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Pepi Ferstl im Skiweltcup.TV-Interview: „Man braucht nur „Olympia“ sagen, dann ist jeder gleich voll motiviert.“

Pepi Ferstl im Skiweltcup.TV-Interview: „Man braucht nur „Olympia“ sagen, dann ist jeder gleich voll motiviert.“
Pepi Ferstl im Skiweltcup.TV-Interview: „Man braucht nur „Olympia“ sagen, dann ist jeder gleich voll motiviert.“

Taching am See – Die Leidenschat für den Skirennsport liegt Pepi Ferstl im Blut. Bereits sein Vater Sepp, der in den 1970er-Jahren bis 1981 aktiv war, konnte sich in die Skisport-Geschichtsbücher eintragen. Er gewann 1978 (zeitgleich mit Josef Walcher) und 1979 die Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel. Ein ähnliches Kunststück gelang Pepi Ferstl am 27. Januar 2019, wo er als erster Deutscher den Super-G von Kitzbühel gewinnen konnte. Der 32-jährige Angehörige des DSV-Aufgebots spricht im Interview mit Skiweltcup.TV über seinen Vater, die mögliche Abfahrt zwischen der Schweiz und Italien auf rund 4.000 Höhenmetern und vieles mehr.

Pepi, du bist ein sympathischer und bodenständiger Skirennläufer, der auch abseits der Piste ein kumpelhafter Typ ist. Könntest du dir eigentlich ein Leben ohne Skirennsport vorstellen, und ist dein Vater Sepp „Schuld“ daran, dass sich bei dir seine Sportler-DNA durchgesetzt hat?

Momentan kann ich mir ein Leben ohne Skisport nur sehr schwer vorstellen. Mit 32 Jahren bin ich zwar im fortgeschrittenen Alter eines Abfahrers, aber eigentlich bin ich gerade noch mittendrin. Solange es die Gesundheit zulässt, werde ich den Abfahrtsport betreiben, und ich freue mich auf die neuen Herausforderungen. Mit Olympia und der Ski-Weltmeisterschaft stehen nun auch zeitnah noch einmal zwei wichtige Großereignisse an, bei denen ich dabei sein und mitkämpfen will. Ich hoffe auf viele weitere Jahre.

Derzeit ist eine grenzüberschreitende, bald möglicherweise im Weltcupkalender auftauchende Abfahrt von der Schweiz nach Italien in aller Munde. Sie soll mehr als fünf Kilometer betragen und sich auf gut 4.000 Höhenmetern abspielen. Ist hier die Grenze des Machbaren in punkto Nervenkitzel und Adrenalin erreicht oder ist das noch mit menschlichem Ermessen möglich?

Das Rennkonzept ist sicher spektakulär und sehr interessant. Es muss viel zusammenpassen, damit so eine Abfahrt möglich ist: die Streckenführung, ihre Schwierigkeit und die Präparierung. Grundsätzlich denke ich schon, dass es machbar ist, aber als Rennfahrer wird man auf der Höhe und über die Länge sicher an seine Grenzen gebracht werden. Man sollte bedenken, dass einem da oben in der dünnen Luft schnell die Kraft ausgeht. Generell ist der Weltcup-Kalender mit den vielen Klassikern ziemlich cool und aufregend. Da muss man dann schauen, wann diese zusätzliche Abfahrt Sinn machen würde.

Die Vorbereitungen auf die olympische Saison 2021/22 sind im Gange. Wo wirst du ganz persönlich den  Schwerpunkt setzen, an was wirst du am meisten arbeiten, und glaubst du, dass ein klassisches Südamerika-Training in diesem Spätsommer wieder im Bereich des Möglichen ist?

Ich bin sehr gespannt auf die Olympischen Spiele. Man bereitet sich wie auf jeden anderen Winter vor, gibt alles, will sich verbessern und bestimmte Prozesse automatisieren. Ob unsere Vorbereitung in Südamerika möglich ist, wissen wir noch nicht. Mich würde es freuen, denn wir finden dort immer sehr gute Bedingungen vor. Ich werde schon im Konditionstraining hart arbeiten und fokussiert in die Saison gehen, dann sollte sich der Rest fast wie von alleine regeln.

Und weil wir den Winter mit dem saisonalen Highlight in China ansprechen: Was sind deine persönlichen Zielsetzungen, und wie motivierst du dich immer wieder aufs Neue, diese auch zu verwirklichen?

Man braucht nur „Olympia“ sagen, dann ist jeder gleich voll motiviert. Die Spiele finden nur alle vier Jahre statt, es treffen sich die Besten der Welt, und es geht um die begehrten Medaillen. Jeder träumt davon, diese zu erreichen. Ich habe schon einige Erfolge feiern dürfen und weiß, was das für ein tolles Gefühl ist. Mein Ansporn ist es deswegen, immer der Schnellste zu sein und das Beste herauszuholen, egal ob es ein Rennen im Ski Weltcup, bei der WM oder bei Olympia ist. Aber da die Konkurrenz knallhart ist, muss man in jedem Lauf hart kämpfen. Meine Familie steht hinter mir und gibt mir in jeder Situation die nötige Kraft. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man alles geben kann und angreifen darf. Das motiviert mich jeden Tag und ganz speziell natürlich auch für Olympia.

Pepi Ferstl: „Mein Ansporn ist es immer der Schnellste zu sein und das Beste herauszuholen.“

Bericht und Interview für Skiweltcup.TV: Andreas Raffeiner

Der vorläufige Herren Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22

Der vorläufige Damen Ski Weltcup Kalender der Saison 2021/22

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