi Cime Bianche (2’814 m ü. M.) in Italien. Die Abfahrt wäre damit die höchstgelegene der Welt. Das Skigebiet auf dem Theodulgletscher ist das einzige, welches noch heute einen ganzjährigen Skibetrieb anbietet.

Als Key Stakeholder ins Projekt «The Matterhorn World Cup» involviert sind neben den beiden Verbänden FISI und Swiss-Ski die Bergbahnen Cervinia und die Zermatt Bergbahnen AG, die Tourismus- und Skidestinationen Cervinia und Zermatt, die autonome Region Valle d’Aosta und der Kanton Wallis sowie die Gemeinden Valtournenche/Cervinia in Norditalien und Zermatt. Sie alle sind hochmotiviert, ihren Beitrag dazu zu leisten, damit diese visionäre Idee Wirklichkeit werden kann. Geplant ist, mit Vertretern dieser Stakeholder-Gruppen eine moderne Struktur zur Organisation dieses möglichen neuen Events im Rahmen des alpinen Ski-Weltcups zu bilden.

Ergänzend zu bestehenden Austragungsorten

Die Pläne der Projektverantwortlichen unter der Führung von FISI und Swiss-Ski sehen vor, dass Speed-Rennen für die Frauen und Männer am Fusse des Matterhorns jeweils an zwei Wochenenden Ende Oktober/Anfang November zur Austragung gelangen sollen – Testrennen 2022 und im bestmöglichen Fall Speed-Rennen erstmals 2023. Zwischen Mitte Oktober (Weltcup-Auftakt in Sölden) und Mitte November finden bislang keine Weltcup-Rennen statt, es würde folglich kein bestehender Austragungsort konkurrenziert werden.

FISI-Präsident Flavio Roda erklärt: «Dies ist nicht primär ein Projekt von zwei Ländern, sondern eine Chance für die gesamte Ski-Welt. Schliesslich bietet es die grosse Möglichkeit, künftig ein internationales Weltcup-Speed-Opening abzuhalten. Der italienische Wintersport wird alles daransetzen, seinen Teil dazu beizutragen.»

«Die Rennen am Matterhorn brächten für den Skisport zahlreiche Vorteile. Einerseits könnte die Lücke zwischen dem Weltcup-Start in Sölden und den ersten Speed-Rennen verkürzt werden, andererseits würden sich für die Speed-Athletinnen und -Athleten aus aller Welt im Vorfeld beste Trainingsmöglichkeiten im Herzen der Alpen ergeben», ergänzt Urs Lehmann, Präsident von Swiss-Ski.

Die Regierungsräte Luigi Bertschy und Jean-Pierre Guichardaz der autonomen Region Vallée d’Aosta sagen: «Wir freuen uns sehr, dass wir dieses grenzüberschreitende Projekt, an dem wir in den letzten Monaten gearbeitet haben, zusammen mit der FISI, Swiss-Ski, Cervinia und Zermatt realisieren können. Den Weltcup auf dem Plateau Rosa auszutragen, ist eine Herausforderung, die uns sehr reizt. Sie bietet eine grosse Chance zur Zusammenarbeit mit der Schweiz und den beiden Skiverbänden. Zudem können wir unsere Region vor einem breiten Publikum präsentieren. In den nächsten Wochen setzen wir die Arbeiten fort und legen die Details der Veranstaltung sowie unseres Engagements im Organisationskomitee fest.»

«Die beiden Tourismus-Destinationen Zermatt und Cervinia betreiben seit vielen Jahren ein gemeinsames Skigebiet. Dieses Projekt bringt uns noch näher zusammen: Ein solcher Sport-Event ist etwas Einzigartiges und Fantastisches für die Schweiz wie für Italien. Die enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit zeigt die zusätzlichen Chancen im Matterhorngebiet für beide Seiten auf», so Herbert Tovagliari, Präsident des Verwaltungsrats der Cervino SpA.

Franz Julen, Verwaltungsratspräsident der Zermatt Bergbahnen AG, hebt die geplante Organisationsstruktur und die Schneesicherheit der Region hervor: «An keinem anderen Ort können bereits so früh in einer Weltcup-Saison Speed-Rennen ausgetragen werden wie in der Gletscherregion Matterhorn im Grenzgebiet zwischen Italien und der Schweiz. Zudem besteht die hierfür notwendige Infrastruktur bereits weitgehend, womit der Event in Bezug auf die Nachhaltigkeit beispielhaft ist. Die Zusammenarbeit mit den beiden nationalen Verbänden ist sehr konstruktiv. Die angedachte Organisationsstruktur ist genauso innovativ und visionär wie das gesamte Projekt.»

Die FISI und Swiss-Ski sind zuversichtlich, dass Speed-Weltcup-Rennen für die Frauen und die Männer in der Matterhorn-Region baldmöglichst Aufnahme in den Long-Term-Kalender der FIS finden werden.

Quelle: www.Swiss-Ski.ch

Der vorläufige Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22

Der vorläufige Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22

Verwandte Artikel:

Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia (Foto: © SloSki Alpine team / Facebook)
Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia (Foto: © SloSki Alpine team / Facebook)

Ushuaia – Die slowenischen Technikerinnen und Techniker und Speedkönigin Ilka Stuhec sind vor sieben Tagen zur Saisonvorbereitung nach Argentinien gereist. Auch die Speed-Herren folgen. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Einer von den Athleten steht unter dem Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Wer der Betroffene ist, wurde nicht verraten. Nur… Ilka Stuhec freut sich über gute Trainingsbedingungen in Ushuaia weiterlesen

Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein (Foto: © Swiss-Ski.ch)
Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein (Foto: © Swiss-Ski.ch)

Selina Egloff hat sich in Absprache mit ihrem Betreuerteam dazu entschieden, eine längere Pause einzulegen. Die B-Kader-Athletin, welche im Ski Weltcup bereits fünf Mal am Start stand, fühlt, dass sich ihr Energietank durch den Spitzensport stark geleert hat. «Ich werde eine Pause einlegen und voraussichtlich diese Saison keine Rennen fahren. Es ist mir wichtig, genügend… Swiss-Ski News: Selina Egloff legt eine Pause ein weiterlesen

Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)
Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Pier Marco Tacca)

Pozza di Fassa – Der italienische Ski Weltcup Rennläufer Stefano Gross, der im September 36 Jahre alt wird, ist ein routinierter Athlet. Er kann gemeinsam mit Giuliano Razzoli zu den Führungspersönlichkeiten im azurblauen Slalomteam gezählt werden. Er berichtet im Skiweltcup.TV-Interview über den Slalom als seine Lieblingsdisziplin, Marcel Hirschers Skifirma „Van Deer“, Henrik Kristoffersen und vieles… Stefano Gross im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich freue mich, wenn mich die Jungen im Team als Vorbild sehen!“ weiterlesen

Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Alessandro Trovati)
Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da (Foto: © Archivio FISI/ Pentaphoto/ Alessandro Trovati)

Rovereto – Martina Peterlini, die beste italienische Slalomläuferin der Gegenwart, kann aufatmen. Acht Monate nach ihrer schweren Knieverletzung hat sie wieder ihre Skier angezogen. Sie schielt auf den Saisonauftakt in Levi und möchte in Finnland – das Rennen geht in etwas mehr als drei Monaten über die Bühne – positiv auffallen und vorne mitmischen. Vor… Martina Peterlini ist nach einer langen Leidenszeit wieder da weiterlesen

Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 (© Kraft Foods / Akira Sasaki)
Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 (© Kraft Foods / Akira Sasaki)

Bariloche – Nach einer achtjährigen Abwesenheit kehrte der japanische Skirennläufer Akira Sasaki auf die Piste zurück. So belegte er im Rahmen der argentinischen Ski-Meisterschaften am Cerro Catedral den ersten Platz im Torlauf. Zudem träumt der Athlet aus Fernost von einer Olympiateilnahme im fernen Jahr 2026. Wie wir wissen, finden die Spiele im Zeichen der fünf… Akira Sasaki denkt mit fast 41 Lenzen an die Olympischen Spiele 2026 weiterlesen